Ein Beitrag, der nur aus Redewendungen besteht

by Gunnar Roß on 4. Dezember 2009 · 4 comments

in Kraut und Rüben

Heute: Redewendungen mit B

Du benimmst Dich wie ein Backfisch, sprach Barbara zu mir, während ich mir eine Flasche Bier aufmachte und zum Fenster hinaus sah. Ich verstand nur Bahnhof, immerhin bin ich ja nicht die Bank von England! Die ließe sich vielleicht einen Bären aufbinden, und hätte mir damit einen Bärendienst erwiesen! Immerhin wußte ich, wo der Barthel den Most holt, konnte also vorsorgen. Wir mußten ein Bauernopfer bringen, soviel war klar. Es wurde in Bausch und Bogen verworfen, man war ich bedient! Andererseits war ich wenigstens über den Berg, mußte nicht länger kämpfen wie ein Berserker und war ziemlich gut beschlagen. Ich fraß einen Besen und kippte mir ordentlich einen hinter die Binde. Wenn das mal nicht in die Binsen geht oder als Binsenweisheit endet. Barbara nahm erneut kein Blatt vor den Mund und machte am Montag blau. Sie war und bleibt eben ein Blaustrumpf! Ach du heilig’s Blechle, die geht ja ran wie Blücher an der Katzbach! Wir kochten uns ein Tässchen Blümchenkaffee und sagten uns ein paar Sätze durch die Blume. Ob der vielen Sätze begann ich Blut und Wasser schwitzen — wenn ich mir da mal keinen Bock schieße oder gar zum Gärtner mache! Ich jagte Barbara zunächst ins Bockshorn und anschließend eine Runde um den Block. Wir landeten in böhmischen Dörfern, schrieben Brandbriefe und rochen ein paar Braten. Unser kleines Bratkartoffelverhältnis setzten wir noch Jahre fort, sprangen gemeinsam in die Bresche und bohrten richtig dicke Bretter. Einige davon trugen wir vor den Köpfen, darauf gebe ich Ihnen Brief und Siegel! Später dann mußte ich kleinere Brötchen backen, weil vieles in die Brüche ging. Jemandem goldene Brücken bauen, alle Brücken hinter sich abbrechen, reden wie ein Buch — es gab soviele Möglichkeiten zur Gestaltung meines neuen Lebens! Rutscht mir doch den Buckel runter, dachte ich, bevor ich bei jemandem auf den Busch klopfte. Alles in Butter, Mutter! Ich laß mir ja die Butter nicht vom Brot nehmen, das wäre ja noch schöner! Da muss noch mehr Butter bei die Fische! Viel mehr Butter bei die Fische!

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1 Schatten Dezember 4, 2009 um 23:47

applaus applaus … ich bin schwer beeindruckt über deinen wortwitz und das dir so viele eingefallen sin, die meisten kenne ich auch, aber ich glaub ich wäre nicht darauf gekommen *g
 
zb: Blücher an der Katzbach nie gehört 😉

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2 Alex Dezember 5, 2009 um 10:19

Handelt es sich da nicht eher um Bedewendungen? Aber in der Tat, wirklich toll!

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3 Gunnar Roß Dezember 5, 2009 um 11:56

Bedanke mich, die Herren! Gebe aber zu, daß mir die Liste mit den Redewendungen zugeflogen ist und ich sie nur arrangiert habe.

Herzlichst, Ihr Gunnar Roß

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4 jule wäscht sich nie Dezember 5, 2009 um 13:45

Ich liebe Ihre Bescheidenheit Herr Roß! Darauf ein Korn.

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