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Die X-Akten – Teil 2

by Torsten on 17. April 2008 · 3 comments

in Amtliche Bekanntmachungen, Träume in Technicolor

Aufgrund des übergro­ßen Inter­es­ses an grauen Bildern, und der schein­bar unstill­ba­ren Sehnsucht nach Infor­ma­tio­nen aus dem Nähkäst­chen, bin ich zu einem mögli­cher­weise folgen­schwe­ren Entschluß gekom­men: Ich habe mich durch­ge­run­gen, weitere streng­ge­heime X-Akten, die bisher schein­bar zu Unrecht ein farblo­ses Dasein im Keller des Verges­sens friste­ten, der Öffent­lich­keit preis­zu­ge­ben. Exklu­sive Dokumente aus dem Innen­le­ben der Behörde; schockie­ren­des Material, das das Blut in den Adern gefrie­ren läßt; einzig­ar­tige Zeugnisse und Belege von unglaub­li­chen Vorkomm­nis­sen! Ab heute heißt es wieder: Behaup­ten Sie nicht, Sie hätten nichts davon gewußt! Sie sind bereit? Bitte klicken Sie auf

Der furiose Start der Börde­be­hörde mit mehr als 2 Besuchern täglich, hat sich auch in Punkto Fanpost bemerk­bar gemacht. Jede Woche geht mindes­tens ein Brief ein, der von kompe­ten­ten Chefse­kre­tä­rin­nen in Kittel­schür­zen inhalt­lich kompe­tent und typogra­phisch opulent beant­wor­tet wird. Die Schreib­ma­schine ist eine Dauer­leih­gabe des Kultur­his­to­ri­schen Museums Magde­burg. Wir planen die Umstel­lung auf ein moder­nes Rechen­zen­trum in den nächs­ten Monaten, das hängt aller­dings nicht zuletzt von der Betei­li­gung (und dem Bargeld) der Leser ab.

Eben jener gerade erwähnte Ansturm der zahlungs­kräf­ti­gen Bevöl­ke­rung ist auch dafür verant­wort­lich, das die Behörde seit neues­tem gezwun­gen ist, Eintritts­kar­ten zu verkau­fen. Die Nachfrage nach Lese- und Lausch­plät­zen war einfach zu groß. Ein kleiner Tipp: Die unwesent­lich teure­ren Logen­plätze sind durch­ge­hend beheizt, beinhal­ten ein alkohol­hal­ti­ges Freige­tränk eigener Wahl sowie die Begrü­ßung per Handschlag durch unseren Hausmeis­ter. Außer­dem darf geraucht werden! Übrigens: Recht­zei­ti­ges Kommen sichert die besten Plätze!

Das hätten sich diese Zuspät­ge­kom­me­nen mal besser hinter die Ohren geschrie­ben, denn: Die wie immer ausver­kauf­ten Plätze in der Börde­be­hörde sorgen bei den Enttäusch­ten für lebhafte Diskus­sio­nen. Für die Frustier­ten steht natür­lich profes­sio­nelle psycho­lo­gi­sche Beratung bereit. Ein trauri­ges Bild.

Wenn drin ist, hat’s geschafft: Nach kurzer Begrü­ßung und allge­mei­nem Hallo! startet eine der belieb­tes­ten Veran­stal­tun­gen in der Börde­be­hörde, die wöchent­lich statt­fin­dende Tombola. Die Haupt­preise der letzten Woche waren 1 Glas Börde-Leberwurst, 1 Sack Rotwurst, 1 formschö­ner Radio­we­cker und ein fast neuwer­ti­ges Mifa-Klapprad.

„Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“, dieser Satz gilt ohne Abstri­che ebenso für die engagier­ten Mitar­bei­ter der Börde­be­hörde. Hier Heraus­ge­ber Torsten F. („Mensch bleiben!“) mit einem Mitar­bei­ter bei den ersten Tests für die zukünf­tige Erstel­lung eines Podcasts.

Mit dem Erfolg kommen natür­lich auch die Schat­ten­sei­ten des Ruhms: Drogen, schlechte Laune und – genau – Groupies. Mit Tapfer­keit und Anstand jedoch, hielten die Mitar­bei­ter bisher fast jeder Versu­chung stand.

Soweit der zweite Einblick in die dunkels­ten Geheim­nisse der Börde­be­hörde.
Teil eins liegt für die Nachzüg­ler hier bereit.

Bleiben Sie uns gewogen!

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1 Andreas April 17, 2008 um 18:13 Uhr

Vielen Dank für Ihre letztens ausge­spro­chene Einla­dung, der ich natür­lich folgen musste und so in den Hochge­nuss festli­cher Akkor­de­on­klänge und feier­li­chen Gesän­gen in einwand­freiem thürin­gi­schem Akzent gelangte.
Für die Bereit­stel­lung ihrer neuer­li­chen tiefen Einbli­cke in das rege und abwechs­lungs­rei­che Behör­den­le­ben danke ich ergebenst!
Ein wenig neidvoll blicke ich auf den Gewin­ner des wunder­bar exqui­si­ten Mifa-Rades, ich fuhr bis vor kurzem noch Diamant 🙂

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2 Jule wäscht sich nie April 17, 2008 um 23:43 Uhr

Bollwer­ker! Mein Herz mach auf, die Tür laß zu. Was ein liebe­voll gestal­te­ter Beitrag, der mir senti­man­tal melan­cho­li­schem Pionier­mäd­chen die sozia­lis­tisch strah­len­den Augen bewäs­sert. Sei bebol­lert und bedankt für diesen lohnens­wer­ten handwerk­lich hervor­ra­gen­den Beitrag zu meinem „Kampf dem Kapita­lis­mus“ Leben im westli­chen Bildungs­exil.

Weiter so und auch gerne anders. Herein­ge­schaut und mitge­macht!

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