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Kleingeldprinzessin

Dota – Keine Gefahr

by Torsten on 5. Februar 2016 · 0 comments

in Musik

Feines neues Album der Berli­ner Lieder­ma­cher rund um Lieder­ma­che­rin Dota Kehr. Wobei es Lieder­ma­che­rin nicht mehr wirklich trifft, denn es haben jede Menge neue Sounds und Möglich­kei­ten Eingang in Dotas Schaf­fen gefun­den. Die Platte ist runder und voller instru­men­tiert als die Vorgän­ger­werke, man leistet sich sogar Ausflüge in elektro­ni­sche Gefilde. Dazu passt der neue profes­sio­nel­lere Webauf­tritt und mittler­weile ist man sogar auf Facebook vertre­ten. Das soll aber keine Kritik sein, wir sind ja alle mitten­drin im Ratten­ren­nen. Steht ihr jeden­falls gut, das Album wie auch das neue Erschei­nungs­bild… Das Album gibt’s übrigens auch in einer Super-Deluxe-Boogie-Woogie-Haste-nich-gesehn-Sonderausführung mit Album-CD, Bonus-CD und Live-CD. Kaufen!


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Gestern abend gaben sich im Magde­bur­ger Moritz­hof Dota & die Stadt­pi­ra­ten die Ehre. Nach dem Dota Solo-Konzert vom letzten Jahr mein zweites Mal. Es war ein sehr großar­ti­ger Abend, mit einer sehr großar­ti­gen Band, sehr großar­ti­ger Musik und ganz großar­ti­gen Texten.

Zu hören gab es viele Stücke vom aktuel­len Album und eine ganze Menge „oller Kamel­len“. Die Stimmung war fantas­tisch und wurde durch die Laber­ta­schen schräg hinter uns nur gering­fü­gig getrübt. Es gab insge­samt vier(!) Zugabe­blö­cke.

Was die Texte angeht, zitiere ich an dieser Stelle gerne nochmal die Kieler Nachrich­ten:

„Musik, die einnimmt und gebor­gene Minuten anbie­tet, ohne senti­mental oder abgeschmackt zu wirken. Eine Gratwan­de­rung, die nicht vielen gelingt und Hoffnung macht, dass Dota eine neue musika­li­sche Bewegung anfüh­ren könnte, die sich gegen die grassie­rende säuse­lige Befindlichkeits-Popelektronik mit Schlaf­zim­mer­bett­kan­ten­ängsten stemmt und Humor, Poesie und Tiefe zurück in die leich­ten Melodien über die schöne Liebe und den bösen Alltag bringt… Durch­atmen und einsau­gen von Stimmun­gen, die aufrich­tig wirken, poetisch und klar…Die Klein­geld­prin­zessin ist wohl Berlins inter­es­san­teste Newco­merin…“ (Kieler Nachrich­ten vom 3. 11. 2004)

Wer die Gelegen­heit hat, Dota solo oder zusam­men mit ihren Stadt­pi­ra­ten zu erleben, sollte sich diese Chance auf keinen Fall entge­hen lassen. Fantas­tisch, famos, furios, formi­da­bel, fabel­haft und fehr fehr fön.

Als kleinen Bonus hier das Stück Im Glashaus (feat. Fanfara Kalash­ni­kov), daß es in dieser Version nicht aufs Album geschafft hat. Man kann das Stück zusam­men mit 3 anderen Songs (alles andere Versio­nen als auf dem Album!) auf der Bis auf den Grund EP erwer­ben, welche ausschließ­lich digital erhält­lich ist. In Apples iTunes-Store wird die EP unter dem unkor­rek­ten Bandna­men „Die Stadt­pi­ra­ten & Dota“ gelis­tet, was das Auffin­den nicht einfach macht. Hier der direkte Link zum Erwerb der EP, iTunes wird zwingend benötigt. Das Album Bis auf den Grund gibt’s nach wie vor bei Amazon oder direkt bei der Band zu kaufen.

