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Verkehrte Gedanken? Sofort beten!

by Torsten on 30. April 2014 · 2 comments

in Fundsachen, Kraut und Rüben

Ich bin ein gutmü­ti­ger Trottel. Wenn die Zeugen Jehovas an meiner Tür klingeln (was in der Vergan­gen­heit regel­mä­ßig vorkam), lasse ich mich in ein Gespräch verwi­ckeln und bleibe unver­bind­lich aber profes­sio­nell freund­lich. Den Wachturm habe ich trotz der Absur­di­tät des Inhalts immer gern „gelesen“, kündet er doch von Neuig­kei­ten aus einer Welt, die mir auf immer verschlos­sen und unver­ständ­lich bleiben wird.

In der jüngs­ten Ausgabe gibt es eine epische Abhand­lung zum Thema „Unreine Gedan­ken“. Darin wird geraten, bei Aufkom­men jegli­cher schmut­zi­ger Gedan­ken zu beten oder sich mental ander­wei­tig abzulen­ken. Ein guter Rat, wie ich finde, denn es wird ohnehin viel zu viel ans Poppen gedacht. Eßt mehr Obst, fahrt mehr Rad und schaut bei eroti­schen Bildern sofort ganz woanders hin. Und wenn nichts mehr geht, hilft beten. Maria hilft.

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1 Marit Mai 12, 2014 um 16:49 Uhr

Hmm. Ich hab ehrlich gesagt noch nie in Betracht gezogen, den Wachturm einmal nicht abzuleh­nen… Aber blöd ist der Gedanke nicht mit dem „Einblick in eine andere Welt“! Kommen die dann öfter wenn man den annimmt? Denn da müsste man dann abwägen!

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2 Torsten Mai 14, 2014 um 12:11 Uhr

All along the watch­tower … all I got was a red guitar. Du hast schon ganz Recht, wenn Du sagst, man müsse nicht an jeder Mülltonne schnup­pern. Doch sind wir nicht alle Suchende, die suchen um zu finden? Oder sind wir eher Findende, die suchten und doch nie fanden? Eine Frage höchst­phi­lo­so­phi­schen Ausma­ßes, die Kraft ihrer Wasser­suppe geneigt ist, mir den zarten Kopf zu zerspren­gen. Bevor es soweit kommt, lieber ein Glas Wasser und etwas Gemüse. Es ist nie zu spät, neu anzufan­gen.

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