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Boxhamsters

Heute mal wieder ein paar Fotos meiner Schallplatten-Neuerwerbungen der letzten Monate. Nicht um anzuge­ben, wie ein boshaf­ter Kommen­ta­tor in der letzten Folge von Schall & Wahn so hanebü­chen behaup­tete, sondern um euch die Möglich­keit zu geben, sich mit mir zu freuen. 😀 Die Galerie wird fortlau­fend erwei­tert und ist immer auf der Foto-Seite der BB zu finden.

Begin­nen wir mit Iron Chic. Die neue 7″ der ameri­ka­ni­schen Buben bewegt sich wie immer stil- und zielsi­cher im Fahrwas­ser des melodiö­sen Punkrocks auf eine Insel der Glück­se­lig­keit zu. Zwei Songs auf der B-Seite die es nur auf dieser Single gibt. Für mich eine der besten Bands auf dem Gebiet des emotio­na­len Vollrocks.

Morris­sey hat sein Glamou­ros Glue (wieder)veröffentlicht. Die beiden 7″, eine davon als Picture-Disc, warten mit exklu­si­ven B-Seiten auf. Eine Maxi-CD gehört auch noch zum Package; findet hier aller­dings wegen der Beschrän­kung auf Vinyl keinen Eintritt zum Foto.

Die Sharks schwim­men in der Schnitt­menge aus The Gaslight Anthem, The Clash und Fällt­mir­grad­nichtein. Und dort schwim­men sie sehr sehr gut. Sehr hübsche siebbe­druckte 7″ von den netten Jungs von Coffee­bre­ath And Heart­a­che aus Biele­feld. Die wahrschein­lich nächste Veröf­fent­li­chung der Herren CAH wird übrigens der Longplayer der Banquets sein, auf den ich mich schon wie blöde freue.

Die Boxhams­ters sind mittler­weile seit Jahrzehn­ten sowas wie meine Haus- und Hofband. Ein guter Kumpel, auf den man sich immer verlas­sen kann. So auch auf der neuen 7″ Philipp goes to Kinder kriegen, die mit zwei exklu­si­ven Titeln aufwar­tet. Im übernächs­ten Bild folgt – unter­bro­chen durch den fantas­ti­schen Emo-Post-Noise-Rock von Radio Burroughs aus Dresden – das hübsch grau marmo­rierte Thesau­rus Rex der Hamster­bu­ben nebst Bonus-7″. Must have!

Agnes Obel kommt aus Dänemark und verzau­bert jeden Regen­tag mit ihrem melan­cho­li­schen und sehr reduzier­ten Pop. Die Platte knistert vom ersten Tag an – was das Vergnü­gen ein wenig schmä­lert.

Zu Dean Dirg schrei­ben wäre wie zu Archi­tek­tur tanzen. Halt die Schnauze.

Clara Luzia hat nun auch erstmals (?) Vinyl veröf­fent­licht und dabei keine Kosten und Mühen gescheut. Wunder­hüb­sches Gatefold-Cover mit mp3-Download-Code. Tolles Album auch, weniger poppig als der Vorgän­ger, aber nicht minder gut.

Zu Frank Turner hab ich schon eine Menge geschrie­ben. Hier kommen noch ein paar Sätze: Während Rock & Roll als Zwischen­mel­dung und Finger­übung im schönen 10″-Format durch­geht, folgt gleich daneben das neue England Keep My Bones im schnu­cke­li­gen grünen Vinyl (750 Exemplare). Die CD ist zusätz­lich dabei. Außer­dem ausnahms­weise mit an Bord: Das Album als Deluxe-CD mit drei Bonus-Tracks. Yummy, Yummy, Yummy!

Zwei Tage : Ohne Schnupf­ta­bak – So sieht DIY in Vollendung aus. LP, CD, DVD, Plakat, Schnupf­tuch, Feuer­zeug, Button, Aufkle­ber. Und dazu noch ein großar­ti­ges Punkal­bum, das lange nach einem ebenbür­ti­gem Gegner suchen muß. Großes Kino, welches von innen wie außen begeis­tert.

Leider war ich beim letzt­wö­chi­gen Konzert der The Weakert­hans in Berlin verhin­dert. Ich hoffe, ihr hattet viel Spaß. Nett jeden­falls, daß ihr so freund­lich wart, und mir die letzte 7″ von Weakerthans-Sänger John K. Samson mitge­bracht habt. 🙂 Übrigens gab’s beim Hambur­ger Konzert der Schwä­cheralse Besuch auf der Bühne: Frank Turner sprang bei Pamphle­teer mit ein. Ein Fest!

Epischer Postrock aus Schwe­den von Ef. Fantas­ti­sches Doppel­al­bum mit großar­ti­gen, sphäri­schen Klängen in super­schi­cker Aufma­chung. In dieser Preorder-Version gibt’s davon wohl ganze 100 Stück. Unbedingt das Album mal antes­ten, oder einfach den letzten Sonntagmorgen-Song hören. Grandiose Platte!

