Fucked Up

Best Of Dingsbums

by Torsten on 30. Januar 2017 · 0 comments

in Musik

Seit Wochen liegt ein Entwurf in meiner WordPress-Datenbank, der sich „Lieblings­plat­ten 2016“ nennt. Ich werde einfach nicht fertig, außer­dem fällt es mir sausch­wer, über Musik zu schrei­ben. Oder zumin­dest, dabei sachlich zu bleiben. Zu stark sind die Eckpfei­ler namens „Totale Scheiße“ und „Meine Fresse ist das großar­tig!“ um die ich musika­lisch schon mein (Blogger)leben lang schiffe… Deshalb hier in loser Folge ein paar beson­dere Highlights aus dem letzten Jahr in der kurz-und-knappen Einzelvorstellung.

CoverFucked Up – Zanzi­bar /// Die Hipster-Punks aus Kanada haben wieder zugeschla­gen. Ein Sound­track. Instru­men­tal. Zu einem Stumm­film. Live urauf­ge­führt 2010 für das Toronto Images Festi­val, wurde die Platte über die Jahre 2011 bis 2013 im Studio aufge­nom­men und 2016 veröf­fent­licht. In Europa nur schwer zu bekom­men, ich hab direkt in Kanada bestellt und hatte dann viel Spaß und weite Wege mit und zu den deutschen Zollbe­am­ten. Seid die „nachträg­li­che Postver­zol­lung“ knapp 30 € kostet, hat sich der Spaß mit Bestel­lun­gen im nicht-europäischen Ausland erledigt. Aber zurück zum Album: Diese Band kann anschei­nend nichts falsch machen. Ein großar­ti­ger Sound­track, auch wenn ich den dazuge­hö­ri­gen Film nie gesehen habe. Diese Platte verdeut­licht eindring­lich, was für gute Musiker in der Band am Start sind. Und ohne das Gebelle von Sänger Damien Abraham kommt das noch besser zu Geltung. Ich vertrete ohnehin die These, das die Band mit einem massen­kom­pa­ti­ble­ren Sänger längst ein Riesen­stern am Indie-Himmel wäre…


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Da bin ich wieder mal über etwas gestol­pert: Fucked Up spielen ihr Über-Album David Comes To Life „live in a round“ in New York. Das Video ist schon vom Januar 2012, aber wer hat je behaup­tet, daß dieser Blog aktuell wäre… ?!


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Wir nähern uns dem Weihnachts­fest in großen Schrit­ten. Ab sofort also nur noch Knaller­songs mit Charme, Dampf und Chuzpe. Die Creme de la Creme der guten Musik. Highlights am laufen­den Band. Hits, Hits und Hits ohne Ende. Ein Kracher jagt den nächs­ten. Frisch­ge­gar­tes aus dem Dampf­koch­kes­sel der musika­li­schen Vielfalt. Lieder, so schnell wie ein Torpedo. Songs, so gut wie frischer Fisch. Weisen aus dem Morgen­land. Oder aus dem Abend­land, wenn es nicht vorher unter­geht, wie viele ja gerade behaup­ten. Lieder, so schön wie die Norden. Alles singt. Alles lacht. Alles tanzt, weil’s Freude macht. Ein bunter Reigen musika­li­schen Frohsinns. Ein Potpourri der guten Laune. Stimmung, Jux und Heiter­keit. [Hier Gefasel Ihrer Wahl einfügen…]


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Ich bin gerade schwer auf einem Fucked Up-Trip. Insbe­son­dere die Zodiac-Serie hat es mir angetan. Die diver­sen Songs, verteilt auf diverse 12- und 7-inches hinter­las­sen mich ebenso verstört wie begeis­tert zurück. Epische Meister­werke von 8 bis 20 Minuten mit jeder Menge Tempi­wech­seln, schwe­rem Progrock-Einschlag und viel Melodie. Das alte Laut-/Leise-Spiel, bekannt und zur Perfek­tion getrie­ben auch von Bands wie den Pixies oder Nirvana. Sollte man mal gehört haben:


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Glasbube

by Torsten on 2. Juli 2014 · 4 comments

in Kraut und Rüben, Musik

Schön­heit ist, wenn unter dem ganzen hardco­ri­gen Gegrunze, Gegreine, Gebolze, Geshoute und Geblöke der Pop liegt. So wie auf der neuen Fucked Up-Platte Glass Boys; die ich zwar wegen eingangs erwähn­tem Gegreine nicht länger als 25 Minuten am Stück aushalte, die jedoch, in Häppchen genos­sen, ein wunder­sa­mes Wunder­werk wunder­li­cher Wandlung ist. Ach, herrlich, diese Schach­tel­sätze. Sind alle Kommata richtig gesetzt? Ich habe keine Ahnung und gehe besser Glass Boys hören.


