Auf Safari: Gedenksstätte Deutsche Teilung Marienborn

by Torsten on 14. November 2009 · 3 comments

in Kraut und Rüben, Träume in Technicolor

Zum Abschluß unserer kleinen behörd­li­chen Bericht­er­stat­tung zum Thema Mauer­fall hat unser Doku­men­ta­ti­ons­team heute einen Spazier­gang über die Gedenks­stätte Deut­sche Teilung Mari­en­born unter­nommen und dabei zwei bis drei Fotos geschossen.

Keine 20 km entfernt, liegt die deut­sche Geschichte quasi vor der Haustür: Mari­en­born war Synonym für eine Grenze, die nicht nur Deut­sche von Deut­schen trennte, sondern Europa, die Welt in zwei sich feind­lich gegen­über­ste­hende mili­tä­risch — poli­ti­sche Macht­blöcke, in zwei konkur­rie­rende Wirt­schafts­sys­teme, in zwei philo­so­phi­sche – ideo­lo­gi­sche Systeme und Inter­es­sen­s­phären spal­tete. Die am 1.Juli 1945 errich­tete Alli­ierte Kontroll­stelle entwi­ckelte sich im verlauf des kalten Krieges zur größten und bedeu­tendsten Grenz­über­gangs­stelle an der ehema­ligen inner­deut­schen Grenze. Allein von 1985 – 1989 wurden hier 34,6 Millionen Reisende abge­fer­tigt. Etwa 1000 Menschen arbei­teten auf der GÜSt in den Berei­chen Pass­kon­trolle und Zoll, bei den Grenz­truppen und als Zivilbeschäftigte.

Mit der Öffnung der Grenze am 9. November 1989 konnten DDR– Bürger die GÜSt Mari­en­born unein­ge­schränkt passieren. Mit Inkraft­treten der Wirtschafts-, Währungs– und Sozi­al­union zwischen der Bundes­re­pu­blik Deutsch­land und der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik wurden die Kontrollen auf der GÜSt Mari­en­born am 30. Juni 1990 um 24.00 Uhr – auf den Tag genau nach 45 Jahren – eingestellt.

Am 13. August 1996 eröff­nete der dama­lige Minis­ter­prä­si­dent Dr. Rein­hard Höppner die Gedenk­stätte Deut­sche Teilung Mari­en­born als Gedenk­stätte im Aufbau. Für Besu­che­rInnen sind unter anderem die Funk­ti­ons­ein­heiten Pass­kon­trolle, PKW– Einreise und die Kontroll­ga­rage – Ausreise geöffnet.

Wir empfehlen einen Besuch ausdrück­lich. Vor allem bei so nebligem und nass­kaltem Wetter wie heute, das verstärkt den trost­losen und abschre­ckenden Eindruck ungemein.



Zur Home­page der Gedenks­stätte Deut­sche Teilung Mari­en­born.

Ähnliche Akten aus dem Keller der Behörde:

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1 Schatten 14. November 2009 um 16:26

hmmm sehr schön geworden, das wetter passt farb­lich auch hervor­ra­gend zum thema der bilder, ich fahr dort ja „immer“ vorbei wenn ich in die olle heimat fahre, vll. sollte ich mir auch mal n paar minuten zeit nehmen und dort durch­sausen :)
’wende­hals’ auch so ein kurzzeit-begriff einer unter­ge­gan­genen ära, damals stand das überall, heute kennt das wieder kaum jemand

2 Jens 21. November 2009 um 14:21

schon pein­lich traurig, war noch nie richtig dort, es blieb immer nur bei: da muss ich auch mal hin.…
aber ich schaff das noch…kennst du den magde­burger stasiknast?

3 Torsten 22. November 2009 um 07:52

Gott­sei­dank nur von außen! ;-)

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