Hackfressenüberdruß

by Torsten on 9. Februar 2009 · 7 comments

in Kraut und Rüben, Politik

In Gr*ß B*rnecke im Salzlandkreis wurde eine junge Frau erstochen. Ihr Ehemann türkischer Abstammung ist flüchtig. Die Lokalpresse berichtete darüber.

O-Ton einer Kollegin zu dieser Nachricht:

„Selbst schuld, was nimmt sie auch einen Kanaken!“

Manchmal, liebe Leser, helfen all die vielen Worte in diesem Blog nicht mehr weiter. Wenn ich solche Sätze höre, stell ich mir immer die Frage: Woran liegt’s? Was ist der Grund? Was ist die Ursache? Eine schwere Kindheit? Der farblose Osten? Zuviele verpasste Chancen? Allgemeine Desorientierung? Hoffnungslosigkeit? Oder schlicht und einfach Dummheit und Ignoranz?

Manchmal hilft wirklich gar nichts mehr, auch nicht die mühsamen Erklärungsversuche, die falsch verstandene und unangebrachte Toleranz dem Pöbel gegenüber, der Versuch einer Rechtfertigung.

Manchmal hilft nur noch exzessive, brachiale und hemmungslose Gewalt. Immer feste druff, es trifft garantiert keinen falschen. Ich kann diese ganzen dämlichen nichts-kapierenden Hackfressen nicht mehr sehen; wenn das so weiter geht, werde ich bald zum Black Metal-Nihilisten-Einsiedler auf Misanthropia.

{ 7 comments… read them below or add one }

1 Marcus Februar 9, 2009 um 19:45

Gegen dich sind doch die ganzen Black-Metal-bei-Mutti-daheim-Aushilfsnihilisten nur wimps, oder?

Ach was soll ich sagen, Du hast natürlich wieder mal total recht.

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2 Torsten Februar 9, 2009 um 19:54

Nee, nee, grundsätzlich ist die Welt schon in Ordnung. Also manchmal. 😉 Wahrscheinlich hab ich einfach nur Scheiß-Kollegen. Aber dafür wenigstens anständige Blog-Mitarbeiter! 😛

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3 Marcus Februar 9, 2009 um 20:23

Na wenn ich mich hier bei mir in der Gegend so umgucke…….

Das schreit doch nach einer repräsentativen Umfrage unter den Börden-Mitarbeitern 😀

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4 DifferentStars Februar 9, 2009 um 21:48

Wir leben hier ja in „Klein Istanbul“ – sprich an der Grenze von Kreuzberg und Neukölln… wenn hier ein Kamerateam für ne Reportage dreht, warten die immer schön, bis sie 4 Frauen mit Kopftuch nebeneinander vor die Linse bekommen. Das im Sommer – keine 2 Schritte weiter junge Türkinnen mit Minirock u. bauchfreiem Top daher schlendern, wird nicht gezeigt…

So fördern die Medien immer schön die Feindbilder. Türkische u. türkisch stämmige Anwälte u. Ärzte + Anwältinnen + Ärztinnen – gibt’s hier auch wie Sand am Meer – gezeigt werden aber die Assis ohne Schulabschluss.

Ich kenn natürlich auch die Kehrseite…meide ein bestimmtes Internetcafé weil beliebter Treffpunkt für Türken – die gerne Youporn schauen und wichsen … keinen Respekt vor nicht verschleierten Frauen haben… die dürfen dann nach deren Meinung sexuell belästigt werden…

Also Idioten gibt’s auf allen Seiten. Vielleicht sollte man deine Kollegin  mit genau diesen Typen zusammen einsperren…Waffen geben und sich gegenseitig den eliminieren lassen…

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5 jule wäscht sich nie Februar 9, 2009 um 22:40

Ich glaube wir sind uns einig darüber, dass viele der Türken, die hier sind nichts mit denen in der Türkei zu tun haben. Selbst wenn ich mit Türken hier rede wird da häufig gesagt, dass es innerhalb der Türkei viel freizügiger und liberaler zugeht als man es angesichts der verschleierten Frau, die  drei schritte hinter ihrem Mann läuft, und zwar mit den Tüten, vielleicht anmuten mag. Und dass sich Muslime oftmals auch einfach mal aussuchen, welche ihrer Gebote sie jetzt gut finden und vertretbar ist auch klar..also schweinefleisch nicht aber bisschen poppen und saufen ist drin. Ich muss mal nach Istanbul und mir das anschauen.

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6 Torsten Februar 10, 2009 um 07:43

Es ging mir gar nicht so sehr darum, wie weit die Integration vorangeschritten ist oder wie Türken in Deutschland leben. Es ging mir eher darum, daß das Opfer quasi selbst Schuld ist, eben „weil es sich einen Kanaken ausgesucht“ hat.

Wie krank im Kopf, wie dumm, wie zynisch muß man sein, um so denken zu können?!

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7 DifferentStars Februar 11, 2009 um 18:29

So – aus gegebenem Anlass – Was tun gegen die blöden Hackfressen und meine Bedenken zur neuesten Aktion von „Laut gegen Nazis“:

http://lieinthesound.wordpress.com/2009/02/11/werben-fur-die-gute-sacheoder-das-gegenteil-von-gut-ist-gut-gemeint/

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