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	<title>die bördebehörde &#187; Zoras Bücherkiste</title>
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	<description>Mind Bowling für Fortgeschrittene - Neuigkeiten aus der Ostzone</description>
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		<title>Männer, die Frauen hassen</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 23:10:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torsten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zoras Bücherkiste]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherkiste]]></category>
		<category><![CDATA[Erika Berger]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Stieg Larsson — Die Millenium-Trilogie Verblendung / Verdammnis / Vergebung Heute soll es um die soge­nannte Millenium-Trilogie des schwe­di­schen Autors Stieg Larsson gehen. Über Larsson selbst ist in den vergan­genen Monaten und Jahren viel berichtet wurden, ein kurzer Abriß seines ereig­nis­rei­chen Lebens findet sich auf Wikipedia. ((Die Erb- und Urheberstreitigkeiten hält Google News bereit)) Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em><strong><br />
</strong></em></p>
<p class="note" style="text-align: center;"><em><strong>Stieg Larsson — Die Millenium-Trilogie<br />
Verblendung / Verdammnis / Vergebung</strong></em></p>
<p><em><strong> </strong></em></p>
<p>Heute soll es um die soge­nannte <em>Millenium-Trilogie</em> des schwe­di­schen Autors Stieg Larsson gehen. Über Larsson selbst ist in den vergan­genen Monaten und Jahren viel berichtet wurden, ein kurzer Abriß seines ereig­nis­rei­chen Lebens <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stieg_Larsson" target="_blank">findet sich auf Wikipedia</a>. ((Die Erb- und Urheberstreitigkeiten hält <a href="http://news.google.de/news/search?um=1&amp;cf=all&amp;ned=de&amp;hl=de&amp;q=stieg+larsson&amp;cf=all&amp;scoring=n" target="_blank">Google News</a> bereit))</p>
<p>Die Millenium-Trilogie umfasst die Bücher <em>Verblen­dung, Verdammnis</em> und <em>Verge­bung.</em> Sie handeln von dem Jour­na­listen Heraus­geber der Zeit­schrift „Mille­nium“ Mikael Blomkvist und der Rese­ar­cherin Lisbeth Salander.<strong><em> </em></strong></p>
<p style="text-align: center;"><span id="more-2381"></span></p>
<p class="note" style="text-align: center;"><strong><em>Män som hatar kvinnor</em></strong><br />
<em> „Männer, die Frauen hassen“, deut­scher Titel <strong>Verblen­dung</strong></em></p>
<p>Der erste Teil beginnt mit der Verur­tei­lung Mikael Blomkvist wegen Verleum­dung. In einer Repor­tage über Machen­schaften des Groß­in­dus­tri­ellen Wenner­ström wurde Blomkvist gelinkt und mit gefälschten Beweisen herein­ge­legt. Frus­tiert legt er bis zum Antritt seiner Haft­strafe seine jour­na­lis­ti­sche Arbeit auf Eis.<br />
Er erhält den Auftrag, sich für eine sehr gute Bezah­lung in die Historie der nord­schwe­di­schen Groß­fa­milie Vanger einzu­ar­beiten und heraus­zu­finden, warum vor knapp 40 Jahren während eines Fami­li­en­tref­fens die damals 16-jährige Harriet Vanger spurlos verschwand. Je tiefer er sich in die Fami­li­en­ge­schichte einar­beitet, um so mehr Abgründe deckt Blomkvist auf. Unver­hofft erhält er Unter­stüt­zung in Form von Lisbeth Salander, einer „sozial inkom­pe­tenten“ jungen Frau mit exzel­lenten Computer– und Hacker-Fähigkeiten. Die unter Vormund­schaft eines Anwalts stehende Salander begegnet ihrer Umwelt in der Regel mit abso­luter Feind­se­lig­keit. Im Laufe des ersten Romans entdeckt der Leser andeu­tungs­weise die Gründe für diese Feind­se­lig­keit und natürlich die dunklen Geheimnisse der Familie Vanger…</p>
