Schreibblockade

by Torsten on 10. Oktober 2008 · 4 comments

in Kraut und Rüben

… nicht, daß sich noch jemand wundert. Ich leide gerade an einer Schreib­blo­ckade. Amtlich bestä­tigt von meinem Leibarzt, Dr. Mongulus Mesopo­tamia zu Tosstenhoussen.

Mir fällt partout nichts ein, worüber man schreiben könnte. Musika­lisch mach ich ohnehin eher gerade einen Ausflug in die siebziger und achtziger Jahre, deshalb auch dort nix neues. Die Behörde steht noch, morgen muß ich den Garten abfackeln. Oder nur die Garten­ab­fälle, mal sehen… Ach ja, mein Quark 7 auf’m Mac startet nicht mehr, was mir seit ca. 3 Stunden den letzten Nerv raubt. Aber ich fürchte, da kann mir niemand weiter­helfen. Warum gestalten Software­her­steller die Instal­la­tion von Original-Software eigent­lich so grauen­haft umständ­lich? Zuerst einen ellen­langen Valdi­die­rungs­code eingeben, um gleich danach die upzuda­tende Vorver­sion auszu­wählen. Die natür­lich nicht „zum Update zugelassen ist“. Zumin­dest nicht heute, beim letzten Mal hat’s noch funktio­niert. Ich würd’ glatt zur Raubkopie greifen, wenn ich denn eine hätte. Grauen­haft. Warum muß das Leben im allge­meinen und die Software-Installation im beson­deren immer so furchtbar kompli­ziert sein?

Ach ja, gestern beim Abwaschen fiel mir eine schöne Zeile zur Finanz­krise ein:

Wir verstaat­li­chen Simone.

Wenn ich mich recht erinnere, ist das ein Titel von Foyer des Arts. Ich bin gerade zu faul zum googlen, gehe also einfach mal ganz wagemutig davon aus, daß ich Recht habe. Recht haben und Recht bekommen sind übrigens zwei Paar Schuhe. Meine sind ziemlich kaputt, schon mehrmals genäht, geklebt und geputzt. Aber ich liebe sie, ich kann mich einfach nicht von meinen alten Tretern trennen. Trennten sich Täter nach der Tat von Tretern, sie würden wohl seltener von der Polizei geschnappt. Trügen Täter tolle Treter, wäre das Verbre­chen zwar immer noch böse, aber zumin­dest im Fußbe­reich deutlich ansehn­li­cher. Täten Täter in tollen Tretern Tango tanzen, ist wahrschein­lich die Musik gut. War das jetzt gerade „Clustering“?

Was schlägt Wiki eigent­lich zur Überwin­dung der Schreib­blo­ckade vor?

Anerkannte Techniken und Tipps, um Schreib­blo­ckaden zu vermeiden oder zu überwinden:

  • viel schreiben, tägliche Erleb­nisse festhalten usw.
  • (zunächst) nicht auf stilis­ti­sche Perfek­tion achten, sondern schreiben, „wie der Schnabel gewachsen ist“
  • Korrek­turen erst durch­führen, wenn eine erste Fassung halbwegs vollständig ist
  • erst ausrei­chende Kennt­nisse über den Gegen­stand sammeln
  • vor dem Schreiben einen Plan machen, der die Inhalte ordnet, z.B. durch eine Mindmap oder mit einem Zettelkasten
  • äußere Störfak­toren und Ablen­kungen so gut es geht ausschalten
  • persön­liche Probleme vorher bearbeiten
  • Cluste­ring: einen zentralen Begriff auf ein Blatt schreiben, weitere Begriffe assozi­ieren und durch Linien mitein­ander verbinden
  • über die Schreib­blo­ckade mit anderen reden oder darüber schreiben
  • nicht zu sehr über die Schreib­blo­ckade grübeln, sondern nach Lösungen suchen

Der vorletzte Punkt gefällt mir am besten.

Ähnliche Akten aus dem Keller der Behörde:

{ 4 comments… read them below or add one }

1 Alex 12. Oktober 2008 um 18:15

Joa, geht mir gerade ähnlich. Aber dein Eintrag war Anstoß für den meinigen ;)

2 Jens 15. Oktober 2008 um 20:09

Torsten?

3 Torsten 16. Oktober 2008 um 07:16

Ja? Ich bin all hier!

Demnächst fällt mir vielleicht wieder mehr ein und ich berichte von der inzwi­schen voll-verstaatlichten Simone oder anderem Unbill! Will jemand meinen faulen Kredit kaufen? Wie war der Urlaub Jens?

4 Jens 18. Oktober 2008 um 22:33

Ich habe die Gastfreund­schaft von Bruce in vollem Umfang genossen. :mrgreen: Er hat mir „Juno“ von Dir schmack­haft gemacht und geborgt :smile: Jetzt bin ich gespannt…

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