web analytics

Unwort des Jahres 2008

by Torsten on 22. Januar 2009 · 0 comments

in Kraut und Rüben, Politik

Das „Unwort des Jahres“ 2008 steht fest. Es lautet

„notleidende Banken“

Aus der Begrün­dung der Jury: „Der Begriff „notlei­dende Banken“ stellt das Verhält­nis von Ursachen und Folgen der Wirtschafts­krise rundweg auf den Kopf. Während die Volks­wirt­schaf­ten in ärgste Bedräng­nis geraten und die Steuer­zah­ler Milli­ar­den­kre­dite mittra­gen müssen, werden die Banken mit ihrer Finanz­po­li­tik, durch die die Krise verur­sacht wurde, zu Opfern stili­siert.“

Die Begrün­dung bringt es auf den Punkt, immer­hin gibt’s ja inzwi­schen einen Rettungs­fond für die notlei­den­den Banken, Gratis-Unterkünfte für verarmte Manager an der Cote d’Azur und wenn’s ganz dicke kommt Pfand­leih­häu­ser für die Mercedes-, Audi- und BMW-Flotte. Fehlen nur noch Koks auf Staats­kos­ten, eine Suppen­kü­che für die Hunger­lei­der und ein paar tätschelnde Hände auf Versa­ger­köp­fen. Das könnte Mutti Merkel überneh­men. Wenn gar nix mehr geht, verstaat­li­chen wir eure Saftlä­den, wir lassen euch nicht hängen, verehrte Herren Manager! Kein Thema! Gern gesche­hen! Da nich für!

Auf den weite­ren Plätzen lande­ten „Rentner­de­mo­kra­tie“ (als die Renten um ganze 1,1% erhöht werden sollten, malte der ehema­lige Bundes­prä­si­dent Roman Herzog, selbst Bezie­her satter Alters­be­züge, das Schreck­bild eines Staates, einer „Rentner­de­mo­kra­tie“, in der „die Alten die Jungen ausplün­dern“.) sowie „Karlsruhe-Touristen“ (Diffa­mie­rung von Bürgern, die wieder­holt wegen der Verfas­sungs­ge­mäß­heit von Geset­zen das Bundes­ver­fas­sungs­ge­richt anrufen – ausge­rech­net durch den Vorsit­zen­den der Polizei­ge­werk­schaft R. Wendt.)

{ 0 comments… add one now }

Kommentar verfassen

Previous post:

Next post: