Rank und schlank dank Superpunk!

by Torsten on 26. Oktober 2008 · 14 comments

in Musik

Baby, ich bin zu alt! war aber trotzdem gern zu Gast im Universum der Top-Old-Boys: Super­punk gaben sich die Ehre. Gestern Abend im Magde­burger Projekt 7. Die fünf Herren aus Hamburg (Hamburch, Alter, Hamburch!) überzeugten die leider nur knapp fünfzig zahlenden Gäste mit ihrer mitrei­ßenden Mischung aus Northern Soul, Garage Rock, Power Pop und einer Prise Punk.

Toll zu sehen, daß 95% des spärli­chen Publi­kums wie verrückt tanzten, was die gefühlte Zuschau­er­zahl auf gleich das Fünffache anstiegen ließ. Sogar ich habe mich bewegt, wenn auch nur im Rahmen meiner Möglich­keiten. Also quasi irgendwo zwischen Holzklotz und Joe Cocker. ;-)

Ich bin nicht böse geboren, ich wollt’ nur neue Zähne für meinen Bruder und mich! Ein großes Danke­schön an die Herrschaften für einen wahrhaft famosen Abend zum absolut fairen Eintritts­preis von 10 Euro. Freund Jens mußte zwar irgendwie auch noch in Natura­lien bezahlen, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Äpfel und Kartof­feln die Band auch wirklich erreicht haben. Sollten Super­punk mal in Deiner Stadt sein, unbedingt hingehen, mit dem Köpfchen wippen und die Füße bewegen! Man kann einen ehrli­chen Mann nicht auf seine Knie zwingen! Niemals!!!

Nach dem Video noch ein feiner Text von der Superpunk-Homepage, inkl. legalem und kosten­losem Download der neuen Single „Das waren Mods“.

Superpunk-Single für lau!

www.superpunk.de: Es gibt Leute denen ist nichts peinlich. Erst jahre­lang die Punkma­sche durch­ziehen, aber sobald ein anderer Wind weht, so tun als sei nichts gewesen. Kaum ist die Punkwelle am abflauen, schickt sich die aus Bauern­lüm­meln und Berufs­wen­de­hälsen beste­hende Band „Super­punk“ an, dem hippsten Teil der Jugend, den Teenie­bop­pern und Hairhop­pern, ein X für ein U vorzu­ma­chen. Fast wünscht man sich, dass die Unsym­pa­then nach dieser 360 Grad Wendung mal so richtig auf die versof­fenen Schnauzen fallen. Leider wird sich die Erfolgs­ge­schichte der fünf Elbvor­or­tochsen auch mit dieser Nummer fortsetzen: Unter der Knute des DM Bob gelang den schmie­rigen Ranschmeis­sern in dessen urgemüt­li­chen „Art Store Studios“ an der Wohlwillstrasse/ Ecke 53ste ein weiterer Meilen­stein: Man nehme den Sound der frühen „Deep Purple“, spiele ihn schlampig, mische das Ganze mit sog. „Minimum R&B“ und schmecke dann mit einer Prise Balla Balla Lyrics ab. Danach nur noch ein paar Mal mit dem Kopp gegen die Wand und voila: „Das waren Mods“. Erhält­lich ist die Nummer ab Frühherbst in den Angeber­for­maten 7″ Vinyl Single (mit toller B-Seite, „New York USA“ in der Art Store Version) und als Gratis­down­load.

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{ 14 comments… read them below or add one }

1 Jens 26. Oktober 2008 um 20:20

Meine Äpfel sind so lecker, die frisst sogar mein Hund. Das ist die blanke Wahrheit - Alle meine Bekannten, Verwandten, Freunde, Tiere usw. müssen diese jährlich herbst­liche Euphorie mit mir teilen, ob sie wollen oder nicht. Auch Du, Torsten. Kartof­feln hab ich nicht, hatte ich auch noch nie. Ich bin zwar EX - Gärtner aber: Ich bin erstaunt darüber, dass in Deiner Börde­be­hörde nicht bekannt ist, dass Kartof­feln doch eher einen sandigen Boden genießen und nicht unseren fettigen, lehmigen, deutsch­land­weit benei­deten Börde­acker :smile: Ich hab´s aber auch noch nie probiert… :?:

Super­punk waren super, mein rechtes Knie ist ziemlich verka­tert vom Wippen! Danke für´s Fahren, ich übernehme gern wieder die nächste Tour zu Turbo­staat in die Factory.…

2 Torsten 27. Oktober 2008 um 15:48

Punkt 1: Habe heute zwei Äpfel in meinen Brust­beutel gepackt und bin damit zur Arbeit getigert. Diese Art von Brust­beu­tel­ta­sche, die wir früher immer zum Kinder­garten getragen haben. Mit dieser rauen Leder-Oberfläche, inkl. Geheim­fach für die 5 Mark Essen­geld. Wie hießen denn die Dinger, verdammt? Jeden­falls hab ich zwei Äpfel mit, die werde ich später verzehren und dabei vielleicht ein Stoßgebet des Dankes in Richtung Deines Heimat­dorfes schicken.

