Feeling B/Punk im Osten

von Torsten am 27. Februar 2008 · 6 Kommentare

in Musik

Wer wissen will, wie Rammstein-Keyboarder Flake zu seeligen Feeling B-Zeiten aussah, sollte unbedingt mal hier vorbei­schauen. Im Zuge des allge­meinen DDR-Punk-Revivals, bzw. der Erinne­rung daran, hat inzwi­schen auch die eines tages-Redaktion ihr Herz für den Zonen­punk entdeckt und mit Flake einen Autoren gefunden, der weiß, wovon er spricht. Absolut lesenswert!

flake.jpg

Sehr sehens­wert ist übrigens auch die Ausstel­lung „Too much future“ die noch bis Ende März in Halle/Saale zu sehen ist.

Zu guter Letzt hält Ex-Parock­tikum-Moderator Lutz Schramm hier noch ein Schnäpp­chen für euch bereit: Feeling B, live in der Seelenbinder-Halle Berlin, am 2. Juli 1988. Prädikat: Beson­ders wertvoll.

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1 Der MetaWirt Februar 29, 2008 um 15:14

Die Ausstel­lung “Too much future” habe ich mit meiner Freundin hier in Berlin gesehen. Sehr süß! (falls das nicht als Wessi-Arroganz inter­pre­tiert wird).
Am inter­es­san­testen fand ich die Off-Kommentare der Stasi-Leute in den Überwa­chungs­film­chen: Die dürften sich in NICHTS von der Einstel­lung der Polizei in Bayern unter­schieden haben (vgl. hierzu auch die Antwort auf Frage 2: http://www.taz.de/1/leben/film/artikel/1/muenchen-ist-halt-nicht-so-kaputt/?src=MT&cHash=746f85d553)

Jeden­falls meinte meine Freundin hinsichtl. Potsdam, dass es in erster Linie die Punks waren, die die Stasi 88/89 in die Verzweif­lung trieben und die Autori­täten bröckeln ließen: Trotz perma­nenten “Abfischens”, “Auf-die-Fresse-hauens” etc. waren die am nächsten Tag doch wieder alle sichtbar da…

ps.
Sehr nett übrigens auch der OstPunk-Film…:
http://thumbs.filmstarts.de/wallpaper/OstPunk_poster_01.jpg

pps.
Ist hier eigent­lich html oder BBCode erlaubt? Sähe besser aus…

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2 Der MetaWirt Februar 29, 2008 um 15:18

Nachtrag:
Im “Ostpunk”-Film kommen “Die anderen Bands” aller­dings nicht so gut weg, weil sie sich (zumin­dest teilweise) mit dem System arran­gierten… ;)

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3 Torsten Februar 29, 2008 um 15:51

Danke für den taz-Link!

Feeling B waren – wie Flake im verlinkten Inter­view selbst feststellt – kein “echter” Punk. Natür­lich waren gerade die sogenannten “anderen bands” von staat­li­cher Seite ganz gern gesehen, ein bißchen Offen­heit und Jugend­lich­keit wollte man ja demons­trieren, es sollte halt nur nicht zuviel Freiheit werden … ;-) Die Skeptiker z. B. hatten sogar einen FDJ-Fördervertrag, die Konzerte der “anderen” Bands fanden stets in offizi­ellen Klubs statt (ich erinnere mich gern ans HdjT in Berlin) und die Verfol­gung, Verhaf­tung und Drang­sa­lie­rung der ersten Punk-Generation ging an den Spätge­bo­renen weitest­ge­hend vorbei.

Ahoi
Torsten

P. S. BB-Code und HTML sollten erlaubt sein, ich hab’s aller­dings selbst noch nicht probiert… give it a try.

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4 Der MetaWirt März 1, 2008 um 01:16

Bitte bitte bitte bessere das obige “Aroganz” aus!!!
(Gerade gesehen, dass ich da wohl etwas schnell getippt habe – sieht aber nicht nach Tppfehler, sondern nach Recht­schreib­schwäche aus)

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5 Torsten März 1, 2008 um 08:48

Erledigt.

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6 Andreas März 6, 2008 um 16:19

Leider ist die Ausstel­lung nicht bis hier her gedrungen, ich haette doch gern etwas zur Erinne­rung gesehen. Ich habe Anfang der 90er noch bei Jörg Löffler (Kaltfront) in der Küche gesessen und er hat persön­lich die Tapes verkauft. Damals waren die Tapes nicht so sehr angesagt, aber heute stehen sie stolz neben all den anderen Sammel­ob­jekten aus den Umbruch­tagen. Aus “meinen” Punktagen in den späten 80igern existieren kaum Photos, geschweige denn ein Video ;)

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