24h Berlin

by Torsten on 4. September 2009 · 6 comments

in Kraut und Rüben

Zusam­men­fas­sung für Eilige: „24h Berlin“ läuft morgen ab 6.00 Uhr bis Sonntag­früh 6.00 Uhr zeitgleich auf arte und dem rbb. Das Fernseh-Experiment porträ­tiert den Tages­ab­lauf promi­nenter und nicht-prominenter Berliner. Das ganze quasi in Echtzeit, 24 Stunden lang. Das scheint mir ein inter­es­santes Experi­ment zu sein und deshalb werde ich bestimmt mal reinschauen. Weiter­füh­rende Infos gibt’s hier oder in der nun folgenden

bb_berlinLangfas­sung: ARTE und der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) präsen­tieren am 5. September 2009 ein Fernseh­pro­gramm der beson­deren Art: Die Dokumen­ta­tion „24h Berlin - Ein Tag im Leben.“ Von Samstag Morgen 6.00 Uhr bis Sonntag früh 6.00 Uhr läuft auf beiden Sendern 24 Stunden lang nonstop das filmi­sche Porträt der Metro­pole Berlin. 12 Monate sorgfäl­tiges Recher­chieren gingen diesem einzig­ar­tigen Projekt voraus. 80 Drehteams wurden zusam­men­ge­stellt, namhafte Regis­seure wie Rosa von Praun­heim, Romuald Karmakar, Volker Koepp und Andres Veiel, aber auch talen­tierte Newcomer wie Hanna Doose, Sebas­tian Heidinger und Ana Felicia Scutel­nicu konnten für die Mitar­beit gewonnen werden.

Auf den Tag genau ein Jahr vor der Ausstrah­lung, am 5. September 2008, waren sie für 24 Stunden in Berlin unter­wegs, um Menschen, Kulturen, Stadt­an­sichten, Milieus zu filmen. Mit der Kamera beglei­teten sie Promi­nente wie Berlins Regie­renden Bürger­meister Klaus Wowereit, BILD-Chefredakteur Kai Diekmann und den Dirigenten Daniel Baren­boim, aber auch viele unbekannte Bewoh­ne­rinnen und Bewohner der Stadt: eine Rentnerin aus Schöne­berg, eine arbeits­lose Frau aus Weißensee, einen franzö­si­schen Korre­spon­denten in Mitte, einen Obdach­losen, eine Dichterin, einen Müllwerker, eine Schülerin…

Gedreht wurde bei der Arbeit und zu Hause, im Kanzleramt und im Knast, an der Curry­wurst­bude und in der Staats­oper. Neben den profes­sio­nellen Filmleuten betei­ligten sich auch Berli­ne­rinnen und Berliner sowie Berlin-Besucher an dem Projekt: An den 12 Talkpoints, die am Drehtag an verschie­denen Stellen der Stadt aufge­stellt waren, konnten sie beschreiben, was sie an der Stadt Berlin faszi­niert, wie sie leben, was sie bewegt. Die Inter­net­seite www.24hberlin.tv, die das Projekt begleitet, bot die Möglich­keit, selbst gedrehte Berlin-Filme hoch zu laden. Das Material floss in die Dokumen­ta­tion mit ein.

Die Idee zu diesem 2,8 Millionen Euro teuren Projekt hatten Regis­seur Volker Heise und Produ­zent Thomas Kufus von zero one film. Mit den öffentlich-rechtlichen Koope­ra­ti­ons­part­nern Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und ARTE setzten sie ihre Idee um. rbb-Intendantin Dagmar Reim: „24 Stunden lang werden wir die Norma­lität dieser Stadt erleben. Wer die Norma­lität Berlins zeigen will, muss verrückt sein! Sonst geht es gar nicht. Und ich bin froh darüber, dass so viele Verrückte dieses Projekt unter­stützen. Der rbb wirft sein reguläres Programm für einen ganzen Tag über den Haufen, um Platz zu machen für 24h Berlin.“ ARTE-Präsident Gottfried Langen­stein: „Einen ganzen Tag in der Gegen­wart dieser Stadt mitten in Europa festzu­halten, einzu­tau­chen in die Lebens­wirk­lich­keit der Menschen vor Ort und das Ergebnis 24 Stunden ohne Unter­bre­chung nach Europa und weit über dessen Grenzen hinaus zu senden, ist daher für ARTE als deutsch-französischem Kultur­sender eine ganz beson­dere Heraus­for­de­rung.“ Produ­zent Thomas Kufus: „Mit innova­tiven Formaten und neuen Formen versucht zero one film immer wieder die Grenzen des Fernse­hens auszu­weiten und Neuland zu betreten. Eine völlig neue Erfah­rung bei 24h Berlin war die hohe Arbeits­tei­lung. (Aus der offizi­ellen Presse­mit­tei­lung)

Weiter­füh­rende Infos gibt’s auf der Website des Projektes.

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WhatsYourPlace » Blog Archive » 24 Stunden Berlin
7. September 2009 um 10:56

{ 5 comments… read them below or add one }

1 jule wäscht sich nie 5. September 2009 um 23:11

Bin gerade fleissig am schauen und muss sagen es ist durchaus inter­es­sant was da so in der haupt­stadt passiert..viele schräge Leute aber auch ganz alltäg­li­cher Kram. Gute Unterhaltung.

2 Torsten 5. September 2009 um 23:34

Bin auch voll dabei. ;-) Gut gemacht, kurzweilig und interessant.

3 Frau A. 7. September 2009 um 12:06

Einiges habe ich auch gesehen und war sehr angetan von der Repor­tage.  Sehr inters­sant fand ich das begeis­terte State­ment des Hartz-Vier-Empfängers, der  für die Haftan­stalt Berlin Moabit geradezu Werbung machte.  Er hatte ein paar Wochen abzusitzen wegen Schwarz­fah­rens.  Nette Leute, regel­mä­ßige Mahlzeiten und Einschluss nur zur Nacht.  Klar, gerade jetzt, wo die morgend­li­chen Tempe­ra­turen schon bedroh­lich niedrig sind eine beden­kens­werte Alter­na­tive zum tägli­chen Trott…

4 Torsten 7. September 2009 um 13:20

Da wag ich mich lieber in den kalten dunklen Morgen hinaus, als das ich in meiner Zelle auf Aufschluß warte, Frau A. ;-) Ansonsten: Wirklich eine Super-Doku und eine Super-Idee, dieses 24h Berlin. Am bewegendsten fand ich die schwer krebs­kranke Dame im Hospiz. Sie hatte noch ein paar Wochen zu leben. Ihr einziger Wunsch war noch einmal ihre Söhne zu sehen. Die hatte sie zuletzt 1989 gesehen…

5 jule wäscht sich nie 7. September 2009 um 14:04

Oh ja, da hab ich auch fast geweint..weil sie da auch versucht hat so stark zu sein und immer gesagt hat die haben ja ihr eigenes Leben und es sind ja so tolle Jungd..ach Gott.

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