Geschwätz

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Gerald Hörhan ist 34 Jahre alt und selbstän­di­ger Invest­mentbänkerpunker. Er fährt gern schnelle Autos, wohnt in den tolls­ten Villen, geht mit den schöns­ten Frauen aus und hat angeb­lich schon so viel Geld verdient, daß er damit sofort aufhö­ren könnte. In seinem Buch Invest­ment­punk provo­ziert Gerald Hörhan die so genannte Mittel­schicht mit der Botschaft: „Ihr schuf­tet und wir werden reich!“ In der Talkshow 3nach9 erläu­terte er seine wichtigs­ten Thesen zur wirtschaft­li­chen Lage. Wie diese: „Wer reich werden will, muss bereit sein, ein Punk zu sein.“

Sein Talkshow-Auftritt in voller Länge läßt sich hier bewun­dern. Beson­ders inter­es­sant, scheint mir die Ausle­gung seines vermeint­li­chen Punk-Daseins als Form der Rebel­lion von oben; während der normale Punkro­cker ja gemein­hin von unten rebel­liert. Inter­es­sant auch, sein für Punk-Verhältnisse extrem konser­va­ti­ves bis unmög­li­ches Verständ­nis von Erfolg – schnelle Autos, schöne Frauen, große Villen. Kurzum: Gerald Hörhan hat mit Punk ungefähr soviel zu tun, wie Hansi Hinter­seer mit Jazz. Nämlich gar nichts. Wer trotz­dem mal schauen möchte, was die Finanz­welt für sonder­bare, lächer­li­che Schwät­zer hervor­bringt, sollte sich unbedingt das oben verlinkte Video ansehen. Gute Unterhaltung!

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