„Robert Smith – der depressivste Mann der DDR (äh, von England!)“

by Torsten on 12. Januar 2016 · 1 comment

in Fundsachen, Kraut und Rüben, Musik

Grufties in der DDR. Ein kurzes aber schönes Fundstück dazu bietet der nachfolgende Videoausschnitt. Grufties, die damals noch nicht Goths oder Waver oder Weißichwie genannt wurden, gab es vor und nach dem Fall der Mauer so einige in der DDR. Junge Männer und Frauen mit toupierten Haaren und einer Vorliebe für The Cure. In ihren schwarzen Klamotten warteten sie auf die drei Cure-Songs, die zu spielen sich der Discjockey in der Dorfdisko erbarmte. Depeche Mode oder Die Ärzte gingen zur Not auch noch gut rein. Oder – aus mir heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen – The Catchs „25 Years“. Der DJ aus unserem kleinen Kuhdorf war übrigens fanatischer Fancy-Fan. Lady of Ice und so … das machte das Warten auf The Cure in der Dorfdisko in Bülstringen nicht unbedingt erträglicher. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich auch wieder an Camouflages „The Great Commandment“ – auch dazu hotteten wir im Rahmen unserer Möglichkeiten…

Ich selbst war damals auch irgendwie so 1/4 Gruftie und hab das (angebliche) Robert Smith-Zitat „Das Leben ist sinnlos und deprimierend. Irgendwann buddeln sie Dich ein und vergessen Dich.“, gesetzt in Fette Fraktur, an meiner Zimmerwand hängend noch gut vor Augen… 😀

Hier jedenfalls jetzt das kurze Video über Grufties in der DDR, The Cure und Robert Smith – „den depressivsten Mann der DDR“. 😀

[Hier gefunden.]

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1 Marcus Januar 13, 2016 um 11:09

Ach, diese Schilderung des Jugendalltags…..das hört sich an wie meine Jugend auf dem Land. Was wieder unterstreicht das es wohl keine Staatenphänomene (im Gegensatz zu Phänomenstaaten) gibt sondern nur Regionsphänomene….

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