Essen

100% Bio

by Torsten on 2. Dezember 2016 · 0 comments

in Fundsachen, Kraut und Rüben

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Aus unserer Reihe ‚Andere Länder – andere Suppen‘ – Hobby­koch S. Smorebrod empfiehlt:

Rhinozeros mit Rosenkohl

Zutaten für 400 bis 500 Portionen:
1 zartes Rhino­ze­ros am Stück
5 Schub­kar­ren Rosenkohl
1 Swimmingpool
896 kg Liebstöckl (Vorder­in­dien)
1 Düsentriebwerk
1 Lorbeerblatt
2 Sack Salz

Erschie­ßen Sie das Tier mit einer handels­üb­li­chen Schrot­flinte. Als nächs­tes heizen Sie das Düsen­trieb­werk auf ca. 860° C. Leihen Sie sich einen Kran und werfen Sie das Rhino­ze­ros in den mittels Düsen­trieb­werk erhitz­ten Swimming­pool. Aber vorsich­tig, das Wasser könnte leicht überschwap­pen, Verbren­nungs­ge­fahr! Lassen Sie das Rhino­ze­ros ca. 2 Tage vor sich hin köcheln. Jetzt rühren Sie den Liebstöckl vorsich­tig mit einem Schnee­schie­ber unter. Anschlie­ßend schüt­ten Sie Schub­karre für Schub­karre den Rosen­kohl nach. Zum Abschluß werfen Sie das Lorbeer­blatt auf das Rhino­ze­ros und lassen das Salz vorsich­tig Sack für Sack in die Flüssig­keit rieseln. Garnie­ren Sie die fertige Mahlzeit mit etwas Myrrhe, Minze oder Salbei. Der Kenner reicht zum Rhino­ze­ros einen Leber­wurst­auf­lauf mit Einlage und einen doppel­ten Schnaps.

Guten Appetit!


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Der Gastro­nom Rolf Anschütz betrieb in Suhl den „Waffen­schmied“, das einzige japani­sche Restau­rant der DDR. Die Wände waren mit Stoff­bah­nen dekoriert, die Stühle auf Japan-Maß zurecht­ge­sägt. Die Kimonos stamm­ten aus dem Theater­fun­dus. Statt Klößen und Gulasch wurden Glasnu­deln und selte­ner Fisch serviert. Die Exotik und Einzig­ar­tig­keit machten den „Waffen­schmied“ zu einer begehr­ten kulina­ri­schen Adresse in der DDR. Nach monate- bis jahre­lan­ger Voranmel­dung (und wahrschein­lich auch entspre­chen­der „Kontakte“) konnte man nach einer Körper­wä­sche nackt in ein gemein­sa­mes Sitzbad tauch­ten und bei 39 Grad Wasser­tem­pe­ra­tur einen Sake zu sich nehmen, um im Anschluss daran – nun mit Kimono beklei­det – zum exoti­schen Sushi zu schreiten.

Die Idee zum Japan-Restaurant entstand in einer Bierlaune. Anschütz grub aus einem Buch ein japani­sches Rezept aus und kredenzt Mitte der 1960er Jahre sein erstes japani­sches Gastmahl. Musste er anfäng­lich auf heimi­sche Zutaten zurück­grei­fen, durfte er später sogar seine Lebens­mit­tel aus dem Westen bezie­hen. Die DDR-Führung duldete den „Waffen­schmied“ als devisen­brin­gen­des Aushän­ge­schild. 1979 wurde dem Wirt sogar eine Reise nach Japan bewilligt.

Rolf Anschütz’s Geschichte wird augen­blick unter dem Titel Sushi in Suhl verfilmt und soll im nächs­ten Jahr in die Kinos kommen.

Weiter­füh­rende Infos und einige inter­es­sante Bilder gibt es auf der Seite von Lothar Anschütz, dem Bruder des inzwi­schen verstor­be­nen Wirtes Rolf. Auch empfeh­lens­wert ist dieser Artikel von hallo thürin­gen.

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Mein Name ist Gunnar Roß und ich bin ein allein­ste­hen­der Schuh­ma­cher­meis­ter. Als solcher bin ich zwar um schlaue Sprüche nie verle­gen, dennoch mangelt es mir in bestimm­ten Berei­chen des Lebens an Erfah­rungs­wer­ten. So koche ich z. B. viel und gerne, meistens ganze Portio­nen. Sonntags gibt es im Hause Roß immer Phrasen­bra­ten. Den bekomme ich von den örtli­chen ABC-Schützen, welche morgens mit ihren Winchester-Büchsen auf Phrasen­jagd in die Wälder ziehen, frei Haus gelie­fert. Zweimal in der Woche esse ich Fisch, meistens Makrele oder Silber­fisch. Auf der Jagd nach guten Rezep­ten und hilfrei­chen Haushalts­tipps muß ich als allein­ste­hen­der Kapell­meis­ter immer häufi­ger auf das inter­na­tio­nale Daten­netz zurück­grei­fen. So fand ich vor kurzem diesen Filmbei­trag der Seite frag-mutti.de:

Ich habe die Zuberei­tung von Lachs­fisch im Geschirr­rei­ni­gungs­au­to­ma­ten selbst schon auspro­biert, es funktio­niert tadel­los. Meine Frage zielt auch nicht auf die Zuberei­tung ab. Ich habe ein anderes Problem: Jede Frau, der ich von der Zuberei­tung vom ehren­wer­ten Gevat­ter Lachs im Geschirr­rei­ni­gungs­ap­pa­rat berichte, verzieht entwe­der angewi­dert das Gesicht oder schlägt die Hände über dem Kopf zusam­men. Manch eine lief auch schon schrei­end davon und das einzig was ich noch von ihr vernahm war ein geschriee­nes „Herr Roß, wie können Sie nur?! Das ist ja wider­lich!“. Männer, denen ich von der ungewöhn­li­chen Zuberei­tungs­art berichte, nicken meist nur anerken­nend und loben meinen Pragmatismus.

Wie also sieht es bei Ihnen aus? Können Sie, dürfen Sie, wollen Sie, würden Sie Quatsch mit der Spülma­schine veran­stal­ten und vielleicht auch mal ein zartes Fisch­lein darin dünsten?

Ich zähle auf Ihre Mitar­beit, dafür hat der liebe Herrgott die Kommen­tar­funk­tion ja immer­hin erfunden.

Mit wie gewohnt wirren Grüßen,
Ihr Gunnar Roß


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Klick!

Deutsch­land, Deutsch­land, Deutsch­land. Du kleines wirres Dorf am Boden­see. Weit sind deine Wälder, gelb sind deine Felder, vierspu­rig deine Autobah­nen. Das schönste an dir ist die deutsche Sprache. Es gibt so viele tolle deutsche Worte! In dieser Folge:

Die Rohwurst­fi­bel. Eine Fibel ist ein Nachschla­ge­werk und wer einmal nachschla­gen möchte, was Ronny Rotwurscht und Lothar Leber­käse in ihrer Freizeit so anstel­len, der greife beherzt zur Rohwurst­fi­bel. In der nächs­ten Folge dann die Bratwurscht­bi­bel, der Aufschnitt­at­las (mit Dauer­wurscht­do­mino zum Ausklap­pen) und das Morta­del­la­me­lo­dram. Mahlzeit.

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Klick!


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