Berlin

Wir waren neulich beim Konzert meiner famosen Lieblings-Australier The Smith Street Band im about blank in Berlin. Tolle Band, tolles Konzert, tolle Lohkähschänn. Was nicht ganz so toll war, war die Tatsache, dass ich am nächsten Tag Frühdienst hatte. Aber das ging auch irgendwie. Gefühlte 50% des Publikums waren Exil-Australier, man hat offenbar eine gut vernetzte Kommmjunitieh. Die Vorband The Bennies waren live ganz unterhaltsam, zuhause würde ich ihren Crossover aus Reggae, Punk und dezenten Disco-Einsprengseln aber eher nicht auflegen. Der Merchstand gab für mich nicht viel her, die Smithies-Platten hab ich alle im Schrank. So hab ich mir eine herrliche, total bescheuert aussehende Mütze gekauft, die mir sicher im Winter gute Dienste leisten wird. Haben die in Australien überhaupt Winter?! Hier ein schönes Video, das ich schamlos bei Instagram geklaut habe:



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Ein sehenswerter Kurzfilm über Dagobert Jäger, den „Schnulzensänger aus den Bergen“. Aufgewachsen in der Abgeschiedenheit einer einsamen Schweizer Berghütte, geprägt durch Wind Of Change und Die Flippers … meiner Meinung nach liegt der Wahrheitsgehalt von Dagoberts Biographie irgendwo zwischen 5 und 8 Prozent, was den Typen und ganz besonders seine Songs aber nicht minder interessant macht.

Und nach dem Kurzfilm (bzw. der Fake-Doku) gebt euch diesen tollen Song hier:


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Prädikat sehenswert: Dirk Sager, ZDF-Chefreporter in Ost-Berlin, mit einem wunderbaren Panorama des Lebens im Ost-Berlin des Jahres 1978. Schrebergärtner, Militärparaden, Centrum-Warenhaus, Bauarbeiter, Gemüsemarkt Pankow, Interviews mit einer werdenden Mutter, den Schriftstellern Klaus Schlesinger und Dieter Schubert, der Liedermacherin Bettina Wegner u.a.



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Klick für die ganze Wahrheit!

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Gestern abend lief in der ARD die Dokumentation Schabowskis Zettel. Das Dokudrama von Marc Brasse und Florian Huber verfolgt mehrere Protagonisten über die entscheidenden Stunden des 9. November 1989. Es sind: Gerhard Lauter, der Mann, der den Zettel schrieb. Günter Schabowski, der Mann, der einen Fehler machte. Harald Jäger, der Mann, der die Grenze öffnete. Familie Bratfisch aus dem Osten, die zu den ersten gehörten, die über die Grenze gingen. Benedikt Sedlmeyer aus Westberlin, der das Brandenburger Tor „von hinten“, also aus dem Osten kommend, eroberte. Tom Brokow, der für NBC live vom Brandenburger Tor die Nachricht in die Welt trug. Roter Faden des Films ist stets Schabowskis Zettel.

Ein Stück deutscher Zeitgeschichte, hochspannend und dramatisch umgesetzt. Für alle Zuspäterkommer gibt’s die Doku kostenlos in voller Länge in der ARD-Mediathek.

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Sehr geehrte Lesezirkel-Abonnenten,

mein Name ist Gunnar Roß und ich habe große Teile der Weltgeschichte verschlafen. Warum, weshalb und wieso, das möchte ich Ihnen gern in meinem heutigen Beitrag erklären. Vorher möchte ich noch darauf hinweisen, daß dieser Text erstmals mit Fußnoten versehen ist. Klicken Sie dazu nun bitte testweise auf die kleine ((Das haben Sie ganz prima gemacht! Sie können jetzt einfach auf das kleine Häckchen am Ende der jeweiligen Fußnote klicken und gelangen prompt an Ihre wohlvertraute Lesestelle zurück. Tolles Ding, diese schöne neue Welt!))

Am frühen Morgen des 10. November 1989 schwang ich mich ebenso lust- wie stilvoll auf mein Kleinkraftrad vom Typ Simson S51 electronic ((In dunkelgrün, der Farbe der Gewinner!)), um zum Frühdienst im Werk II eines hier nicht näher zu bezeichnenden Kombinats zu düsen. Es handelte sich nicht um ein Atomkraftwerk, soviel sei verraten. Ich heizte also über die Bundesstraße 71, deren Verkehrsaufkommen damals mit dem heutigen nicht zu vergleichen ist. ((Würde man dennoch einen Vergleich wagen, könnte man feststellen, daß heutzutage ein Vielfaches an Verkehrsgeschehen vorhanden ist. Damals jedoch gehörte die Straße mir beinahe ganz allein.)) Ich war King of the Road, frei wie der Wind, und bereits um ca. 5.30 Uhr verdammt gut gelaunt. Pünktlich gegen 6.00 Uhr traf ich an meinem Kombinatssitz ein. Ich durchschritt entschlossen der Flure übermächtiger Zahl und begab mich in einen Raum, den man damals nur mit sehr viel gutem Willen Büro schimpfen konnte. Mit heutigen Büromaßstäben nicht mehr zu vergleichen, würde man dennoch einen Vergleich wagen, könnte man wieder oben beim Thema Verkehr weiterlesen. Die Zeiten sind eben andere und die Maßstäbe sowieso, und was zu jener Zeit schon schlecht war, wird auch in einer nostalgischen Verklärung nicht besser. Doch zurück zum Thema: Ich traf also im Büro ein und mußte feststellen, daß ich allein war. Mutterseelenallein. Kein Mensch da. Niemand außer mir. Ich dachte nach, ob es vielleicht möglich wäre, daß ich den Tag verwechselt hätte? Hatten wir eventuell Sonnabend und ich wäre vielleicht völlig umsonst losgeheizt? Nein, es mußte stimmen: Wir schrieben Freitag, den 10. November 1989. Ich hatte mich nicht vertan, soviel war sicher.

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