FvRvLKW*: Krautwurst

von Torsten am 11. Juni 2011 · 0 Kommentare

in Kraut und Rüben, Träume in Technicolor

Klick!

Die Kraut­wurst (engl. Crowd­worst) ist eine grobe Bauern­le­ber­wurst. Sie wird mit Sauer­kraut, zum Teil auch mit gekochtem Weißkraut angerei­chert. Die Kraut­wurst wird in der Pfanne gebraten und mit Kartof­feln (Pell-, Brat- oder Salzkar­tof­feln) und Salat als Haupt­mahl­zeit verzehrt. Das Gericht galt als Arme-Leute-Essen. Verbreitet ist die Kraut­wurst in den Gebieten Steiger­wald und Franken.

Die Geschichte der Kraut­wurst ist eine Geschichte voller Abson­der­lich­keiten. Es sind keine histo­ri­schen Quellen nachweisbar. Nach Auskunft von Ortsbe­woh­nern und ortsan­säs­sigen Hausmetz­gern wurde die Kraut­wurst insbe­son­dere in der Steiger­wald­re­gion und nach dem Zweiten Weltkrieg auch in anderen fränki­schen Gegenden bei Hausschlach­tungen aus Schwei­ne­fleisch hergestellt.

Für eine Kraut­wurst benötigen Sie 2/3 durch­ge­drehtes Fleisch, 1/3 Weißkraut, Schmalz, Gewürze. Gehen Sie wie folgt vor: Das Kraut raspeln, einsalzen und 1 Stunde stehen lassen. Die Brühe ausdrü­cken und in Schmalz dünsten. Bei der Hausschlach­tung werden die Zutaten für die Leber­wurst zusammen mit dem Sauer­kraut durch den Fleisch­wolf gedreht. Die Wurst-Kraut-Masse wird in dünnen Natur­darm abgefüllt und wie die Zahl „8” abgebunden. Der Durch­messer der Wurst­schlinge beträgt circa 15 cm. Die Kraut­wurst wird wie die übliche Kochwurst im Kochkessel gebrüht und dann in einem kühlen Raum zum Abtrocknen aufge­hängt. Geräu­chert wird sie nicht, sondern relativ bald nach der Herstel­lung verzehrt, da das Kraut die Haltbar­keit verkürzt. (Danke.)

Nächste Woche: Rhino­zerus mit Rosenkohl.

*Fotos von Rückan­sichten von Lastkraft­wagen.

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