<p class="note" style="text-align: center;"><strong><em>Flickan som lekte med elden</em></strong><br />
<em>„Das Mädchen, das mit dem Feuer spielte“, deut­scher Titel <strong>Verdammnis</strong></em></p>
<p>Während der erste Teil der Trilogie als eigen­stän­diger Roman gelesen werden kann, sind die beiden Fort­set­zungen enger mitein­ander verzahnt. In beiden Romanen geht es vorrangig um die Hinter­gründe Lisbeth Salan­ders.<br />
<em>Verdammnis</em> beginnt mit dem Mord an einem jungen Kollegen Blomkvists und dessen Frau, die beide im Fall eines Mädchen­händ­ler­ringes recher­chierten. Ebenso wird der gesetz­liche Vormund Salan­ders ermordet aufge­funden. Der Verdacht fällt sofort auf Lisbeth Salander, welche nun euro­pa­weit wegen 3-fachen Mordes gesucht wird. Blomkvist übernimmt die Recher­chen im Falle des Mädchen­händ­ler­ringes und versucht außerdem, die Unschuld Salan­ders zu beweisen. Seine Nach­for­schungen führen in Lisbeth Salan­ders Vergan­gen­heit. Stück für Stück kommt eine unfass­bare Tragödie ans Tages­licht, deren ganzes Ausmaß absolut erschre­ckend ist…</p>
<p class="note" style="text-align: center;"><strong><em>Luft­slottet som sprängdes</em></strong><br />
<em>„Das Luft­schloss, das gesprengt wurde“ deut­scher Titel <strong>Vergebung</strong></em></p>
<p>Der letzte Teil der Trilogie schließt nahtlos an <em>Verdammnis</em> an. Lisbeth Salander steht immer noch unter Mord­ver­dacht und Blomkvist versucht weiterhin ihre Unschuld zu beweisen. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, sonst wird es unspannend…</p>
<p class="note" style="text-align: center;"><strong><em>Fazit:</em></strong></p>
<p>Alle Teile der Millennium-Trilogie sind unglaub­lich span­nend und absolut f-e-s-s-e-l-n-d. Wer glaubt, die Bücher dosiert lesen zu können, irrt. Zusätzlich bringen die Romane das Kunstück fertig, mit beinahe schlafwandlerischer Sicherheit auf dem schmalen Grat zwischen Anspruch und Unterhaltung zu wandeln. Natürlich gibt es auch Kritikpunkte: Auf der Soll-Seite der Romane stehen ein paar Stereotypen und Klischees. So bekommt beispielsweise Blomkvist im Verlauf der drei Romane jede Frau spielend ins Bett. Außerdem sind die Bösewichte übermäßig finstere Bösewichte, einer davon ist sogar mit beinahe übermenschlichen Eigenschaften ausgestattet. Dazu die große Verschwörung des Geheimdienstes mit viel Tamtam und dunklen Mächten… Insgesamt jedoch, stellen diese kleinen Mankos keinen übermäßig wichtigen Punkt in der Bewertung der Romane dar. Sie sind eher wie eine Prise Zucker im Kaffee: Es schmeckt vielleicht ein wenig komisch, stört aber nicht wirklich.</p>
<p>Stieg Larsson hat(te) ein unglaub­li­ches Gefühl für Span­nung und Timing. Die gut 2000 Seiten der Trilogie habe ich regel­recht verschlungen. Was mir sehr gefallen hat, ist die radi­kale und kompro­miß­lose Konse­quenz, mit der Larsson seine Prot­ago­nisten handeln läßt. Inbe­son­dere Lisbeth Salander schreckt zur Wieder­her­stel­lung der Gerech­tig­keit wenn nötig auch vor brutalen Gewalt­taten nicht zurück. Larsson hat seiner Heldin damit quasi ein post-feministisches Mani­fest auf den Leib geschrieben; ein Aspekt, der bei der Bewer­tung und Einord­nung der Romane meiner Meinung nach gern vergessen wird. In der Essenz aller drei Romane geht es - auf den simplen Punkt reduziert - um nichts anderes, als um Gewalt gegen Frauen. Und das in jeder erdenklichen Hinsicht. ((Deshalb schien mir die wörtliche deutsche Übersetzung des Titels des ersten Romans für diesen Beitrag auch am passendsten.)). Larsson dreht den Spieß auf intelligente Art und Weise um, und macht aus dem Opfer Salander eine Kämpferin. Trotz all der erfahrenen Gewalt und Demütigungen, trotz der gebrochenen Seele der Protagonistin, läßt er Salander niemals aufgeben. Stattdessen sorgt er dafür, daß sie jede erlittene Verletzung tausendfach potenziert zurückzahlt. Das alte biblische Prinzip von „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, hier jedoch - geschlechtsunspezifisch! - ausgedacht und durchgeführt von einer Frau. </p>
