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„Junger Feldhase“ von Albrecht Dürer

Ostern. Alle Jahre wieder. Leise rieselt der Schnee. Wie verbringt der gemeine Feldhase seinen lieben langen Tag? Genau, er tummelt sich. Und zwar auf der Börde weiten Acker­flä­chen. Wenn er sich gerade mal nicht tummelt, was nicht allzu häufig vorkommt, steht er bis an die schar­fen Nagezähne bewaff­net in Lauer­stel­lung, um bei erstbes­ter Gelegen­heit dem ein oder anderen Jäger das Fell über die Ohren zu ziehen.

Recht so, lieber Feldhase, wohlgetan!

Kommt unser Freund Feldhase dann nach vollbrach­tem Tagwerk zurück in seinen Hasen­bau, warten seine Kinder schon auf ihn, voller Vorfreude auf ihre ihnen jetzt zuste­hen­den Hasen­brote. Während seine Kinder noch mampfen und die Hasen­brote unter ihren Hasen­schar­ten in Richtung Hasen­ma­gen verschwin­den, hat sich unser Meister Lampe bereits seine Bettstatt gerich­tet: der Hase liegt im Pfeffer!

Jetzt wißt ihr, wie der Hase läuft!

Schöne Ostern euch da draußen!

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Update: Schuld war nicht der Bossa­nova, sondern das Plugin PXS Mailform. Dann also ohne Kontakt­form, dafür wird WordPress wenigs­tens nicht ausge­bremst. Die Perfor­mance­ver­luste waren enorm und deutlich spürbar. Über Ostern werde ich versu­chen, das Landing Sites-Plugin zu integrie­ren, scheint mir eine tolle Sache zu sein.

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Nachdem ich mir gestern durch die Einrich­tung des neuen Kontakt­for­mu­lars (welches übrigens nicht funktio­niert), den halben Blog zerschos­sen habe, laufen so einige Sachen nicht mehr vernünf­tig. Außer­dem braucht die Behörde jetzt eine deutlich längere Ladezeit, im Inter­net Explo­rer werden die Bilder im Header nicht mehr angezeigt (in Firefox geht’s!) und die Aktua­li­sie­rung der Seite funzt nur noch über einen erzwun­gen Reload. Muß wohl an der .htaccess liegen, die ich gestern aktua­li­sie­ren mußte. Und alles nur, weil mein dusse­li­ger Provi­der kein mod_rewrite unterstützt …

Das Oster­wo­chen­ende ist also komplett für die Behörden-Renovierung verplant, naja, ehrlich gesagt hatte ich ohnehin nix anderes vor. Schöne Ostern, da draußen, vom Nerd mit den großen Ohren! 😀

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Mein digita­ler Schat­ten reicht von hier bis nach Groppen­dorf, er verdun­kelt inzwi­schen die gesamte Börde. Und wer’s nicht glaubt, der soll selbst mal raus und gucken gehen. Am besten wenn die Binär­sonne wieder scheint!

Sonnige Grüße,
Mr. 10.000 Gigabyte

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Depeche Mode in der DDR

by Torsten on 13. März 2008 · 0 comments

in Musik

Vor 20 Jahren: Depeche Mode in der Berli­ner Seelenbinder-Halle.

In der Halle warten 6000 Fans. Seinen vorsorg­lich mitge­nom­me­nen FDJ-Ausweis kann der 16-jährige Sascha Lange stecken lassen: Nichts deutet auf eine Geburts­tags­party der FDJ hin. Statt blauer Hemden fiebern schwarz geklei­dete Depeche-Mode-Doubles dem Auftritt entge­gen. Die DDR ist an diesem Abend unend­lich weit weg. In Grund und Boden gebuht, verlässt die ostdeut­sche Vorband Mixed Pickles die Bühne. Um 20.08 Uhr ist es endlich so weit: Als Sänger Dave Gahan „Good evening, East Berlin“ in den Saal ruft, drückt Rocco Ganzert aufge­regt die Aufnah­me­taste seines Kasset­ten­re­kor­ders. Nicht wenigen Fans laufen Tränen über das Gesicht. „Wir raste­ten total aus“, erinnert sich Sascha Lange. „Dieses Glück, diese Freude. Depeche Mode in der DDR – und ich war dabei!“ Selbst Produk­ti­ons­lei­ter Ponesky reißt die Stimmung mit: „Es war ein Konzert, das sich mit keinem anderen verglei­chen lässt. Die Band hatte eine Aura, die einen fast gläubig werden ließ.“ Als nach einein­halb Stunden das Saallicht angeht, spüren alle Betei­lig­ten, dass sie gerade etwas ganz Beson­de­res erlebt haben.

