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Die X-Akten

by Torsten on 3. April 2008 · 7 comments

in Amtliche Bekanntmachungen, Träume in Technicolor

Immer wieder sprechen mich Menschen vieler­lei Herkunft und beider­lei Geschlechts auf die Börde­be­hörde an. Sie fragen mich in Fußgän­ger­zo­nen voll grauen­haf­ten Betons dann Sachen wie „Sag mal, wer ist das eigent­lich, die Börde­be­hörde? Was wollt ihr? Wer seid ihr? Woher kommt ihr? Habt ihr Hunger?“

Um die unzäh­li­gen Fragen zu beant­wor­ten und außer­dem einen kleinen visuel­len Einblick in die Behörde zu gestat­ten, habe ich mich schwe­ren Herzens entschlos­sen, die nachfol­gen­den brisan­ten Dokumente, die X-Akten der Behörde, der Öffent­lich­keit zugäng­lich zu machen. Dazu klicken Sie bitte hier auf „weiter“…

Heraus­ge­ber und Gründer der Börde­be­hörde, Mäzen der Klein­buch­sta­ben und Liebha­ber von Blumen­ho­ckern in Nieren­form: Torsten F. bei der Ausar­bei­tung eines noch zu veröf­fent­li­chen­den Pamphlets mit dem Titel „Bunte Farben in allen Räumen – 50 Dekora­ti­ons­ideen wider die Depres­sion.“

Jeden Mittwoch­nach­mit­tag treffen sich die Heran­wach­sen­den der Börde zum Studium des in Papier­form erschei­nen­den wöchent­li­chen Mittei­lungs­blatts „Die Börde­be­hörde – 1000 Zeilen wider die Lange­weile“. Es darf geraucht werden.

Ein fester Bestand­teil der Behör­den­kul­tur ist die Arbeit am mündi­gen Bürger. Hier die Behör­den­mit­ar­bei­ter Heidlinde K. und Kuno S. in der Fußgän­ger­zone Aschaf­fen­burgs. Durch die (Leih)gabe kosten­lo­ser Werbe­ar­ti­kel wird der poten­ti­elle Leser gebun­den, durch anschlie­ßende Drohun­gen einge­schüch­tert und zum Abschluß eines Zwangs­abon­ne­ments genötigt. Manch­mal muß man eben auch unbequeme Wege beschrei­ten.

Zur Recher­che unserer gehalt­vol­len Artikel ist den Mitar­bei­tern der Behörde kein Weg zu weit und kein Aufwand zu groß. Hier die Biblio­thek der Behörde, dort holt sich der Angestell­ten­stamm Inspi­ra­tion, Input und frischen Kaffee. Unter Umstän­den aller­dings auch einen Rüffel von Biblio­theks­che­fin Gisela G., wenn die ausge­lie­he­nen Machwerke mit Esels­oh­ren verse­hen oder Kaffee­fle­cken verschmutzt zurück­ge­ge­ben werden. Der Trend des kommen­den Sommers sind übrigens sehr sehr kurze Hosen für relativ alte Redak­ti­ons­mit­glie­der.

Sonntag bedeu­tet Entspan­nung. Der Mitar­bei­ter­stamm der Börde­be­hörde macht da natür­lich keine Ausnahme und entspannt immer sonntags bei Kaffee, Kuchen und schlech­ten Witzen im Behör­den­kel­ler.

Ich hoffe damit zur Aufklä­rung beige­tra­gen zu haben. Sollte darüber hinaus noch Klärungs­be­darf in Sachen Börde­be­hörde bestehen, zögern Sie bitte nicht, den jungen Mann am Schreib­tisch um Hilfe zu bitten!