<p>Wer viel Zeit und ein Faible für mitreißende Literatur hat, sollte sich diese Romane auf keinen Fall entgehen lassen. Alle drei Bücher sind inzwischen verfilmt, wobei ich <em>Verblendung</em> als Kinofilm ebenso uneingeschränkt empfehlen kann. Den zweiten Teil sehe ich demnächst, der dritte startet im Sommer in den Kinos.</p>
<p>Die Romane sind in jeder Buchhandlung oder bei <a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;tag=firefox-de-21&amp;index=blended&amp;link_code=qs&amp;field-keywords=stieg%20larsson&amp;sourceid=Mozilla-search" target="_blank">amazon.de</a> erhältlich.<br />
<br class="clear" /></p>
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		<title>Buch der Woche: Teuflisches Genie – teuflische Verarsche!</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 08:17:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zora</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zoras Bücherkiste]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherkiste]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus Zoras Bücherkiste: „Teuflisches Genie„ Catherine Jinks Kurzbeschreibung: Mit sieben Jahren lernt Cadel, wie man sich in Computernetzwerke hackt. Mit acht legt er schon ganze Städte lahm. Und mit vierzehn beginnt er seine Ausbildung am AXIS-Institut, wo Spionage, Sabotage und Giftmord auf dem Lehrplan stehen. Sein Ziel: eines Tages die Weltherrschaft an sich reißen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Aus <a href="http://www.boerdebehoerde.de/category/zoras-buecherkiste/" target="_self">Zoras Bücherkiste:</a></em></p>
<h3 style="text-align: center;">„Teuflisches Genie„<br />
Catherine Jinks</h3>
<h3 style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Please Kill Me Cover" src="http://images.buch.de/images-adb/ff/b3/ffb3dcfc-1db4-4d72-9c31-110f50d51388.jpg" alt="" width="160" height="250" /></h3>
<p style="text-align: center;"><span id="more-678"></span></p>
<h5 style="text-align: left;"><span style="font-weight: normal;"><strong><em>Kurzbeschreibung:<br />
</em></strong>Mit sieben Jahren lernt Cadel, wie man sich in Computernetzwerke hackt. Mit acht legt er schon ganze Städte lahm. Und mit vierzehn beginnt er seine Ausbildung am AXIS-Institut, wo Spionage, Sabotage und Giftmord auf dem Lehrplan stehen. Sein Ziel: eines Tages die Weltherrschaft an sich reißen und damit den Traum seines Vaters erfüllen, eines ebenso brillanten wie eiskalten Verbrechers. Da gibt es nur ein Problem: Cadel soll durch und durch böse sein - und ist eigentlich ein richtig netter Junge …</span></h5>
<h5><span style="font-weight: normal;"><em><strong>Über die Autorin:<br />
</strong></em>Geboren 1963 im australischen Brisbane, hat mittelalterliche Geschichte studiert und arbeitete als Journalistin, bevor sie begann, historische Romane und Kinderbücher zu schreiben. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter in den Blue Mountains.<em> </em></span></h5>
<p><br class="clear" /> Gleich vorweg: Ich hab es nicht gekauft! Glücklicherweise bin ich Mitglied der Bibliothek und muss mich deshalb deutlich weniger über Fehlkäufe ärgern.</p>
<p>Die Story (siehe Beschreibung) ist schnell erzählt und enttäuscht spätestens dann, wenn der geniale, böse Junge zum netten Knaben mutiert. LAAAANGWEILIG! Dabei war die Idee so gut! Zeitweilig erinnerte der Unterricht am AXIS-Institut an eine Hogwarts-für-böse-Kids-Version und auch da wurde von der Autorin vieles verschenkt.<br />
Alle Figuren sind platt wie Vinylscheiben, können trotz Verwirrungsspielchen (isser nun gut, oder isser nun böse?) keinen Zugang zum Leser finden und wenn sie sterben, dann sind sie eben einfach tot.</p>
<p>Wo die Hoffnung anfangs noch in Richtung Umbruch der Weltherrschaft, Sieg des Bösen und geniale Intrigen ging, schwappten bald lustlose Wellen bigotter Wesensänderungen zum vermeintlich Guten den Rest der Spannung hinweg. Die auf Mitleid und Sympathie getrimmte Biografie des Knaben konnte mich nicht überzeugen, da sie viel zu konstruiert und allzu emotional-triefend daher kam. Abgesehen davon gibt es jede Menge Ungereimtheiten und Un-Logismen, der Schreibstil will Anspruch zeigen und ist doch nur seichte Unterhaltung. Den von anderen Lesern entdeckten schwarzen Humor und Witz konnte ich nicht entdecken, unter Skurrilität verstehe ich etwas anderes und meine einzige Sorge ist die, noch zwei derartige Machwerke in der Bibliothek meines Vertrauens zu finden, da das Erstlingswerk als Auftakt zu einer Trilogie angekündigt wurde.</p>
<p>Gott schütze uns alle!<br class="clear" /></p>
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		<title>Buch der Woche: Buddy Giovinazzo - „Potsdamer Platz“</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 10:20:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zora</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zoras Bücherkiste]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherkiste]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus Zoras Bücherkiste: „Potsdamer Platz„ Buddy Giovinazzo Klappentext: Berlin 1995. Auf der Riesenbaustelle am Potsdamer Platz tobt ein blutiger Verdrängungskrieg um Großaufträge. Die amerikanischen Mafiasoldaten Tony und Hardy werden nach Berlin entsandt, um einen türkischen Bauunternehmer in seinem Kampf gegen die Russenmafia zu unterstützen – und damit nimmt eine Spirale der Gewalt und Verwüstung seinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Aus <a href="http://www.boerdebehoerde.de/category/zoras-buecherkiste/" target="_self">Zoras Bücherkiste:</a></em></p>
<h3 style="text-align: center;">„Potsdamer Platz„<br />
Buddy Giovinazzo</h3>
<h3 style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Please Kill Me Cover" src="http://images.buch.de/images-adb/14/53/1453ac15-321d-421b-8338-242805fc0d98.jpg" alt="" width="160" height="250" /></h3>
<p style="text-align: center;"><span id="more-599"></span></p>
<h5 style="text-align: left;"><span style="font-weight: normal;"><strong><em>Klappentext:<br />
</em></strong>Berlin 1995. Auf der Riesenbaustelle am Potsdamer Platz tobt ein blutiger Verdrängungskrieg um Großaufträge. Die amerikanischen Mafiasoldaten Tony und Hardy werden nach Berlin entsandt, um einen türkischen Bauunternehmer in seinem Kampf gegen die Russenmafia zu unterstützen – und damit nimmt eine Spirale der Gewalt und Verwüstung seinen Lauf, von der man in der deutschen Hauptstadt bis dahin noch nicht einmal albträumen konnte.     „Wenn der Lärm der Schüsse verhallt ist und der Staub sich gelegt hat, dann hat man das Gefühl, dieses Land durch Giovinazzos Augen ganz neu zu sehen.“</span></h5>
<h5><span style="font-weight: normal;"><em><strong>Über den Autor:<br />
</strong></em>Buddy Giovinazzo, 1960 in Staten Island, New York geboren, hat schon in den Achtzigern seinen ersten Underground-Film inszeniert; danach drehte er in Deutschland für die Serien „Polizeiruf 110“ und „Tatort“. Der Filmemacher und Autor, der schon mehrere Romane veröffentlichte, lebt in Los Angeles und Berlin.<em> </em></span></h5>
<p><br class="clear" /><br />
„Der PATE meets PULP FICTION“  heißt es auf der Rückseite. Jepp, und genau so ist es auch.<br />
Wenn zwei provinzielle Amerikaner von ihrem Boss Riccardo Montefiore mit einem Killerauftrag nach Berlin geschickt werden, dann kann das eigentlich nur schief gehen. Der Ich-Erzähler Tony und der pädophil veranlagte Hardy ballern sich durch die Stadt und hinterlassen schon auf Seite 18 eine ziemliche Sauerei. Blöd nur, dass sie dabei versehentlich die 14jährige Tochter eines Russenmafia-Bosses erwischen…</p>
<p>Berlin verliert hier den allerletzten Rest Großstadtromantik, hat weder Charme noch Charakter oder treffender gesagt: <em> „Berlin vereint die Nachteile einer amerikanischen Großstadt mit denen einer deutschen Provinzstadt …“</em> (Kurt Tucholsky, 1919).<br />
Es geht um Geld, es geht um Macht, Intrigen und ein bisschen auch um Liebe. Grandioser Lesestoff, der wie eine nicht enden wollende MG-Salve einschlägt und kaum Zeit lässt, sich die Betonbröckchen aus den Haaren zu schütteln.   Jagd durch Hinterhöfe, Kugeln zählen, über Dächer springen und immer wieder toppt ein Blutrausch den anderen. Und hinter allem sitzt „die Firma“ wie eine fette lauernde Spinne – gleichzeitig Familie und Exekutionskommando.</p>
<p>Unverhofft und chronologisch un-logisch tauchen Kindheitserinnerungen auf, die erst zum Schluss ein ganzes Bild vom Killer geben - das man aber gar nicht mehr braucht, um ihn sympathisch zu finden. Dessen sich allmählich entwickelnde Skrupel sind absolut nachvollziehbar und wirken nie konstruiert oder unglaubwürdig. Das stille Finale löst ein Kribbeln unter der Haut aus, das auch noch eine ganze Weile dort bleibt.</p>
<p>Die Dialoge sind filmreif, witzig und von wunderbarer Situationskomik.  Giovinazzos Erzählstil bietet großes Kopfkino, plastische Charaktere und ausgereifte Poesie im Stil eines Raymond Chandler.<br />
<br class="clear" /></p>
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		</item>
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		<title>Why don’t we call it Punk?</title>
		<link>http://www.boerdebehoerde.de/2008/08/22/please-kill-me-die-unzensierte-geschichte-des-punk/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Aug 2008 14:49:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zora</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zoras Bücherkiste]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherkiste]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus Zoras Bücherkiste: Legs McNeil, Gillian McCain, Esther Breger und Udo Breger „ Please Kill Me! Die unzensierte Geschichte des Punk“ Klappentext: Dieses Buch erzählt die ereignisreiche Geschichte des amerikanischen Punk. Da die Verfasser ausschließlich Aussagen von Zeitzeugen verwendet haben, liest sich das Buch wie ein Roman. In chronologischer Reihenfolge fügt sich nahtlos Zitat an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Aus <a href="http://www.boerdebehoerde.de/category/zoras-buecherkiste/" target="_self">Zoras Bücherkiste:</a></em></p>
<h3 style="text-align: center;">Legs McNeil, Gillian McCain, Esther Breger und Udo Breger</h3>