Punkt 2: Mein Garten hat monster­mä­ßigen heavy­weight Mutter­boden. Meine Oma hatte Kartof­feln darauf angebaut. Die waren mörder­mons­ter­mäßig gutschme­ckend. Noch Fragen?!

3 Jule wäscht sich nie 27. Oktober 2008 um 16:52
4 Torsten 27. Oktober 2008 um 18:02

Jaaaaaaaaaaaaaaa, hervor­ra­gend! Tolles Ding, und so praktisch!

5 Jens 27. Oktober 2008 um 19:32

Ich hab auch noch eine Brotta­sche, in grün - gelb. Vielleicht sollte ich die zukünftig auch wieder mit zur Arbeit nehmen… ( für Stullen und Tabak) Mein Bruder hatte sie geklaut und für alte Nägel verwendet - Schweinehund.

Ich werde Deine Kartof­feln im nächsten Jahr probieren :smile:

beste Grüße!

6 Torsten 27. Oktober 2008 um 20:43

Stulle. Tolles Wort, hab ich schon länger nicht mehr benutzt. Kennst Du Stulli, das Pausenbrot?

Muß ich jetzt Kartof­feln anbauen?

7 Jule wäscht sich nie 27. Oktober 2008 um 20:43

Ach jetzt bin ich ganz trurig dass ich die nicht mehr habe..die waren einfach toll. also Jens, hol die was dir gehört! und dann auf dem nächsten konzert haste alles am Mann und die neidi­schen Blicke sicher-zumindest von mir:))

8 Jule wäscht sich nie 27. Oktober 2008 um 20:46

@Torsten: Vati ist tot..das nenn ich pädago­gisch wertvoll. Mehr von Stulli und mehr Stullen für alle!

9 Torsten 27. Oktober 2008 um 21:23

Mehr von Stulli bzw. Rattel­schneck gibt’s vielleicht morgen.

Jens, die Äpfel sind saule­cker. Respekt.

10 Jens 27. Oktober 2008 um 22:22

Torsten: Ich weiß, wie gesagt, die frisst sogar… Aber Elling 3 und Winnie (Meerschwein und Karni­ckel) stehen auch voll drauf :smile:
Stulli ist großartig!

Hasen­stullen - schöner Bandname :smile: passt auch gut, verbraucht und alt :smile:

Kartof­feln unbedingt - ABER wie gesagt, ich bin EX - Gärtner!!!! Ich empfehle die Sorte „Linda“, gibt´s beim Biohändler in Erxleben immer, fantas­tisch - wirklich!

Jule: Hab ich bereits gemacht, die Verwen­dung war mir bisher unklar…Ich denke auf Arbeit gibt es verständ­nis­lose Gesichter…
Zum nächsten Konzert - gute Idee ABER: würdest Du die seitlich oder frontal tragen??

11 Jule wäscht sich nie 27. Oktober 2008 um 22:29

Also bis 12 Jahre frontal danach seitlich schön eng unterm Arm. Aber wenn du ne echt coole Sau bist, wovon ich jetzt mal einfach ausgehe- ich sage nur Äpfel und Kartof­feln, was kann cooler sein als das?- dann trägst du die auch jetzt noch-ich nehme an du bist älter als 12- frontal und scherst dich einen Dreck um verstörte Blicke und Gelächter, sondern verteilst nimm2 frisch aus der Brotta­sche und lächelst einfach. Also ich würde dahinschmelzen.

12 Jule wäscht sich nie 27. Oktober 2008 um 22:31

Ich bin jetzt schon Stulli süchtig, verdammt! Vati ist tot-der neue Spruch fürs T-Shirt..vielleicht doch zu makaber zum Spazier­gang im Park. naja

13 Jens 28. Oktober 2008 um 19:13

Du hast die echt bis zum 12. Geburtstag frontal, getragen? RESPEKT!
Das mit den Bollchen ist aber eine super Idee, Danke!

14 Jule wäscht sich nie 28. Oktober 2008 um 19:39

Bollchen ist auch ein herziges Wort und so schön lokal…hier heisst es Kamelle und fliegt einem im Februar immer an den Schädel. Ich glaub ich kannte damals gar keine andere Tragweise..bis der Ranzen kam oder so. Jetzt will ich nimm2 haben, verdammt.

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