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Doku

Gestern abend sah ich eher zufäl­lig eine Doku über Fürst Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau, besser bekannt als Fürst Pückler. Die meisten kennen den Herrn wohl aufgrund seiner gleich­na­mi­gen Eiskrea­tion. Auch, das er Landschafts- und Garten­ar­chi­tekt war, hatte ich schon mal irgendwo vernom­men. Soweit also nix Neues. Was ich jedoch nicht wußte, und was die Doku so beson­ders und so sehens­wert machte, war die Vielzahl an skurri­len Fakten aus Fürst Pücklers Leben:

Fürst Pückler beschäf­tigte den Schnell­läu­fer Mensen Ernst als „laufen­den Boten“. Mensen Ernst lief von Konstan­ti­no­pel nach Kalkutta und zurück in 59 Tagen.

Fürst Pückler ließ sich einver­nehm­lich von seiner Frau schei­den. Anschlie­ßend ging er auf Braut­schau und suchte eine möglichst reiche Maid in England. Grund: Er brauchte mehr Geld für seine (Gartenbau-)Visionen.

Fürst Pückler benutzte eine Maschine, die vor ihm nur zwei US-Präsidenten benut­zen, nämlich eine von James Watt erfun­dene Kopier­ma­schine.

Fürst Pückler beschäf­tigte in einem seiner Parks einen Einsied­ler.

Inter­esse geweckt? Wer mehr über diesen ebenso großar­ti­gen und exzen­tri­schen Menschen wissen will, sollte sich die Dokumen­ta­tion in der ZDF-Mediathek anschauen. Absolut sehens­wert!

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Polizei­meis­ter Kosch­witz und Polizei­meis­ter Dings­bums auf Streife in Berlin, Haupt­stadt der DDR. Es geht um Moped­fah­rer ohne Helm, Trunken­heit, Ruhestö­rung und Raub zum Nachteil der Großmut­ter. In seiner bräsi­gen Belang­lo­sig­keit absolut sehens­wert und Zeugnis einer sicht­bar behäbi­ge­ren Zeit.

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Feuerland

by Torsten on 2. Dezember 2012 · 1 comment

in Fundsachen, Kraut und Rüben

Feuer­land
Dokumen­tar­film, DDR, 1987

Nein, mit Feuer­land ist nicht die Insel in Südame­rika nahe dem Ende der Welt gemeint, sondern die Dorothe­en­stadt in Berlin-Mitte, die im 19. Jahrhun­dert diesen Namen trug wegen der vielen Eisen­gie­ße­reien und Maschi­nen­fa­bri­ken, die die Gegend prägten. An die Zeit, als die Borsig-Schmieden noch lärmten, erinnern heute nur noch die Straßen­na­men wie Schwartzkopff-, Wöhlert- oder Borsigstraße.

Ein richti­ges Kommu­ni­ka­ti­ons­zen­trum ist die Gaststätte Borsig-Eck, dort trifft sich ein bunter Querschnitt der Bevöl­ke­rung, jung und alt. Ein 75jähriger Schach­meis­ter, der in frühen Jahren mit seinem Spiel begann, Bauar­bei­ter aus Neubran­den­burg, die zu Hause keine Arbeit finden, Fußball­fans und ein junges Hochzeits­paar, das zu Udo Linden­bergs „Unterm Horizont geht’s weiter“ tanzt…



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Welcher Zusam­men­hang besteht zwischen der inter­na­tio­na­len Finanz­krise, den zuneh­men­den Ungleich­hei­ten zwischen Arm und Reich, den Zukunfts­tech­no­lo­gien, der nachhal­ti­gen Entwick­lung und dem künfti­gen Schick­sal der Mensch­heit? Der unter anderem von Martin Scorsese produ­zierte Dokumen­tar­film Endsta­tion Fortschritt? fragt, wie der Begriff „Fortschritt“ im Lichte der mensch­li­chen Natur und histo­ri­scher Beispiele neu definiert werden kann.

In ihrem überaus sehens­wer­ten Dokumen­tar­film lassen Filme­ma­cher Mathieu Roy und Harold Crooks die Entwick­lung des Menschen vom Höhlen­be­woh­ner bis zum Erobe­rer des Weltraums Revue passie­ren – mit allen Rückschlä­gen. Zum Thema äußern sich inter­na­tio­nale Exper­ten wie der Kosmo­loge Stephen Hawking, der Biologe Craig Venter, der Umwelt­wis­sen­schaft­ler Vaclav Smil und die Schrift­stel­le­rin Marga­ret Atwood, die alle ganz unter­schied­li­che Auswege aus der sogenann­ten Fortschritts­falle aufzei­gen. (Quelle)

(via Schat­tenzwerg)

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Frank Turner 4play

by Torsten on 22. Juli 2011 · 0 comments

in Musik

Eine kurze Channel 4-Doku über unseren aktuel­len Oberepi­ker Frank Turner. Sehens- und vor allem hörens­wert!

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Allen Arbeits­lo­sen, Urlau­bern, Spätschicht­lern oder Total­ver­wei­ge­rern sei am morgi­gen Mittwoch, dem 11. Mai, ab 10:45 Uhr das Einschal­ten von zdfkul­tur empfoh­len:

Schräge Zeit
Dokumen­ta­tion (D, 2004)


Ost-Berlin, Anfang der 1980er Jahre: Eine Gruppe junger Leute, die den Glauben an den „real existie­ren­den Sozia­lis­mus“ verlo­ren hat, lehnt sich gegen die Unzuläng­lich­kei­ten des DDR-Systems auf. Einer von ihnen, der 1963 in Güstrow geborene und in Ost-Berlin aufge­wach­sene Jan, opponiert als Punk in der berüch­tig­ten Band „Der demokra­ti­sche Konsum“. In dieser Zeit gerät er ins Blick­feld der Stasi. Ein wildes Leben beginnt. Er und seine Freunde leben, als wäre jeder Tag der letzte, und es gelingt ihnen, sich Freiräume zu schaf­fen, die man im Alltag der Deutschen Demokra­ti­schen Republik nicht für möglich gehal­ten hätte. Dennoch ist allen bald klar, dass sie diese Republik verlas­sen müssen. Um der DDR zu entflie­hen, heira­tet Jan 1987 eine Islän­de­rin. Im Westen angekom­men, ändert er sein Leben radikal. Der Fall der Mauer versetzt ihn in Eupho­rie. Er kauft Häuser im Osten, eröff­net einen Mini-Supermarkt und macht Geschäfte mit russi­schen Solda­ten. Plötz­lich hat er alles, was er sich gewünscht hat: viel Geld und eine Familie. 1991 wird Jan die Diagnose „manisch-depressiv“ gestellt, und er verbringt einige Monate in der geschlos­se­nen Psych­ia­trie. Zehn Jahre später hat er ein kleines Schiff gekauft, auf dem er als Selbst­the­ra­pie die Sommer auf den Gewäs­sern von Berlin verbringt.

Im Mittel­punkt des Dokumen­tar­films „Schräge Zeit“ steht eine außer­ge­wöhn­li­che deutsch-deutsche Biogra­fie, die eng mit der turbu­len­ten Geschichte Berlins der letzten 20 Jahre verbun­den ist. Anhand von Inter­views, Fotos und Archiv­ma­te­rial erzählt der islän­di­sche Autor Ólafur Sveins­son, der seit vielen Jahren in Berlin lebt und arbei­tet, Jans Lebens­ge­schichte. (Quelle)

Rezen­sion auf taz.de

Vielen Dank an TH für den freund­li­chen Hinweis!


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