<h3 style="text-align: center;">„	 Please Kill Me!<br />
Die unzensierte Geschichte des Punk“</h3>
<h3 style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Please Kill Me Cover" src="http://www.boerdebehoerde.de/wp-content/uploads/2008/08/bb_please_kill_me.jpg" alt="" width="160" height="250" /></h3>
<p style="text-align: center;"><span id="more-563"></span></p>
<h5 style="text-align: left;"><span style="font-weight: normal;"><strong><em>Klappentext:<br />
</em></strong>Dieses Buch erzählt die ereignisreiche Geschichte des amerikanischen Punk. Da die Verfasser ausschließlich Aussagen von Zeitzeugen verwendet haben, liest sich das Buch wie ein Roman. In chronologischer Reihenfolge fügt sich nahtlos Zitat an Zitat, als säßen die Interviewten in einer großen Runde beisammen, um sich mit dem Erzählen abzuwechseln. Was die Musikrebellen wollten, war Authentizität, keine Märchenstunde. Die Anekdoten und Erinnerungen von Leuten wie Patti Smith und Dee Dee Ramone bilden ein schillerndes Kaleidoskop, jenen Teil amerikanischer Musikgeschichte betreffend, der in den Sechzigern seinen Anfang nahm, als Velvet Underground in Warhols Factory-Umfeld erste Konzerterfahrungen sammelten. Es folgen Stories über die New York Dolls, Ramones, Blondie etc. Ein amüsantes und informatives Lesevergnügen, das zudem wieder enorm Lust macht, seine alten Platten aufzulegen.</span></h5>
<h5><span style="font-weight: normal;"><em><strong>Pressestimmen:<br />
</strong></em>„Wie es angefangen hat und wo, können selbst die nicht erklären, die dabei gewesen sind.  McNeil/McCain heben mit dem Moment an, da Andy Warhol auf eine Gruppe namens The Velvet Underground aufmerksam wird und glaubt, sie in seinen New Yorker Kunst-Zirkus integrieren zu können. Aus der Verschmelzung von Pop Art und Rock’n’Roll geht ein neuer Lebensstil hervor, ein düsterer Klang-Existenzialismus.“<em> (Kai Müller im Tagesspiegel vom 24.03.2004)</em><br />
„Legs McNeil kann für sich beanspruchen, den Begriff Punk zwar nicht erfunden zu erhaben (dieses Verdienst gehört vermutlich Lester Bangs). Doch hat er ihn gewissermassen institutionalisiert, als er 1975 mit dem Grafiker John Holmstrom das Magazin »Punk« gründete. »Please Kill Me« skizziert das amerikanische Vorbild des Genres, nicht das britische Phänomen Punk, für dessen Beginn die Sex Pistols stehen.“<em> (Markus Schneider in der Berliner Zeitung vom 23.08.2004) </em></span></h5>
<p>Wer das Buch kennt, wird vielleicht verstehen können, daß ich mich bei der Lektüre am liebsten kopfüber mittenrein in diese kaputte, laute, schrille Zeit gebeamt hätte.  Natürlich unsichtbar – denn ich hätte weder den üblichen Drogenkonsum noch die Machoallüren der „Stars“ verkraftet.</p>
<p>Aber mit Tarnkappe im Lower Manhattan Ocean Club? Klar doch!</p>
<p>Zwischen Iggy Pop und David Bowie sitzen, während Patti Smith verkleidet wie die kleine wütende Schwester von Keith Richards düsteren Schmerz verbreitet. Da vorn steht Nancy Spungen und redet aufgeregt auf einen genervt blickenden Typen ein. Hm, sieht aus wie Tom Verlaine. Durch die Menge schiebt sich eine blonde, nicht mehr ganz junge Frau, sieht sich wirr und nervös um. Nico auf der Suche nach dem nächsten Schuß und der verlorenen Jugend…Was ist da vorn los? Ah ja, die Warhol-Clique gibt sich die Ehre. Der immer irgendwie gelangweilt wirkende Egomane inmitten seiner transzendalen, transsexuellen Meute und Brigid Berlin hat zwischen den Zähnen eine kleine Spritze, die wie eine Zigarette auf und ab wippt. Spot an!  Zwischen dem Wahnsinn eine unübersichtliche Rotte männlicher und weiblicher Groupies, die wie Glitzerflittersternchen der Szene den notwendigen Glanz verleihen.<br />
