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Let’s make Money

by Torsten on 1. November 2008 · 3 comments

in Der gute Landfilm

Vorges­tern startete der neue Film des öster­rei­chi­schen Filme­ma­chers Erwin Wagen­ho­fer („We feed the world”) in den Kinos. „Let’s make money” heißt er und er startete genau zur richti­gen Zeit, denn er setzt sich mit den verhee­ren­den Folgen des neoli­be­ra­len Turbo­ka­pi­ta­lis­mus und der weltwei­ten Finanz­wirt­schaft ausein­an­der.

Einige lesens­werte Kriti­ken zum Film:

Tagesspiegel.de

Filmstarts.de: „Fazit: Mit „Let’s Make Money“ ist Erwin Wagen­ho­fer eine beinahe geniale Analyse des heuti­gen neoli­be­ra­lis­ti­schen Finanz­sys­tems gelun­gen.“

Kino.de

Und ein inter­es­san­tes Inter­view mit dem Regis­seur in der Tages­schau: „Getrie­bene in einem unmensch­li­chen System”.

{ 3 comments… read them below or add one }

1 SomeVapourTrails November 1, 2008 um 12:10 Uhr

Braucht es so einen Film überhaupt? Ist das Betrach­ten jener Doku nicht eine Augen­aus­wi­sche­rei? Wir wissen doch, dass die Weltwirt­schaft heute genauso wie zu Zeiten von Kolonien auf Ausbeu­tung beruht. Seien es Sklaven­ar­beit oder der Raubbau der Boden­schätze. Wir wissen, dass ein Kleidungs­stück bei KiK wohl deshalb so günstig ist, weil die Arbeits­be­din­gun­gen und das Lohnni­veau in den Produk­ti­ons­län­dern sehr unter­durch­schnitt­lich sind. Da hilft auch ein Code of Conduct wenig, zu welchem sich viele Unter­neh­men verpflich­tet haben. Er verhin­dert ledig­lich nur die schlimms­ten Auswüchse. Unser Hausver­stand sagt uns, dass es Verlie­rer in der Globa­li­sie­rung gibt, doch solange wir unser Konsum­ver­hal­ten nicht ändern (können), solange wird es diese Verlie­rer weiter geben. So bizarr es klingen mag, scheint die Wahrheit doch so, dass allge­mei­ner Wohlstand in Europa und USA wohl eher dazu führen könnte, dass die derzeit vorherr­schende Billig­lohn­po­li­tik in Billig­lohn­län­dern geändert würde. Kehren wir global vernetz­ten Konzer­nen den Rücken und orien­tie­ren wir uns wieder regio­nal. Solch Verhal­ten würde die heimi­sche Wirtschaft stärken, solch Konsum­ver­hal­ten würde mehr heimi­sche Arbeits­plätze und breiten Wohlstand bringen. Der positive Neben­ef­fekt für ausge­beu­tete Länder wäre insofern gegeben, als dass diese dadurch den Fängen der gröbs­ten (westli­chen) Ausbeu­ter wohl entkom­men würden und ein eigenes Wirtschafts­sys­tem etabliert werden könnte.

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2 Vero November 6, 2008 um 04:34 Uhr

Sehr empfeh­lens­wer­ter Film… Ebenfalls sehr zu empfeh­len ist übrigens „Gomor­rha“ (nach dem Buch von Roberto Saviano). Fazit (aus beiden Filmen): Wir leben in einer grausa­men Welt!

Stimme dem Kommen­ta­tor Nr. 1 übrigens in allen Punkten zu – die regio­nale Wirtschaft zu stärken statt Äpfel aus Neusee­land zu kaufen ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber wie formu­lier­ten Such a Surge es so treffend? Wenn dir stunden­lang Wasser auf die Stirn tropft, wirst du seh’n, es kann die Hölle sein! In diesem Sinne: Fröhli­ches Tropfen! :mrgreen:

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3 Jule wäscht sich nie November 6, 2008 um 20:02 Uhr

Aber die Äpfel auch nur dann kaufen wenn sie saison haben..ansonsten werden die wochen­lang kühl gelagert und verbraucht wird im endef­fekt genauso viel CO2 wie wenn se aus Neusee­land kommen..das Thema ist sehr komplex und wie mans nich macht..manchmal kapitu­lier ich auch einfach nur und esse manda­ri­nen die gespritzt und herge­flo­gen werden kilome­ter­weit und überhaupt im winter..

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