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Buch der Woche: Teuflisches Genie – teuflische Verarsche!

by Zora on 12. September 2008 · 1 comment

in Zoras Bücherkiste

Aus Zoras Bücher­kiste:

„Teuflisches Genie“
Catherine Jinks

Kurzbeschreibung:
Mit sieben Jahren lernt Cadel, wie man sich in Computernetzwerke hackt. Mit acht legt er schon ganze Städte lahm. Und mit vierzehn beginnt er seine Ausbildung am AXIS-Institut, wo Spionage, Sabotage und Giftmord auf dem Lehrplan stehen. Sein Ziel: eines Tages die Weltherrschaft an sich reißen und damit den Traum seines Vaters erfüllen, eines ebenso brillanten wie eiskalten Verbrechers. Da gibt es nur ein Problem: Cadel soll durch und durch böse sein – und ist eigentlich ein richtig netter Junge …
Über die Autorin:
Geboren 1963 im australischen Brisbane, hat mittelalterliche Geschichte studiert und arbeitete als Journalistin, bevor sie begann, historische Romane und Kinderbücher zu schreiben. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter in den Blue Mountains.


Gleich vorweg: Ich hab es nicht gekauft! Glück­li­cher­weise bin ich Mitglied der Biblio­thek und muss mich deshalb deutlich weniger über Fehlkäufe ärgern.

Die Story (siehe Beschrei­bung) ist schnell erzählt und enttäuscht spätes­tens dann, wenn der geniale, böse Junge zum netten Knaben mutiert. LAAAANGWEILIG! Dabei war die Idee so gut! Zeitwei­lig erinnerte der Unter­richt am AXIS-Institut an eine Hogwarts-für-böse-Kids-Version und auch da wurde von der Autorin vieles verschenkt.
Alle Figuren sind platt wie Vinyl­schei­ben, können trotz Verwir­rungs­spiel­chen (isser nun gut, oder isser nun böse?) keinen Zugang zum Leser finden und wenn sie sterben, dann sind sie eben einfach tot.

Wo die Hoffnung anfangs noch in Richtung Umbruch der Weltherr­schaft, Sieg des Bösen und geniale Intri­gen ging, schwapp­ten bald lustlose Wellen bigot­ter Wesens­än­de­run­gen zum vermeint­lich Guten den Rest der Spannung hinweg. Die auf Mitleid und Sympa­thie getrimmte Biogra­fie des Knaben konnte mich nicht überzeu­gen, da sie viel zu konstru­iert und allzu emotional-triefend daher kam. Abgese­hen davon gibt es jede Menge Ungereimt­hei­ten und Un-Logismen, der Schreib­stil will Anspruch zeigen und ist doch nur seichte Unter­hal­tung. Den von anderen Lesern entdeck­ten schwar­zen Humor und Witz konnte ich nicht entde­cken, unter Skurri­li­tät verstehe ich etwas anderes und meine einzige Sorge ist die, noch zwei derar­tige Machwerke in der Biblio­thek meines Vertrau­ens zu finden, da das Erstlings­werk als Auftakt zu einer Trilo­gie angekün­digt wurde.

Gott schütze uns alle!

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1 Torsten Oktober 6, 2008 um 23:10 Uhr

War heute in der Biblio­thek. Vom Inhalt mal abgese­hen, das Buch sieht fantas­tisch aus! Schwarz einge­färbte Seiten­rän­der (im zugeschla­ge­nen Zustand) hab ich noch bei keinem Buch gesehen, und ich sehe schon beruf­lich jede Menge Bücher. Muß mich mal schlau machen, ob es sowas überhaupt sonst noch gibt. Fazit: Tolle Optik, Inhalt wohl so lala… 😉

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