Ein Abend mit den Turbosta(a)tikern

von Torsten am 22. Dezember 2007 · 5 Kommentare

in Musik

Zusammen mit der Hoffnung fiel Kälte in die Stadt, gottsei­dank jedoch konnten wir im rauch­freien Innen­raum warten, wo das Konzert schließ­lich mit der üblichen einstün­digen Verspä­tung begann. Das und die Aussicht auf ein Ende der kommenden Nacht bereits um 4.45 Uhr konnten mir jedoch nicht wirklich die Stimmung verha­geln. So hieß es dann: aufge­baut und hinge­schaut, wolln doch mal sehen, ob Turbo­staat live so gut sind wie ihr Ruf. Für mich als beken­nenden Späte­in­steiger, der Flamingo und Schwan erfolg­reich ignorierte und erst mit Vormann Leiss zum Fünfer aus Flens­burg fand, stellt sich die Situa­tion eher vorur­teils­frei dar. Andere jedoch, zum Beispiel mein mitge­reister Freund Jens, waren gespannt ob nach dem Wechsel zum bösen bösen Major auch die Liveper­for­mance gelitten hat. Entwar­nung vorweg: Jens war begeis­tert und meinte Turbo­staat hätten sich überhaupt nicht verän­dert, und das hat er als Kompli­ment gemeint. Kollege killer­blau behaup­tete zwar in der last.fm-Shoutbox zum Event, das selbiges bereits ausver­kauft sei, jedoch war er damit offenbar einer Fehlin­for­ma­tion aufge­sessen. Wie vom Veran­stalter zu erfahren war, gingen 150 Karten im VVK weg, und ca. 150 blieben für den freien Verkauf an der Abend­kasse. So war das Projekt 7 denn auch relativ gut gefüllt, als uns Enrico aus Magdeburg-Reform („Eisern Reform!“) mit profes­sio­nellem wenn auch wenig origi­nellem oldschool-shout-and-break-Hardcore wie er in den 90igern modern war, beglückten. Nun ja, „beglückten“ ist in diesem Fall sicher Ansichts­sache, meine Tasse Tee war das nicht unbedingt, und so wie ich fühlten auch gefühlte 80% des fühlenden Publi­kums. dellwo sagten übrigens ab, sie haben sich wohl aufge­löst … ob das schade ist oder eher nicht, sei dahin­ge­stellt, ich kenne bzw. kannte die Band nicht. Nach kurzer Umbau­pause dann also tatsäch­lich die Husumer Teetassen mit einem zackigen Set, größten­teils beste­hend aus Vormann Leiss, aufge­füllt mit diversen älteren Hits, die mir jedoch zwar nicht spanisch aber größten­teils unbekannt vorkamen (siehe oben). Knackig und angenehm derbe darge­boten, ohne großes Gelaber zwischen den Songs, immer 100 Prozent und ordent­lich mit Vollgas nach vorne. Sehr sympa­thisch. Zum Abschluß gab’s dann noch diverse Zugaben, gekrönt von Frieda und die Bomben, aller­dings ohne die Beatsteaks. Tolles Konzert, feine Band, ich geh mich jetzt ein bißchen schämen und lege Schwan und Flamingo auf.

turbostaat_230_170.jpg

Ähnliche Artikel

{ 5 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }

1 Alex September 13, 2008 um 13:56

Ja, das war bewusste Täuschung mit dem “Ausver­kauft!” weil ich meine zweite Karte noch loswerden wollte :D

Alex- letzter Blogein­trag … Ende Anfang Unend­lich Null

Antworten

2 Jens Oktober 15, 2008 um 22:16
3 Torsten Oktober 16, 2008 um 07:16

Klasse, danke für den Link. Ich freu mich schon: im November gastiert der Staat in der Magde­burger Factory! :cool:

Antworten

4 Jens Oktober 18, 2008 um 22:28

Ich hörte auch davon – in der Factory muss aber auch nicht sein, oder? Auf der Turbo­staat HP steht aber nix davon. Ist das wirklich so ein Nachwuchs­aus­scheid mit Turbo­staat als Special Guest ???

Antworten

5 Torsten Oktober 19, 2008 um 10:56

Der Termin wurde auf der Turbostaat-myspace-Seite angekün­digt. Was da genau statt­findet, weiß ich auch noch nicht.

Antworten

Schreib einen Kommentar

Previous post:

Next post: