Change is coming to the Dorfgemeinschaftshaus

by Torsten on 21. Januar 2009 · 4 comments

in Kraut und Rüben, Politik

Leider hab ich die gestrige Live-Übertragung der Amtseinführung des US-Präsidenten Barack Obama verpaßt (verdammter Spätdienst!). Jammerschade, denn es hätte mich wirklich interessiert. Gottseidank gibt’s ja das Internet und mit ihm Bewegtbild-Nachrichten…

Glaube, Liebe, Hoffnung, Erlösung, Erbarmen und Nächstenliebe – das sind die Eckpfeiler der gestern begonnenen Präsidentschaft des Barack Obama. Zumindest, wenn man den Medien glaubt. Übermenschliche Ansprüche werden an Obama gestellt: Guantanamo bitte auflösen (machbar), den Krieg im Irak und in Afghanistan beenden (unwahrscheinlich) und nebenbei noch die Rezession stoppen und die Finanzkrise lösen. Außerdem das Gesundheits- und Sozialwesen in den USA auf Vordermann bringen und das außenpolitische Desaster seines Vorgängers Schorsch Dabbeljuh durch Imagepflege (besser noch ein neues Image) korrigieren.

Dazu dann bitte eine Portion Weltfrieden, Weltfreude und Welteierkuchen. Das ganze bitte ohne Streß und schlechte Laune, dabei wirken und aussehen wie ein Popstar: immer schick, eloquent, galant und mitreißend.

Letzteres sollte für Obama allerdings eine Kleinigkeit sein, denn er wirkt rein äußerlich weitaus eleganter als die Horde von Sparkassen-Vize-Direktoren, die sich anschickt, unser Land zu regieren. Charme und Humor scheint er auch zu haben, außerdem noch volle Kanne Charisma. Soweit keine schlechten Voraussetzungen, in Zeiten, in denen Äußerlichkeiten und Darstellungsvermögen mehr zählen als Inhalte. 😉 Seinen politischen Sachverstand zu beurteilen will ich mir nicht anmaßen, aber ich denke, er wird es schon nicht nur aufgrund von Äußerlichkeiten bis zum Präsidenten gebracht haben. Insgesamt also nicht die schlechtesten Startbedingungen für den neuen Heiland Präsidenten.

Vielleicht schafft er es ja tatsächlich und macht diese Welt ein kleines bißchen besser. Ich behalte ihn jedenfalls im Auge, hier in den RTL-News in unserem Dorfgemeinschaftshaus (Puh, Kurve zur Überschrift mit frei erlogenem Text gerade noch bekommen!).

Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben.

{ 4 comments… read them below or add one }

1 Marcus Januar 21, 2009 um 20:05

Wo ich mir wirklich Sorgen mache ist die Frage ob die Spinner vom KKK (oder der CIA, oder ???[setzte 3 Buchstaben deiner Wahl die einen korrupten Geheimdienst oder eine Vereinigung von Schwachmaten ergibt ein]) ihm irgendwann eine Kugel in den Kopf schießen.

Aber auch ich hoffe das nun wirklich irgendwie irgendwas besser wird, ja das tue ich!

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2 Torsten Januar 21, 2009 um 20:12

Den Gedanken hatte ich gestern auch schon, ich hab wohl zuviele Hollywood-Thriller gesehen. 😉 Es braucht nicht einmal irgendwelche Scheiß-Rassisten oder einen Geheimdienst, ein religiöser (rassistischer/verwirrter/gestörter) Spinner würde schon reichen. Aber wir wollen den Deibel mal nicht an die Wand malen (er hat ja gestern gerade sein Amt verlassen, der Deibel!) sondern lieber ein bißchen hoffen. Hoffen tut gut, man muß auch mal hoffen dürfen! 😛

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3 jule wäscht sich nie Januar 22, 2009 um 14:38

wenn der das schafft was sein vorbild lincoln hingekriegt hat ist alles paletti..gestern kam auch ne schöne george satire..being W..schlimm allerdings dass da die angestrebte Satire zu weiten Teilen einfach die wahre Wahrheit gezeigt hat und wenn man lachen musste blieb einem eben dieses schon fast im Halse stecken weil der George wahrscheinlich genauso denkt..also möge das Obamarama über uns kommen mit Erlösung und love peace and harmony.

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4 Marcus Januar 22, 2009 um 21:16

May the schwartz be with him 🙂

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