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Lieblingsplatten 2012

by Torsten on 4. Dezember 2012 · 4 comments

in Musik

Eine kleine Übersicht über meine persön­li­chen Lieblings­al­ben des Jahres 2012. Wie immer gilt auch in diesem Jahr: Das Album muß nicht zwangs­läu­fig im letzten Jahr veröf­fent­licht worden sein; als Krite­rium gilt ausschließ­lich die persön­li­che Entde­ckung der entspre­chen­den Platte in 2012. Es kann sich also durch­aus um ein Album aus dem Jahre 1695 handeln…

CoverJohn K. Samson – Provin­cial /// John Krist­jan Samson dürfte den meisten als Sänger der famosen Weakert­hans bekannt sein. Neben der Tätig­keit in seiner Haupt­band ist er seit Jahren auch solo aktiv. Mit Provin­cial hat er es dann auch tatsäch­lich zum ersten Soloal­bum geschafft. Provin­cial ist sowas wie eine Rundreise durch seine kanadi­sche Heimat. Wer die Weakert­hans liebt, ist mit dieser Platte sehr gut beraten, denn die Ähnlich­kei­ten zum Sound der Haupt­band sind unüber­hör­bar. Ein bisschen reduzier­ter eben, aber dennoch sehr schön, komplex und fantas­tisch arran­giert. Beste Momente: Das hymnen­hafte Longi­tu­di­nal Centre.

CoverFucked Up – David Comes To Life /// Fucked Up sind sowas wie die nerdi­gen Muster­schü­ler des Punkrock. Während ihre Hardcore-Klassenkameraden sich damit begnüg­ten, mit drei Akkor­den, Phrasen und geball­ten Fäusten zu jonglie­ren, trainier­ten Fucked Up lieber Klampfe und Geist. Gefühlte 300 Singles auf obsku­ren Minila­bels, die Verto­nung der chine­si­schen Tierkreis­zei­chen in Überlänge und der brimbo­ri­sche Vorgän­ger „The Chemi­stry Of Common Life“ ließen nicht ansatz­weise erahnen, wohin die Reise gehen würde. Fucked Up wagten alles. Und sie schaff­ten alles. Eine 80-minütige Rockoper über einen engli­schen Fabrik­ar­bei­ter hätte ganz sicher niemand erwar­tet. „David Comes To Life“ ist aller­feins­tes Kopfkino. „Hello my name is David, your name is Veronica, let’s be together, let’s fall in love.“ Beste Momente: Viele. Beson­ders die Ouver­türe und der anschlie­ßende Start mit Queen Of Hearts.

CoverWe Are Augus­ti­nes – Rise Ye Sunken Ships /// Rise Ye Sunken Ships ist ein super­bes Rock’n’Roll Album mit einer Riesen­por­tion Herzblut und Leiden­schaft. Durch­zo­gen von einem ständi­gen Auf und Ab, hilflos und ermun­ternd, jedoch niemals weiner­lich depres­siv, schip­pert das Album der drei Herren durch die raue See ameri­ka­ni­scher Befind­lich­kei­ten und erinnert mich damit an die ganz alten R.E.M. oder auch die Counting Crows. Beste Momente: Philadel­phia (The City of Brotherly Love)

CoverThe Wedding Present – Valen­tina /// David Gedges Ausflüge mit Ciner­ama oder den jünge­ren Wedding Present-Alben wie El Rey konnten mich nicht wirklich mitrei­ßen. Doch jetzt ist der Zucker­pop wieder dem Rock gewichen, oder wird vielmehr perfekt von ihm ergänzt. Valen­tina ist ein durch­wegs rundes Album, das textlich und musika­lisch überzeugt und mit einer nahezu perfek­ten Produk­tion aufwar­tet. An die frische Ausdrucks­kraft von George Best oder Bizarro kommt es dennoch nicht heran. Aber es wären ja auch nicht The Wedding Present, wenn sich plötz­lich alle einig wären. Beste Momente: He’s Tarzan and you’re Jane … don’t come crying to me!