Social Distor­tion haben das beste Album des ersten Halbjah­res abgelie­fert. Leider hab ich mich an Hard Times And Nursery Rhymes überhört und laß es erstmal ‚ne Weile ruhen. 1000 gab’s in gelbem Vinyl (bis 100 Dollar bei eBay), 2500 in rotem und den Rest in Schwarz.

Ahoj!

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Eigent­lich sollte hier ein länge­rer Artikel über meine in den letzten Monaten erwor­be­nen Tonträ­ger stehen. Der sah im Entwurfs­sta­dium ungefähr so aus. Statt­des­sen – vor allem, weil ich nicht gut im Rezen­sie­ren bin; aber auch, weil ein Großteil der Inter­pre­ten hier bereits Erwäh­nung fand – gibt’s hier nur Fotos. Wer Fragen hat, kann ja in den Kommen­ta­ren fragen. Fragen kostet ja nix, und somit deutlich weniger als z. B. Schall­plat­ten.



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Vor ein paar Wochen schon, bin ich über einen Eintrag auf der Last.fm-Seite zu 1982 von den Boxhams­ters auf eine inter­es­sante Ähnlich­keit des Titels zum Song Homeco­m­ing der Band The Teenagers aufmerk­sam gemacht gewor­den.

Zunächst 1982 der Boxhams­ters zum Reinhö­ren:

Musik­vi­deo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musik­vi­deo abzuspie­len. Die aktuellste Version steht hier zum herun­ter­la­den bereit. Außer­dem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Und hier unten zum Vergleich der Video­clip des Origi­nals.

Die Ähnlich­keit ist überdeut­lich, die Anfangs­me­lo­dien bis hin zum Refrain dieselbe. Sogar die verzerrte Stimme im Refrain wurde von den Boxhams­ters übernom­men. Jetzt muß ich noch rausfin­den, was der recht derbe Text von Homeco­m­ing mit der Vergan­gen­heits­ly­rik von 1982 zu tun hat … Da fällt mir ein – vielleicht hab ich das aber auch schon heraus­ge­fun­den: Immer­hin heißt die Band The Teenagers, und in 1982 geht es um nichts anderes als das Leben eines Teenagers.

Da man so offen­sicht­lich nicht klauen kann (zumin­dest nicht, ohne erwischt zu werden), gehe ich mal vom Positi­ven aus und werte den Song der Boxhams­ters als irgend­was zwischen Inspi­ra­tion und Cover­ver­sion.

Was meinen die Exper­ten?

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Eigent­lich sollte hier ein kleiner Jahres­rück­blick erschei­nen. Dummer­weise kann ich mich an vieles was im letzten Jahr passiert ist kaum noch erinnern, was das Rückbli­cken ein wenig schwie­rig macht. Dennoch traten nach länge­rem Stochern im Nebel folgende Jahres­eck­da­ten zu Tage:

Die Alben des Jahres: Mumford & Sons – Sigh No More wegen der vielen kleinen großar­ti­gen Songs, dem ausge­feil­ten, cleve­ren Songwri­ting, der fantas­ti­schen Produk­tion und den wunder­ba­ren Texten. Element of Crime – Immer da wo du bist bin ich nie weil Sven Regener immer noch die besten deutschen Texte schreibt. Und natür­lich Morris­sey – Years Of Refusal wegen überhaupt und sowieso. Außer­dem positiv aufge­fal­len sind Clara Luzia, Sarah Blasko, New Model Army, die Kaput Krauts, Sniffing Glue und natür­lich die Boxhams­ters.

Die Filme des Jahres: Entge­gen meinen vorjäh­ri­gen Gewohn­hei­ten bin ich dieses Jahr nicht zum ausgie­bi­gen Filmgu­cken gekom­men. Dennoch einige Empfeh­lun­gen: Der beste Film des Jahres heißt Verblen­dung – extrem spannend, schockie­rend, brutal und mitrei­ßend. Ich bin schon auf die Teile 2 und 3 der Trilo­gie gespannt. Das neue deutsche Kino war mit Fleisch ist mein Gemüse und Dorfpunks eher enttäu­schend. Beide Filme errei­chen nicht die Quali­tät ihrer jewei­li­gen Buchvor­lage. Ansons­ten gab’s für mich in diesem Jahr die volle Dröhnung Little Britain auf DVD, dazu die 7-DVD-Box von Monty Python (beides grandios) und The Avengers als DVD-Box.

Buch-Entdeckung des Jahres ist für mich Der Fliegen­fän­ger von Willy Russell. Der Roman hat schon sieben Jahre auf dem Buckel, ich hab ihn aber erst dieses Jahr entdeckt. Famoses Ding, eines der besten Bücher, das ich je gelesen habe. Vielleicht schreib ich irgend­wann mal eine ausführ­li­che Bespre­chung.

Für 2010 gelobe ich Besse­rung und werde mir eventu­ell­viel­leicht­mal­se­hen das ganze Jahr über Notizen machen, dann klappt’s vielleicht auch deutlich besser mit einem Rückblick.

Bis dahin verbleibt das gesamte Behör­den­team mit den besten Wünschen auf ein schönes und entspann­tes Weihnachts­fest. Legt die Beine hoch und laßt die Füße baumeln! Genießt den Abschieds­gruß von Mumford & Sons! Bis bald!



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