Was macht eigentlich … Bodo Parittke?

von Torsten am 16. Februar 2008 · 0 Kommentare

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Bodo Parittke, freischaf­fender Stahl­schmirgler aus Sindel­fingen gelangte 1987 als Erfinder der „Boden­losen Frech­heit“ zu Weltruhm. Was macht Bodo Parittke heute? Die Börde­be­hörde fragte nach …

Herr Parittke, Ihre Erfin­dung im Jahre 1987 hat Ihr Leben verän­dert. Wie geht es Ihnen heute?
Es geht mir gut, ich habe mein Auskommen. Nach Erfin­dung der Frech­heit lief der Absatz auch ganz gut, zahllose Bestel­lungen aus halb Schwaben trudelten bei mir ein. Dann lief es ab 1988 etwas ruhiger, aber von den Lizenz­ver­käufen in alle Welt kann ich sehr gut leben. So haben beispiels­weise die Chinesen die „Boden­lose Frech­heit“ gleich mit dem Erwei­te­rungs­modul „Auch noch große Fresse dazu?!“ gekauft. Sie produ­zieren alles in einer riesigen Minima­nu­faktur in Pantikai.

China - ein hervor­ra­gendes Stich­wort. Halb Asien liegt in inzwi­schen zu Füßen, Sie umweht die Aura eines Popstars. Woran liegt’s?
Das kann ich mir selbst nicht so richtig erklären. Muß mit meinem fantas­ti­schen Aussehen oder meinem beinahe überir­di­schen Charisma zusammenhängen.

„Beschei­den­heit ist eine Zier, Parittke ist ein Egotier!“ Schon mal gehört?
Ich weiß nicht, was Sie von mir wollen. Soll das ein Inter­view werden oder eine Anklage?

Parittke, Sie …?
… ‘Herr Parittke’ bitte!

Herr Parittke, neben der boden­losen Frech­heit und den entspre­chenden Zusatz­mo­dulen machten Sie auch durch Ihr sehr engagiertes und umfang­rei­ches Kultur­spon­so­ring auf sich aufmerksam. Was machen die Projekte heute?
Nun, ich stecke mein Geld noch immer in jede Menge lohnens­werter Projekte. So habe ich gerade im letzten Jahr die „Stiftung wider besseren Wissens“ aus der Taufe gehoben. Dort beschäf­tigt man sich mit metapho­ri­schen Disso­nanzen im inner­städ­ti­schen Urban­kolleg. Jüngstes Kind der Stiftung ist der dreijäh­rige Thomas, er wird bald vier.

1992 kündigten Sie vollmundig eine neue „bahnbre­chende Erfin­dung im Bereich Küchen­zu­behör“ an. Was ist aus dem Projekt geworden?
Ein Eimer. Genauer gesagt, ein Küchen­eimer. 10 l fassend, rot.

Ähem, ein Eimer? Gibt es sowas nicht schon? Ich kann mich erinnern, im Keller meiner Großmutter sowas gesehen zu haben?!
Unmög­lich, ist ganz neu.

Ähem, gut. Was steht für die Zukunft an, welche neuen Projekte haben Sie geplant?
Ich werde mich in den nächsten Jahren verstärkt in der Erfin­dung neuer Gebrauchs­güter verwirk­li­chen. So stehen umfang­reiche Großpro­jekte an. Über diese kann ich natür­lich noch nicht offen reden, aber seien Sie versi­chert: die Begriffe Motor, Regen­schirm und Brille werden in ein paar Jahren in aller Munde sein.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für Ihre Zukunft, Sie Leuchte!
Danke, ebenso.

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