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Magdeburg überrascht mit Katzengold

by Torsten on 30. September 2008 · 6 comments

in Musik

Vor ein paar Wochen stieß ich bei der Google-Suche nach dem „Magde­bur­ger Dialekt“ zufäl­lig auf den ebenso unter­halt­sa­men wie zutref­fen­den Stupidedia-Eintrag zu Magde­burg. Der ist natür­lich ironisch überspitzt, trifft aber in seiner Bösar­tig­keit mitten ins Mark des Machte­bur­jers. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.

Umso schöner, daß Magde­burg trotz seiner hohen Deppen­dichte gelegent­lich auch positiv überra­schen kann.

Zum Beispiel mit Katzen­gold.

Laut Eigen­aus­sage „eine junge Magde­bur­ger Band, welche sich gegen Ende des Jahres 2006 formiert hat.“ Die Goldkat­zen bezeich­nen ihre Musik selbst als „elektro-akustischen Indie-Pop“. Das trifft es soweit auch ganz gut, ich würde als Referen­zen vielleicht noch die üblichen Deutschpop-Verdächtigen Wir sind Helden, Rosen­stolz oder Klee hinzu­fü­gen. Das ist nicht abwer­tend gemeint, Katzen­gold überra­schen tatsäch­lich mit recht anspruchs­vol­ler Popmu­sik. Sie werden sicher nicht meine neue Lieblings­band werden, aber für zwischen­durch (oder zum Beispiel am Sonntag­mor­gen) ist ihr Indie-Pop doch mehr als angenehm.

Das Beste: Die Katzengold-Songs sind legal und kosten­los auf der Homepage der Band erhält­lich.

Um die Kurve zum Anfang diesen Artikels zu bekom­men, rate ich jedem (gebür­ti­gem) Magde­bur­ger an einer einiger­ma­ßen korrek­ten hochdeut­schen Ausspra­che zu arbei­ten. Zumin­dest wen ihm (oder ihr) ein Mikro unter die Nase gehal­ten wird. Nichts ist schlim­mer, als Radio-oder TV-Reportagen vom Breiten Weg, direkt vorm Karstadt.
Unter uns können wir ja weiter jedes „g“ zu einem „j“ machen, auch wenn der Machte­bur­jer Dialekt wirklich janz furcht­bar klingt.

{ 6 comments… read them below or add one }

1 Marcus September 30, 2008 um 11:17 Uhr

Na, bei euch scheint es ja genauso zu zugehen wie bei uns. Außer das der Dialekt hier noch 3 mal blöder ist. Naja, dafür sind wir ja die reichen Süddeut­schen das heißt hier kann man doppelt so viel saufen um das dann zu kompen­sie­ren. :mrgreen:

Oft wenn ich hier durch die Stadt laufe rattert mein Hirn Mantra­gleich „You are the reason i hate people, you are the reason.…“. Geht das noch jemand so oder muß ich nur Angst vor mir selbst haben?

Grüße

Marcus

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2 Torsten September 30, 2008 um 11:30 Uhr

Oh, ich bin nicht allein mit dem Gefühl! Du mußt also keine Angst vor Dir selbst haben, sondern vielleicht lieber dankbar sein. Dankbar für den schma­len Grat, der uns vom Amoklau­fen trennt. 😯

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3 Jule wäscht sich nie September 30, 2008 um 12:48 Uhr

Warum schämen sich eigent­lich alle für ihren Dialekt. Ich finde eine sprach­li­che färbung hat etwas sehr charman­tes und schönes..müssen alle hochdeutsch reden? wie langwei­lig ist das denn? seit stolz auf Sachsen- Anhalt denn es stirbt aus.

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4 Torsten September 30, 2008 um 16:44 Uhr

Den Glauben, das die regio­nale Sprach­fär­bung charmant und schön klingt, würdest Du nach einem Besuch hier sofort verlie­ren. :mrgreen: Dialekt allein mag ja auszu­hal­ten sein, wenn die zugehö­ri­gen Menschen nett und sympa­thisch wären. Aber die Kombi­na­tion aus Dialekt und dem Dasein als Hackfresse macht die ganze Sache nochmals deutlich unerträg­li­cher. Ein Teufels­kreis!

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5 Jule wäscht sich nie September 30, 2008 um 17:25 Uhr

nun gut..das mag ein argument sein.trotzdem halte ich die fahne für dialekt gaaaaa­anz hoch..jawoll

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6 Jule wäscht sich nie September 30, 2008 um 17:33 Uhr

Sch sare dadersu nüschds..wie wir Thürin­ger gern sagen:))

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