Und wenn jetzt noch Johnny Thunders reinkommt, DeeDee ein Bier ausgibt und Sable Starr vom Hocker fällt…dann will ich verdammt noch mal auch eine von diesen bunten Pillen, die Nancy verteilt. Und ich will genauso orientierungslos und zugedröhnt durch die Zeit taumeln. Ohne wirklichen Plan, aber immer erstmal dagegen! YEAH!</p>
<p>Sind Klischees nicht etwas Wunderbares?     Die Realität zwischen den Kapiteln machte wahrscheinlich nicht mal halb soviel Spaß.  Und wie fast immer dokumentieren die „Randfiguren“ wie Manager, Promoter und „gute Freunde“  mit Vorliebe ihre Sicht der Dinge und weisen dezent darauf hin, nicht nur dabei, sondern mittendrin gewesen zu sein.</p>
<p>Trotzdem liest sich dieses Buch weg wie nix – was zum Teil an genetisch vorprogrammiertem Voyeurismus liegen mag, denn all die Exzesse, Peinlichkeiten, szeneinternen Verbandelungen und ein hoher Lästerfaktor machen fast 50 % des Lesestoffes aus. Sehr unterhaltsam, manchmal unfreiwillig komisch, manchmal zum heulen traurig. Aber doch immer über BUNTE-Niveau <img src='http://www.boerdebehoerde.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Einige nicht unerhebliche Nebenwirkung waren nicht nur die Lust, alte Platten wieder aufzulegen, im Web nach Raritäten zu suchen und sich durch Bandbiographien zu kämpfen, sondern auch in sinn- und endlose Diskussionen zu geraten, die der Frage „Wer hat’s erfunden?“ galten.</p>
<p>Ich weiß nicht, ob „Please kill me“ wirklich die „unzensierte Geschichte des Punk“ wiedergibt. Ob die Amis den Punk als Witz erfunden und die Engländer daraus eine bis heute überlebende eigene Legende geschaffen haben – darüber mögen andere urteilen.  Mir persönlich ist das völlig egal.     Die Musik jedoch ist mir überhaupt nicht egal.</p>
<p>Immer noch Hammer, immer noch meins.</p>
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		</item>
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		<title>Trösterchen für Gutmenschen</title>
		<link>http://www.boerdebehoerde.de/2008/08/16/troesterchen-fur-gutmenschen/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 11:47:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zora</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bücherkiste]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bördebehörde präsentiert: Die erste Buch-Rezension von unserer neuen Autorin, Zora! Herzlich willkommen und viel Spaß hier! Stefan Scholl „Aus dem macht ihr keinen Menschen mehr“ Kurzbeschreibung von amazon.de: Es sind Deutschlands schlimme Kinder. Aufgewachsen in kaputten Familien, in Jugendheimen, auf Bahnhofsklos, in psychiatrischen Anstalten, verprügelt, vergewaltigt und immer wieder davongelaufen. Kindliche Lügner, Diebe, Rufmörder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Die Bördebehörde präsentiert: Die erste Buch-Rezension von unserer neuen Autorin, Zora! Herzlich willkommen und viel Spaß hier!</em></p>
<h3 style="text-align: center;">Stefan Scholl<br />
„Aus dem macht ihr keinen Menschen mehr“</h3>
<h3 style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Scholl Cover" src="http://www.boerdebehoerde.de/wp-content/uploads/2008/08/bb_scholl.jpg" alt="" width="159" height="260" /></h3>
<p style="text-align: center;"><span id="more-530"></span></p>
<h5><span style="font-weight: normal;"><strong><em>Kurzbeschreibung von amazon.de:<br />
