Herbst

Herbst.

by Torsten on 25. Oktober 2012 · 3 comments

in Kraut und Rüben, Musik

8 Grad. Sprüh­re­gen. Dieser Herbst ist nicht golden. Eher blechern. Ein Herbst aus Alumi­nium. In Hammer­schlag­op­tik. Höchste Zeit also, das Compact Disc-Wiedergabegerät im Kraft­fahr­zeug mit Jahreszeit-kompatiblen Schei­ben zu bestü­cken. Diese Woche im Endlos­lauf: Dinosaur Jrs „Where You Been“ aus dem Jahre 1993. Wunder­bar zugekiff­ter Hippie-Grunge. Erstaun­lich, wie frisch und zeitlos dieses mittler­weile 19 Jahre alte Album klingt. Und die Musik­po­li­zei sagt: Die einzi­gen offizi­ell gestat­te­ten Gitar­ren­soli sind die von J Mascis.



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Heute früh beim Zahnarzt: Aus dem eigent­lich um 8.00 Uhr anberaum­ten Termin ist inzwi­schen 9.00 Uhr gewor­den. Ein zahnme­di­ni­scher Notfall in Gestalt einer jungen Dame kam dazwi­schen. Wurscht, zuhause wäre ich auch nicht wacher. Die Warte­zeit wird mir durch Erzäh­lun­gen eines 74-jährigen Mannes aus einem Nachbar­dorf versüßt. 2 Söhne mit je einer Tochter. Die Große wird jetzt 14. Sie bekommt eine Strom-Zahnbürste zum Geburts­tag. Ich äußere Beden­ken, was die Freude des Kindes über diese Art von Geburts­tags­ge­schenk angeht. Der Großva­ter stimmt mir zu und meint, er müsse sich „in diesem Punkt“ aber nach seiner Frau richten. Überall dasselbe: Die Frauen haben die Hosen an, sogar wenn sie Röcke tragen.

„Der Bartels in Dings­bums, das war noch ein guter Zahnarzt! Manchen Menschen sieht man sofort an, ob man mit ihnen klarkommt oder nicht. Den Bartels, den wollte man umarmen, so gut war der!“ Ich äußere erneut Beden­ken, diesmal was das Umarmen von Zahnärz­ten angeht. Profes­sio­nel­ler Abstand scheint mir angebrach­ter und siche­rer. Opa Heinz (so nenne ich ihn im Geiste) läßt sich nicht beirren und setzt noch einen drauf: „Bartels und sein Zwillings­bru­der! Beide Zahnärzte, die haben beim Zähne­zie­hen noch richtig geschwitzt!!!“ Die Unter­hal­tung ist mittler­weile sehr einsei­tig gewor­den. Opa Heinz stört das nicht sonder­lich. Es geht weiter mit seiner Tätig­keit als Schieds­rich­ter, seinem Auto, sowie der Tatsa­che, daß seine Frau heute eigent­lich einen Termin beim Augen­arzt hätte, sich aber irgend­wie nicht aufraf­fen konnte. Was gut sei, da die Straße in Richtung Augen­arzt ohnehin heute gesperrt wäre. Ich starre auf den laufen­den Fernse­her und äußere mich hin und wieder durch ein zustim­men­des Brummen.

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