Manuel & Pony, Kohlrabi und Kartoffelsuppe

von Torsten am 25. Juni 2009 · 1 Kommentar

in Kraut und Rüben, Musik

Wir kennen Deine Stimme, wir kennen Dein Gesicht. Aber mögen mögen wir Dich nicht!

Auf die schönsten Synapsen-Burner stößt man immer ganz zufällig. Wie heute, als ich auf dem Wochen­markt der guten Laune nach frisch gezupftem Kohlrabi fragte. Eine Kohlra­bi­suppe wollt’ ich kochen, schmack- und nahrhaft, arm an Fetten und reich an Ballast­stoffen. Ballast­stoffe kann man nie genug haben, die sind prima zum abwerfen. Z. B. wenn man mal Heißluft­ballon fährt (nicht fliegt!) oder mit Störte­be­kers Kogge unter­wegs ist. Hängt einem der Feind am Heck, wirft man rasch ein wenig Ballast ab und kommt somit gerade nochmal mit dem Leben davon. Das Leben ist ein hohes und wertvolles Gut; man sollte es solange genießen wie irgend möglich. Diese Tatsache sollte man sich täglich ins Bewußt­sein rufen, weil man das leicht vergißt. Denn ruckzuck ist das Leben vorbei und plötz­lich ist außer Kosten und Spesen nix gewesen. Ein Haufen vertaner Zeit, man steht vor dem Höllentor, muß Rechen­schaft ablegen und merkt: Huch, ich hab ja gar nix abzulegen! All die Jahre ereignis- und emoti­onslos vergangen! Gerade mal 69 Jahre rum und schon ist alles vorbei! Hätte ich das gewußt, hätte ich nicht mitge­spielt! Blöd!

Kohlrabi jeden­falls gab es nicht, ich mußte mit Kartof­feln Vorlieb nehmen. Wobei überhaupt nichts gegen eine gute Kartof­fel­suppe einzu­wenden ist. Die Kunst der Kartof­fel­sup­pen­fa­bri­ka­tion ist aber eine nicht anspruchs­lose, da muß man sich schon auskennen. Oder z. B. eine Oma haben, die die gute alte Schule der Kartof­fel­sup­pen­koch­kunst noch beherrscht. Eine Oldschool-Potatoe-Soup-Grandma sozusagen. Aber glaubt mir Freunde, die sind rar, die guten Omis! Die meisten sterben leider viel zu früh. Und nehmen ihr Geheimnis mit ins Grab. Selbst wenn man vielleicht 20 Jahre nach ihrem Tod zufällig das geheime Rezept von Omas guter Kartof­fel­suppe findet: Es schmeckt nachge­kocht garan­tiert nicht wie das Original. Das liegt am Spirit, den hat man als noch junger Mensch einfach nicht. Guten Kartof­fel­sup­pe­spirit haben nur Omas mit langer Koch- und Lebens­er­fah­rung. Der Spirit ist übrigens nicht auf die Kartof­fel­suppe beschränkt, mit Rinder­rou­laden, Königs­berger Klopsen (Gruß nach Kalinin­grad!) oder Hühner­suppe verhält es sich genauso.

Ich schäl jetzt also Kartof­feln. Wenn die Suppe fertig ist, ruf ich kurz durch. Bis dahin und laßt die Synapsen schmoren!



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1 jule wäscht sich nie Juni 25, 2009 um 00:15

Ganz groß! Anke Engelke und der Valium­junge auf der Treppe. Der hat doch was gespritzt bekommen oder von den Eltern Elektro­schocks damit der so schaut und grinst. und was hat maria dolores mit manuel und ponny zu tun? Rätsel über Rätsel.

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