</em></strong>Es sind Deutschlands schlimme Kinder. Aufgewachsen in kaputten Familien, in Jugendheimen, auf Bahnhofsklos, in psychiatrischen Anstalten, verprügelt, vergewaltigt und immer wieder davongelaufen. Kindliche Lügner, Diebe, Rufmörder oder Drogendealer. In Deutschland sind sämtliche Erziehungsinstanzen an ihnen gescheitert, jetzt sind sie in der sibirischen Taiga gelandet, für ein Jahr, zusammen mit jungen deutschen Pädagogen, die wieder gesellschaftsfähige Menschen aus ihnen machen sollen. In arglosen russischen Dörfern entbrennt ein Psychokrieg: Die Erzieher kämpfen um das Vertrauen der Kinder. Die Kinder bekämpfen die Erzieher. Ein Kampf zwischen Liebe und Hass, Hoffnung und Verzweiflung. Ein deutsches Drama im bitterkalten, bettelarmen Sibirien, vor einem staunenden Publikum, das tagtäglich einen ganz anderen Kampf kämpft: um Brot und um die Zukunft seiner Kinder. Der Russlandkorrespondent Stefan Scholl ist als Berichterstatter nach Sibirien gekommen – und muss sehr schnell lernen, dass weder der russische Überlebenskampf noch der deutsche Beziehungskrieg bloße Zuschauer duldet.</span></h5>
<h5><span style="font-weight: normal;"><em><strong>Über den Autor<br />
</strong></em>Stefan Scholl, Jahrgang 1962, studierte Geschichte, Slavistik und Politikwissenschaften, absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München, arbeitete als Sportreporter für die „Wochenpost“ und als Moskau-Korrespondent für „Die Woche“. Heute lebt er als freier Autor in Twer/Russland und schreibt u. a. für „Facts“, „Merian“, „McK-Wissen“ und das „SZ-Magazin“. </span></h5>
<h5><span style="font-weight: normal;"><em><strong>Amazon.de-Kundenrezension:<br />
</strong></em>Ich habe keine Ahnung, wie man als Laie dieses Buch liest und empfindet - ich selbst habe eine Einzelfallbetreuung als Betreuer in Sibirien hinter mir und mir spricht stefan scholl aus der Seele!! Stefan Scholl berichtet mit Liebe zu dem Thema, aber zugleich kritisch und das in einer sehr amüsanten Weise. Ich weiß nicht mehr, an wie vielen Stellen des Buches ich inne halten musste und leise kopfnickend die Beobachtungen des Autors bejahte. Tolle Leistung, die Zeit mit den Betreuern und Kids in Sibirien so in dieser Art und Weise zu verbringen und Lob an den Autor über die wahrheitsgetreue Beschreibung!!!</span></h5>
<p>Dies ist ein gar tröstliches Buch! Ich arbeite zwar nicht in Sibirien, sondern in einem Kinderhaus auf‘m Dorf, konnte aber schnurgerade Parallelen zu meinem verzweifelt pädagogischen Alltag ziehen. Wie schön, dass auch in Sibirien auf ein freundliches „Guten Morgen“ ein „Halt die Fresse“ nebst zielgerichtet geworfenen Gegenständen folgt!     Das aller-allerschönste ist jedoch, dass es sich um männliche Betreuer handelt, die zugeben, ANGST vor ihren „Klienten“ zu haben! Männer, die fix und fertig, ausgebrannt, hilflos und manchmal verdammt wütend sind! Und Jugendliche funktionstüchtig für eine Gesellschaft machen sollen, von deren Werten sie selbst nicht überzeugt sind.   Denn gerade in der Jugendarbeit werden bevorzugt männliche Betreuer eingestellt, weil die meist Vaterersatz sein sollen, so schön Fußball mit den Jungs spielen können und (das sagt aber keiner) den jugendlichen Halbgöttern im Bedarfsfall auch mal aufs Maul hauen können. Was natürlich ein Kündigungsgrund ist.     Und ohne gleich ein kollektives Aufjaulen von wegen „Kinder darf man nicht hauen“ provozieren zu wollen, frage ich: Wer schützt uns, die wohlgesonnenen Erwachsenen vor den mit Messern und Äxten drohenden, werfenden Kids? Na?</p>
<p>Fazit:</p>
<p>1. Das Buch sollte Pflichtlektüre im realitätsfremden Sozialpädagogikstudium werden!</p>
<p>2. Man darf Kinder auch mal hassen!</p>
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