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1 Andreas April 4, 2008 um 08:11 Uhr

Hehe
danke, hab mich köstlich amüsiert 🙂
insbe­son­dere die keller-vesper sieht sehr einla­dend aus *g

liebe grüße
andreas

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2 Torsten April 4, 2008 um 11:03 Uhr

Freut mich, zu Deiner Unter­hal­tung beige­tra­gen zu haben. Am nächs­ten Sonntag bist Du herzlich einge­la­den, es gibt Streu­sel­ku­chen, Malzkaf­fee, Kakao für Alina Caprice und Chantal Monique, schräge Argumente und extrem schlechte Witze. Nimm Dir also besser etwas anderes vor…

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3 Basti April 5, 2008 um 02:31 Uhr

soso! genauso stelle ich mir das ganze behör­den leben vor! so mit mittwochs­mit­ein­an­der, nieren­blu­men­ho­cker!!! das freut mich als mündi­ger bürger!!!

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4 zora April 7, 2008 um 09:47 Uhr

Werter Herr Börde­be­hör­den­vor­ste­her!

Ich bin begeis­ter­ter Mitar­bei­ter Ihrer amtli­chen Stelle und habe mich sehr gefreut, daß Sie unsere Behörde so liebe­voll und vor allem auch bebil­dert vorge­stellt haben.
Es ehrt Sie sehr, lieber General­amts­in­ha­ber, daß Sie trotz aller physi­schen und psychi­schen Leistun­gen, die Ihnen tagtäg­lich abver­langt werden – und die Sie natür­lich großar­tig und souve­rän bewäl­ti­gen – den kollektiv-humanitären Aspekt nicht verges­sen und Zeit und Muße für die Sorgen und Kümmer­nisse Ihrer Unter­ge­be­nen finden.
Ich selbst kann bestä­ti­gen, wie sehr Sie sich persön­lich und unter Aktivie­rung äußers­ter Kräfte für den Erhalt meiner Ehe einge­setzt haben, indem Sie meinen Angetrau­ten freund­lich, aber bestimmt darauf hinge­wie­sen haben, den guten alten Goldbrand zu konsu­mie­ren, statt teure und in der Wirkung minder­wer­tige Westpro­dukte zu konsu­mie­ren.
Auch Ihr diskre­ter Hinweis, doch lieber im trauten Heim als in „Rita‚s Broiler­bude“ zu trinken hat sich wohltu­end auf unsere Haushalts­kasse ausge­wirkt und so erfreut mich mein Angetrau­ter schon nachmit­tags mit genuschel­ten Lobre­den auf Ihre werte Person, statt auf der Straße randa­lie­rend auf Helmut Kohl zu schimp­fen.
Den Lesern der Behör­den­nach­rich­ten sei unser Amt und natür­lich auch unser aller Mäzen wärms­tens empfoh­len und wir wollen auch seinen inzwi­schen schon fast legen­dä­ren tägli­chen Ausspruch in unsere Herzen schlie­ßen: „Immer Mensch bleiben!“

Es grüßt Sie in dankba­rer Unter­ge­ben­heit

Sch. Leim

P.S.: Ich backe am Diens­tag lecker Würst­chen im Schlaf­rock für das mittwöch­li­che Vesper­es­sen!

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5 Torsten April 7, 2008 um 19:14 Uhr

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Sehr geehrte Frau Leim,

vielen Dank für Ihre aufschluß­rei­chen Zeilen. Es freut mich zu lesen, dass Sie das Problem mit Ihrem Ehemann inzwi­schen im Griff haben. Folgt er auch immer noch nicht dem Pfad der Tugend, so folgt er inzwi­schen doch wenigs­tens dem Pfad nach Hause. Es sind die kleinen Dinge, die zählen!

Wenn ich mir Ihren Beitrag so in Gänze betrachte (wobei ich nicht einmal wußte, das Sie inzwi­schen an das Fernmel­de­netz angeschlos­sen sind!), läßt sich sicher­lich auch in puncto Gehalts­er­hö­hung noch das ein oder andere in Ihrem Sinne bewegen … Sprechen Sie mich bei Gelegen­heit doch einfach noch einmal darauf an!

Mensch bleiben!

Ihr Amtsschim­mel

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