Ferien im Nirgendwo

von Torsten am 5. September 2008 · 0 Kommentare

in Kraut und Rüben

Die Behörde bekommt neue Nachbar­schaft. Direkt vis-à-vis unseres funktio­nalen Bombast­baus zieht ein "jung geblie­benes Paar aus Oberursel" ein. Ein Ortsname, den ich mir nicht besser hätte ausdenken können. Zur Begrü­ßung der neuen Nachbar­schaft, war das jungge­blie­bene Paar so freund­lich, mir als Nachbarn folgenden Handzettel in den Postkasten zu werfen:

(Zum Vergrö­ßern bitte anklicken.)

Liest sich doch soweit recht sympa­thisch, oder? Gut, über die zu findende "Heilung" könnte man disku­tieren, aber ehrlich gesagt sind mir ein paar vielleicht esote­ri­sche Spinner lieber als ein Haufen beton­köp­figer Börde­buben mit Schmir­gel­seelen aus Stahl­wolle. Außerdem suchen wir ja alle nach Heilung, okay, fast alle. Überhaupt braucht dieses/r Dorf/Land/Planet (hier Ort eurer Wahl einfügen) viel mehr Spinner.

Was mir etwas Sorge macht, ist die geplante Vermie­tung an Ferien­gäste. Irgendwie scheint mir in der Börde zwar nicht unbedingt der sprich­wört­liche Hund begraben, aller­dings sind wir vom Gehalt an Attrak­tionen oder Freizeit­ge­stal­tungs­mög­lich­keiten doch ein ganzes Stück von z. B. New York oder der Ostsee­küste entfernt.

Ich erkläre hiermit an Eides statt, daß ich für "Garten­ar­beit, Reiner­hal­tung und nach dem Rechten sehen" leider keine Zeit habe. Ich verspreche aber trotzdem, nebenbei immer ein bis zwei wachsame Augen auf das gegen­über­lie­gende Grund­stück zu werfen, schon im eigenen Interesse.

Wer also zukünftig plant, die Börde näher in Augen­schein zu nehmen, kann kosten­günstig bei meinen zukünf­tigen Nachbarn unter­kommen. Ich werde bei Gelegen­heit mal mit den beiden reden, vielleicht läßt sich ja ein zünftiges Event­paket schnüren: Ferien in der Mühle, inkl. Besich­ti­gung der Börde­be­hörde + Kurs für zukünf­tige Blog-Autoren: "Schöner schreiben durch die Kraft von Rüben und Korn".

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