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Gemma Hayes

by Torsten on 24. Juli 2008 · 0 comments

in Musik

Ja, ich gebe zu, ich bin befan­gen. Wer so – beinahe überir­disch – hübsch aussieht, wie Gemma Hayes das tut, hat es wahrschein­lich deutlich leich­ter, mit seinem (bzw. ihrem) musika­li­schen Können bei mir zu punkten. ‚Ne hübsche Frau und ‚ne Gitarre, und ich bin hin und wech, dann wieder wech und wieder hin. Könnte eventu­ell daran liegen, daß ich ein Mann bin. Schreck­lich. Schließt mich also vollkom­men zu Recht in eure anti-chauvinistischen Bannflü­che ein, aber bitte lauschet und frohlo­cket, Frau Hayes kann tatsäch­lich singen – und wie sie das kann!

Someti­mes a melody and a chord change just break your heart and there’s no words to describe that. And when you do use words it seems to make it into a square box again.

Im August 1977 das Licht der Welt erbli­ckend, wuchs Gemma Hays im vermut­lich schönen Örtchen Bally­po­reen in Irland auf. Schon in ihrer frühes­ten Kindheit war sie stets und ständig von Musik umgeben; ihr Vater war Keyboar­der in einer lokalen Band, ihre Geschwis­ter begeis­ter­ten sich ebenso früh für Musik. Acht Kinder hat die Familie Hayes insge­samt, alle mit unter­schied­li­chem Musik­ge­schmack, die Gründung einer Big Band oder eines Kinder­cho­res kam also nicht in Frage.

You’d have Davey Spillaine coming from one room, Fleet­wood Mac from another and AC/DC from another, and it would all just meet as a huge mush. And I would hear melodies that I liked all of the time, without really knowing who it was, or what kind of music it was.

Bally­po­reen ist ein kleines Kaff mit 500 Einwoh­ner, einer Straße, ein paar Häusern und einem Tante Emma-Laden. Nichts, woran man sich festhal­ten könnte. „Es gibt ein Schlaf­zim­mer, ein Wohnzim­mer, in dem dein Vater die ganze Zeit sitzt und raucht. Die Küche, in der sich deine Mutter den ganzen Tag aufhält und einen Raum mit einem Piano. So endete ich sitzend am Piano und versuchte der Einsam­keit zu entflie­hen.“

An der Univer­si­tät in Dublin fand sie eine Freun­din die ihre Beses­sen­heit für Musik teilte. Und die Gitarre spielte. Infiziert vom Gitarren-Virus geriet das Studium ins Hinter­tref­fen, am Ende gab es nur einen Gewin­ner: Die Gitarre. Gemma verließ die Univer­si­tät.

The only thing I loved in life was music and I reali­sed I had to make a choice to go with it.

In den nächs­ten Jahren hielt sie sich tagsüber mit einem Job in einer Wäsche­rei über Wasser, um nachts die Clubs in Dublin mit ihrer Gitarre zu beackern. Nach ersten wohlwol­len­den Kriti­ken durch Fans und Fachpresse wurde sie zuneh­mend der Akustik­gi­tarre überdrüs­sig und gründete ihre erste eigene Band. Ihre erklärte Vision: die Singer-/Songwriter-Traditionen ihrer akusti­schen Songs mit den harmo­ni­schen Mißklän­gen ihrer erklär­ten Vorbil­der My Bloody Valen­tine zu verbin­den.
2001 erschien ihre Debüt-EP 4:35am, ein entspann­tes komplett akusti­sches Werk in der Tradi­tion einer Joni Mitchell oder Joan Baez. Die zweite EP Work to a Calm hinge­gen, zeigte eher die dunkle, dishar­mo­ni­sche und elektri­sche Seite ihres Werkes.
Nach ausge­dehn­ten Touren durch Irland, unter anderem zusam­men mit Beth Orton, Rufus Wainw­right und David Gray, gewann die Band zuneh­mend die Herzen der Fans und Kriti­ker. Nächs­ter Höhepunkt war die Veröf­fent­li­chung des Debüt­al­bums Night on my Side, einer „musika­li­schen Reise ins Ich“, im Jahre 2002.
Bis heute sind insge­samt drei Alben erschie­nen, die ich hier wie immer aller­wärms­tens und guten Gewis­sens empfeh­len kann. Gute Unter­hal­tung!
[unter Verwen­dung dieser Quelle]


Offizi­elle Homepage
Gemma Hayes @ last.fm
Gemma Hayes @ myspace



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