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Abenteuer Wildnis – Da hilft auch kein Fleckensalz

by Torsten on 23. Juli 2008 · 1 comment

in Musik

Ich bin kein großer Freund von Dissen und Verris­sen, aber was ausge­spro­chen werden muß, muß ausge­spro­chen werden. Als dann:

Wie es aussieht, wenn man zuviel Deutsch­pop inhaliert hat, selbst gern welchen machen würde, nur offen­sicht­lich keiner­lei Talent dafür hat, kann man sehr gut an Abenteuer Wildnis aus Karls­ruhe beobach­ten. Die Band macht laut eigener Aussage „Schwe­ben­den Gitarren-Pop mit deutschen Texten“. Diese Aussage würde ich bis auf die Schwe­be­rei sogar unter­schrei­ben. Da schwebt leider überhaupt nix, da windet sich doch eher was auf dem Boden, nämlich mein Magen. Große Lyrik à la „Dein Duft in meiner Nase, macht in meinem Kopf ‚ne Blase“ unter­legt mit 08/15-Gitarrenpop. Ja ja, die spür ich auch schon, die Blase, hab ihnen wohl zu lange zugehört. Übrigens kommt ein Refrain mit dem Text „Wir mischen unsere Sachen jetzt“ nur wirklich gut, wenn man astrei­nes Hochdeutsch spricht. Alles andere klingt einfach … sch… auber­haft. Die Rumham­pe­lei haben die Jungs ganz offen­sicht­lich bei Liquido abgeguckt. Kommt nur gut, wenn’s tatsäch­lich aus der Hüfte kommt… gewollt ist noch lange nicht gekonnt.

Sehr lesens­wert auch das Presse­info der Band, zweifels­ohne von Rosamunde Konsa­lik verfasst:

Was passiert, wenn man Schlag­zeug, Bass und Gitarre gemein­sam in eine Wäsche­trom­mel steckt? Alles Überflüs­sige wird wegge­wa­schen und heraus kommt: Musik auf dem Punkt. Songs in die man immer wieder gerne hinein­schüpft. Die klaren Riffs und trocke­nen Beats von Abenteuer Wildnis brauchen keinen Weich­spü­ler und gehen auch bei wieder­hol­ten Wasch­gän­gen nicht ein. Ungebü­gelt und doch voller Sanft­heit setzen sich die Songtexte sofort fest und gehen so schnell nicht mehr raus. Da hilft auch kein Flecken­salz. Viel Spaß beim Tragen! Über AW: „…die Musik von Abenteuer Wildnis ist verspielt und vielfäl­tig, mit Sinn fürs Detail und Refrains, eingän­gig und nie die Vier-Minuten-Grenze überschreitend…Clever spielen sie mit den besten Momen­ten jener Zeit, die dem deutschen Pop einen eigenen Weg jenseits von ZDF-Hitparade und Mainstream­rock wies…“ (Badische Zeitung) „…zärtli­che Gitarren-Pop-Hymnen, die von unerfüll­ter Liebe und Ungewiss­heit singen, herzer­wei­chende Liebes­er­klä­run­gen an irgend­je­mand da draußen.“

:mrgreen: Is klar, Jungs. Wer nach „Genuß“ des Videos immer noch nicht genug hat, kann sich hier weiter quälen lassen. Verkauft die Instru­mente und lernt was vernünf­ti­ges. Abenteuer Wildnis? Da bleib ich doch lieber zuhause…




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1 Ettevlov September 22, 2009 um 23:33 Uhr

o.k. auch dillet­tan­ten müssen irgend­wie geld verdie­nen, sonst würden sie sie nicht überle­ben und die spezies wäre ausge­rot­tet. das wollen wir doch alle nicht, denn wo bliebe dann unser eigenes selbst­be­wußt­sein?

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