Arbeit

Fake Empire

by Torsten on 18. September 2017 · 0 comments

in Kraut und Rüben, Musik

Ich fühle mich gerade half awake in a fake empire und deshalb fielen mir The Natio­nal ein. Ob die Herren beim Schrei­ben von Fake Empire an einen Montag­vor­mit­tag im Büro gedacht haben, entzieht sich aller­dings meiner Kennt­nis. Besag­ter Song stammt vom vierten Album Boxer aus dem Jahre 2007. Danach war es aus mit mir und The Natio­nal – ich hatte die Band aus den Augen verlo­ren und nach den ersten vier Alben das Gefühl, es wäre alles gesagt, gesun­gen und gekuschel­bluest worden.

Kumpel J, neben­bei Leadsän­ger einer aufstre­ben­den Nachwuchs­ka­pelle aus Atzen­dorf, hat mir das neueste Werk der Natio­na­len namens Sleep Well Beast empfoh­len. Es ist nicht übel. Aber leider auch nicht grandios. Ein solides, starkes Album, das sich von den frühe­ren Werken durch gelegent­li­che Elektronik-Einsprengsel und deutlich hörba­ren Krautrock­ein­fluß unter­schei­det. Eine Hörprobe gibt es gleich hier unten. Außer­dem hat mir Kumpel J aufge­tra­gen, mir High Violet anzuhö­ren. Dieses Album lief bislang völlig außer­halb meines Radars. Letzte Woche hab ich reinge­hört, bin dabei aller­dings – Tatsa­che! – einge­schla­fen. Werde mich im Wachzu­stand nochmal damit beschäf­ti­gen, J.


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Ebenso sehens­wert wie desil­lu­sio­nie­rend: Gestern abend lief im Mittel­deut­schen Rundfunk ein Beitrag von exakt unter dem Titel „Wie geht’s, Sachsen Anhalt? Ein Land vor der Wahl“. Ausgangs­punkt für die einstün­dige Sendung war unsere Kreis­stadt Haldens­le­ben. Im Auftrag des MDR wurden von Infra­test Dimap viele Einwoh­ner aus Stadt und Umgebung zur politi­schen Lage interviewt.

Die Ergeb­nisse sind wenig überra­schend: „Die Sachsen-Anhalter wünschen sich mehr direk­ten Kontakt mit Politi­kern. Außer­dem konsta­tier­ten die Meinungs­for­scher eine große Unsicher­heit, welcher Partei die Bürger bei Landtags­wahl im März ihre Stimme geben sollten. Einige Befragte wollen deshalb gar nicht zur Wahl gehen.“

Ich finde es immer wieder aufschluß­reich, wie tief der Graben zwischen Politik und Volk inzwi­schen zu sein scheint. Selbst in unserer relativ wohlha­ben­den Gegend mit – Origi­nal­ton MDR – „der höchs­ten Millio­närs­dichte im Osten“; einer Gegend, in denen es einem Großteil der Menschen eigent­lich ganz gut geht. In der Gegend, mit der niedrigs­ten Arbeits­lo­sen­quote im ganzen Osten… Mein Fazit für die Zukunft Sachsen-Anhalts fällt gemischt aus. Ich hab viele Vorur­teile bestä­tigt gesehen, beson­ders was politi­sche Diskus­sio­nen unter Handwer­kern angeht. Auch die Folgen der Abwan­de­rung spüre ich persön­lich. Und das allge­meine Desin­ter­esse an Politik im Lande hat inzwi­schen leider auch auf mich abgefärbt… Was Sachsen-Anhalt braucht, ist eine Vision für die Zukunft. Oder wenigs­tens eine Alter­na­tive zum Dasein als Niedriglohnland.

Jeden­falls eine sehr gute Sendung, die hier in der MDR-Mediathek angese­hen werden kann.

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Klick!


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Der perfekte Post für einen Montag­vor­mit­tag: Marina tanzt ihre Kündigung. 😀



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Für Pedro

by Torsten on 12. April 2012 · 0 comments

in Kraut und Rüben



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… gab es auch zu DDR-Zeiten, wie vorste­hende Klein­an­zeige beweist. Überhaupt ist das Umwelt­be­wußt­sein eine Erfin­dung der unmit­tel­ba­ren Postmo­derne, also kwasi gestern erst entstan­den. Wer’s nicht glaubt, sollte sich nachts auf 1Festival mal die Tages­schau von vor 20 Jahren anschauen… da war CO2 noch eine gerade frisch verges­sene Merkwür­dig­keit aus dem Chemie-Unterricht und „Wetter noch gar kein Klima!“, wie Rainaldo Grebono einst ebenso schön wie treffend formulierte.

Außer­dem bin ich unbedingt dafür, das Wort „Wald“ durch „Walde“ zu erset­zen. Ich bin im Walde und außer­dem im Bilde.

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