Vorsicht an der Bahnsteigkante,

by Torsten on 31. Januar 2009 · 5 comments

in Kraut und Rüben

es fährt ein Zug nach Nirgendwo!

Darin sitzen 20 kleine Chine­sen und ein Hund. Die wollen zur CeBit nach Hanno­ver und sind zu früh losge­fah­ren. Die CeBit ist nämlich erst im März oder so. Auf jeden Fall im Frühjahr. Jetzt haben wir aber noch Winter, das wußten die Chine­sen nicht. Von China aus betrach­tet, sieht die Welt ganz anders aus. Auch die Jahres­zei­ten. Der chine­si­sche Sommer entspricht dem mittel­eu­ro­päi­schen Winter und anders­rum. Wenn man dann noch zusätz­lich die Tempe­ra­tu­ren und die Tages­zei­ten tauscht und gut umrührt, ist die Verwir­rung komplett und die Uhr kaputt! Sowas macht nämlich nicht jede Uhr mit, nur die guten großen teuren aus der Schweiz, dem virtu­el­len Land!

Zurück zu den Chine­sen. Sie haben Pfand­fla­schen dabei. Pfand­fla­schen aus Baumwolle. Die sind zwar ökolo­gisch wertvoll, aber geträn­ke­tech­nisch eine Heraus­for­de­rung. Kurz nach der Abfahrt in Peking war die ganze schöne Orangen­brause bereits ausge­lau­fen. Da mußten unseren Herren Chine­sen (keine einzige Dame dabei, CeBiT!) auf lauwar­men Roibusch-Tee aus dem Mitropa-Wagen umstei­gen. So tranken sie den Tee und fuhren durch die Lande, sechs lange Wochen lang. Dabei kamen sie nicht nur zu ungewohn­ten Einsich­ten sondern auch zu eindeu­ti­gen Erkennt­nis­sen über Leben, Lust, Liebe und Compu­ter. Auf so einer langen Reise hat man nämlich unheim­lich viel Zeit und kann schön reflek­tie­ren, über das Leben, die Lust, die Liebe und schon wieder Computer.

Compu­ter sind überall, mein Ich ist im Compu­ter und eure Ichs sind auch schon drin. Außer­dem das Ich von Dr. Helmut Kohl und das Ich des Müllei­mers vor dem Markt­kauf in Haldens­le­ben. Beson­ders für das letzte Ich möchte ich mich ausdrück­lich bedan­ken, es erhellte meinen Nachmit­tag und zauberte einen morbi­den Hauch der Verwir­rung auf mein gramge­beu­tel­tes Antlitz.

Liebe Leser, vielen Dank für eure Aufmerk­sam­keit und für euer Umweltbewußtsein!


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1 Alex Februar 2, 2009 um 10:06

Schöner Eintrag, Danke! 🙂

Sowas gibts in HDL, in MD hab ich es noch nicht erlebt.

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2 jule wäscht sich nie Februar 2, 2009 um 15:14

noch nicht mal hier im Westen haben die so etwas..verdammt. aber da sieht man-oder eher west mal wieder wo ihre solida­ri­täts­zu­schläge hinein­ge­flos­sen sind und kann sich schön drüber aufregen..hehe. ausser­dem würde es den ganzen Flaschen sammeln­den Mitmen­schen den Tag doch sehr verschö­nern wenn dieses zauber­hafte Stimm­chen sich immer bedankt sobald jemand eine 25 cent Einweg­fla­sche aus ihr heraus­holt. die herum­ste­hen­den Passan­ten schauen in solch einer situa­tion eh immer bloss betre­ten nach unten..das wäre doch mal was.

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3 Torsten Februar 2, 2009 um 19:04

@ Alex: Danke, mein Mind mußte für diese Zeilen auch ganz schön bowlen. Ich werde in Zukunft wahrschein­lich noch mehr krude Texte schrei­ben, normal kann ja jeder! 😛

@ Jule: Die alte Parole „Überho­len ohne einzu­ho­len“ gilt eben auch heute noch. Außer­dem zahlen auch wir Ossis den Soli, das wird gerne mal verges­sen. Wenn ich also Soli zahle, möchte ich damit gern schwach­sin­nige Müllei­mer suppor­ten. Tolle Sache!

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4 jule wäscht sich nie Februar 2, 2009 um 20:47

eben..blühende landschaf­ten und sprechende müllei­mer hat uns doch mal jemand versprochen..also geniess es.

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5 jule wäscht sich nie Februar 2, 2009 um 20:49

und wenn ihr jetzt noch sprechende kaugum­mi­au­to­ma­ten bekommt dann komm ich wieder rüber..scheiss auf den westen.

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