CoverDigger Barnes – Every Story True /// Staubige Landstra­ßen, verlas­sene Tankstel­len, nächt­li­che Autofahr­ten, stetige Unruhe und das Verlan­gen zu Reisen: Das sind die vorherr­schen­den Themen von Digger Barnes aus Hamburg und er liefert auf seinem zweiten Album den perfek­ten Sound­track dazu. Immer schön zurück­ge­lehnt, nie hektisch agierend, fährt der Hambur­ger vor allem mit Gitarre, Banjo und Besen­schlag­zeug durch neun relaxte Americana-Songs, die ihre Stärke vor allem durch Reduziert­heit und Abwesen­heit von überfäl­li­gem Füllma­te­rial entwi­ckeln. Beste Momente: Das Album wirkt wie aus einem Guß, Pure As Gold ist großes Kino.

CoverTiny Ghosts – Another Poison Wine /// Die Tiny Ghosts sind wahrschein­lich die mit größtem Unrecht unbekann­teste Band des Landes. Muß wahrschein­lich an der fehlen­den Werbung und dem fehlen­den großen Label liegen. An den Songs jeden­falls liegt’s auf keinen Fall, denn die Lieder auf Another Poison Wine sind ganz große Kunst. Alternative- oder College Rock, irgendwo zwischen The Cure, alten R.E.M., den Lemon­heads und Hüsker Dü. In einer gerech­te­ren Welt würden die Tiny Ghosts in Dauer­ro­ta­tion auf radio­eins laufen und die vorde­ren Plätze in allen Indie-Charts belegen. Wobei ich jetzt gar nicht genau weiß, ob mir das so recht wäre… 😉 Beste Momente: Auf Birdland wäre Peter Buck stolz.

CoverY’akoto – Babyblues /// Vorab sei gesagt, daß ich keiner­lei funda­men­tierte Kennt­nisse im Genre Soul besitze. Auch sind meine Tonträ­ger in diesem Bereich arg begrenzt und doch schafft es ab und an jemand, sich in meiner Seelen­samm­lung einzureihen.
Als Tochter eines Ghana­ers und einer Deutschen wurde Jenni­fer Yaa Akoto Kieck von klein auf zur Kosmo­po­li­tin erzogen. Geboren in Hamburg, aufge­wach­sen in Ghana und mit Zwischen­stopps in Kamerun, Togo und dem Tschad, ist die gute Frau mittler­weile wieder in Hamburg und Paris gelan­det. Diese Weltläu­fig­keit hört man ihrem Debüt­al­bum Babyblues aller­dings nicht an, was ein Kompli­ment ist. Denn statt kosmo­po­li­ti­scher Belie­big­keit höre ich hier besten Oldschool-Soul im Newschool-Gewand. Die Songs sind durch die Bank weg zwar eingän­gig, aller­dings trotz­dem anspruchs­voll, komplex arran­giert und fantas­tisch produ­ziert. Außer­dem ist Frau Y’akoto mit einer göttli­chen Stimme geseg­net. Beste Momente: Der Abgesang auf eine verflos­sene Liebe in Babyblues.

CoverKeine Zähne im Maul aber La Paloma pfeifen – Postse­xu­ell /// Über diese Band hab ich schon soviele Worte verlo­ren, daß ich es kurz machen möchte: Wavepunk­beat­wha­te­ver mit hervor­ra­gen­den Texten. Haarscharf auf dem schma­len Grat zwischen Genie und Wahnsinn. Tut ein gutes Werk und kauft euch das Album! Beste Momente: Das unfaß­bare Leb so, daß es alle wissen wollen und das nicht minder exzel­lente und schreck­lich traurige Hallo, Leben, Aus.






Das soll’s auch schon gewesen sein. Für sachdien­li­che Hinweise sind wie immer Kommen­tare sehr gern gesehen!



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