20 Jahre später. Depeche Mode sind nach wie vor eine großar­tige Band, die DDR ist inzwi­schen Geschichte. Ich kann mich noch gut erinnern, daß mir meine Mutter damals, ein oder zwei Tage nach dem Konzert, die gesam­mel­ten Zeitun­gen mit Berich­ten über das Konzert auf den Küchen­tisch legte.

Mein Gott, was hätte ich für eine Karte gegeben.

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Gelegent­lich ist es an der Zeit, mit alther­ge­brach­ten Sitten und Gebräu­chen zu brechen und den Unvor­her­seh­bar­kei­ten des Lebens entschlos­se­nen Mutes ins Auge zu blicken. Die Routine ist der höchste Feind der Sponta­ni­tät, sie hält letztere im Keller gefan­gen und prügelt mit der Peitsche der Berechen­bar­keit gnaden­los auf sie ein. Im Angesicht dieser Erkennt­nis beschloß ich, meinen freitäg­li­chen Kneipen­abend in „Ritas Hafen­bar“ auf Diens­tag vorzu­ver­le­gen. Ehrlich gesagt, war dies nicht der einzige Grund:

Ich hatte ziemli­chen Durst.

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In der Spelunke – deren Innen­ein­rich­tung an eine Altbau­woh­nung im Buckau der 80iger Jahre erinnert – angekom­men, gesellte ich mich zu meinen Trink­brü­dern und Spieß­ge­sel­len, Holzbein-Horst und Schlitzer-Kalle. Sie hielten bereits ein mittels Wärmfla­sche vorge­heiz­tes Plätz­chen für mich frei, ein Service, den ich beispiels­weise in heuti­gen moder­nen Schnell­re­stau­rants beinahe körper­lich schmerz­haft vermisse. Bei meinem letzten Besuch in einer dieser urbanen Lokali­tä­ten erntete meine diesbe­züg­li­che Frage nach Platz­re­ser­vie­rung und -vorwär­mung nur verständ­nis­lo­ses Kopfschüt­teln. Dabei geht nichts über einen gut gewärm­ten Platz, man sitzt sofort deutlich besser, das wohlige Gefühl des Heimisch­seins stellt sich bereits nach wenigen Sekun­den ein. Ein kalter Sitzplatz hinge­gen ist nicht nur des Popos größter Feind sondern auch dem allge­mei­nen Wohlbe­fin­den abträg­lich. Und auf das Aller­schärfste anzuprangern!

Zurück zu Horst und Karl-Heinz. Wir bestell­ten je ein Herren­ge­deck samt Brathähn­chen und gerie­ten ins Plaudern, sprachen über die Widrig­kei­ten, die das Leben in großer Zahl für uns bereit­hält, über die Geschäfte und den Lauf dersel­ben, über Familie, Bekannte, Verwandte und Trend­sport­ar­ten, über dies und das, jenes und solches, kurzum: Wir redeten so daher. Als mir Horst und Karl-Heinz Neuig­kei­ten aus ihrem Geschäfts­le­ben berich­te­ten (die Art von Geschäf­ten ist für diesen Beitrag nicht von Belang) gewann ich zuneh­mend den Eindruck, daß beide maßgeb­lich dafür verant­wort­lich sind, daß die Liste der Todsün­den vom Vatikan gerade erst erwei­tert wurde. Eine dunkle Ahnung, das beide ihr Geld in eher dunklen Kanälen – hier meine ich nicht die zweifels­ohne ehren­wer­ten Herren vom Abwas­ser­we­sen – verdie­nen, hatte ich schon immer. Das ihre Kanäle jedoch so ausge­spro­chen dunkel sind, das sie von keinem Licht­strahl je erhellt werden, war auch mir neu. Gegeben­falls werde ich zu einem späte­ren Zeitpunkt ausführ­li­cher werden, ich bitte um Ihr Verständ­nis. Man weiß ja nie, wer so alles mitliest.

Nachdem wir also unser erstes Herren­ge­deck getrun­ken hatten und dazu übergin­gen, Brathähnchen-nagend Löcher in die Luft zu starren, flog mit einem kräfti­gen Rumms! die Türe auf und herein kam flotten Schrit­tes der dritte Schurke im Bunde: Unser so lange und so schmerz­lich vermiss­ter Brotge­nosse Buletten-Bruno. Suchend blick­ten seine Augen aus tiefen Höhlen durch den Raum und als er uns erblickte erschallte sein kräfti­ger Bass mit einem „Na, ihr Lütten?! Buletten-Bruno ist wieder da!“ zu uns herüber…

[Fortset­zung folgt fielleicht]

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