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Abfuckprämie

by Torsten on 4. April 2009 · 0 comments

in Kraut und Rüben, Politik

Zeter, Zeter, Mordio, die Abwrack­prä­mie macht uns froh. Hat noch jemand von euch eine ältere Schrott­karre irgendwo rumste­hen? Auf auf, es gibt 2.500 EUR zu kassie­ren! Jedoch nur noch bis Ende Mai, danach wird die Prämie wahrschein­lich halbiert, gevier­telt oder ander­wei­tig gekürzt. Also lieber nochmal recht­zei­tig in Garage, Keller oder Neben­ge­laß schauen, wer weiß, welch abwrack­ba­res Schätz­chen sich dort noch verbirgt.

Wie man hört, soll es inzwi­schen sogar Leute geben, die beispiels­weise einen 9 Jahre alten Golf IV (Schätz­wert in gutem Zustand: 3000 bis 5000 EUR) abfucken, äh, -wracken. Da sind entwe­der mangelnde Rechen­künste oder der totale Glaube an den eigenen sinnvol­len Beitrag zur Heilung der Konjunk­tur (Wollt ihr die totale Konjunk­tur?) schuld.

Ich schlage zur Ergän­zung der Abwrackprämie eine Abfuckprämie vor. Wir schlep­pen die ganzen abgefuck­ten Kolle­gen, Nachbarn, Fleische­rei­fach­an­ge­stell­ten und sonsti­ges Pack zur zentra­len Genmüll-Annahmestelle und erhal­ten dafür 100 EUR pro Nase. Damit die Verwand­ten und Bekann­ten das Fehlen der Torfna­sen nicht bemer­ken, basteln wir uns aufblas­bare Humani­mi­ta­ti­ons­pup­pen mit Haaren aus Ziegen­dung und Kohle­stück­chen als Augen. Sollte diese täuschend echte Foppe­rei dennoch jeman­dem spanisch vorkom­men, fucken wir den gleich noch mit ab. So haben wir 100 EUR mehr und außer­dem unsere Ruhe.

Vom Erlös der ganzen Abgefuck­ten könnten wir uns bessere Menschen kaufen. Modelle, die noch nicht solang gelau­fen sind, Typen ohne Konstruk­ti­ons­feh­ler, sparsam im Verbrauch und mit besse­rer CO2-Bilanz. Die Sonder­aus­stat­tung ist natür­lich frei wählbar, dabei kann aus dem reich­hal­ti­gen Pool der mensch­li­chen Eigen­schaf­ten nach Belie­ben geschöpft werden.

Am 31. Mai ist Abfuck­tag, laßt uns mit ihm hier begin­nen!

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