Dota & die Stadt­pi­ra­ten – Homepage

* Gestern abend tauchte auch der ehema­lige Top-Kommentator Jens völlig unver­hofft wieder aus der Versen­kung auf. Es geht ihm gut und er grüßt alle Kommen­ta­tor­kol­le­gen ganz herzlich! 😉


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Bis auf den Grund

by Torsten on 22. April 2010 · 6 comments

in Musik

„Bis auf den Grund“ heißt das neue Album von Dota „Klein­geld­prin­zes­sin“ Kehr und ihren Stadt­pi­ra­ten. Und selbi­ges, Ladies and Gentle­man, ist pure Magie. Es gibt nieman­den – von Sven Regener vielleicht mal abgese­hen – der derart galant, graziös und zielsi­cher mit der deutschen Sprache umgehen kann. Was mir außer­dem sehr gut gefällt, ist die direkte Sprache. Kein geschwur­bel­tes Gedöns, keine bemüh­ten Metaphern, keine Bilder die der Hörer deuten darf, und auch keine Scheu wunder­bare Worte wie Schatz, Schründe oder Notwen­dig­keit zu verwen­den. Das mag auf den einen oder anderen vielleicht ein bißchen betulich oder gar abschre­ckend wirken; erscheint mir in seiner vorder­grün­di­gen Naivi­tät aber vor allem eines – nämlich absolut ehrlich.

Als kleinen Vorge­schmack gibt’s hier eine 3sat-Aufzeichnung vom letzten Septem­ber. Leider ohne die komplette Band, also kwasi akustisch. Der erste Titel Ohrste­cker­mäd­chen ist vom neuen Album und klingt komplett instru­men­tiert noch viel viel toller.

Der ganze Mitschnitt auf Youtube, Teil 1 bis 5
Dota & die Stadt­pi­ra­ten zuhause (inkl. Elektro-Shop)
… und auf myspace

Am 2. Mai sind Dota & die Stadt­pi­ra­ten im Magde­bur­ger Moritz­hof zu Gast. Ditt wird janz sicher janz fein!

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Man(n) wird nicht oft Zeuge von etwas ganz Beson­de­rem. Gestern jedoch war es (endlich) mal wieder soweit: Die Klein­geld­prin­zes­sin Dota Kehr gab sich zusam­men mit Gitar­rist Jan Rohrbach in Magde­burg die Ehre. Erstma­lig in der Landes­haupt­stadt Sachsen-Anhalts, im schönen Ambiente der Scheune auf dem Moritz­hof.

Geboten wurde ein formi­da­bles Akustik-Konzert, mit Gitar­ren, Ukulele und einem Blasin­stru­ment, dessen genauer Name mir entfal­len ist. Irgend­was in Richtung Keyboard, nur eben mit zusätz­li­chem Mundstück. Es gab viele Stücke vom im April erschei­nen­den neuen Album zu hören, darüber hinaus natür­lich auch alle Hits in insge­samt vier(!) Zugabe­blö­cken.

Dota und Jan machten beide einen äußerst sympa­thi­schen und unprä­ten­tiö­sen Eindruck und waren von der enthu­si­as­ti­schen Stimmung des Magde­bur­ger Publi­kums (nach Überwin­dung der obliga­to­ri­schen Eingewöhnungs-Phase) sicht­lich angetan. Enthu­si­as­mus ist bei den tollen Songs und vor allem natür­lich den Texten auch angebracht; ich würde durch­aus soweit gehen und Frau Kehr den Titel „Rio Reiser der Jetzt­zeit“ verlei­hen, oder, wie es die Kieler Nachrich­ten so schön formu­lie­ren:

„Musik, die einnimmt und gebor­gene Minuten anbie­tet, ohne senti­men­tal oder abgeschmackt zu wirken. Eine Gratwan­de­rung, die nicht vielen gelingt und Hoffnung macht, dass Dota eine neue musika­li­sche Bewegung anfüh­ren könnte, die sich gegen die grassie­rende säuse­lige Befindlichkeits-Popelektronik mit Schlaf­zim­mer­bett­kan­ten­ängs­ten stemmt und Humor, Poesie und Tiefe zurück in die leich­ten Melodien über die schöne Liebe und den bösen Alltag bringt… Durch­at­men und einsau­gen von Stimmun­gen, die aufrich­tig wirken, poetisch und klar…Die Klein­geld­prin­zes­sin ist wohl Berlins inter­es­san­teste Newco­me­rin…“ (Kieler Nachrich­ten vom 3. 11. 2004)

Das Erlebte in dem Konzert gerecht werdende Worte zu fassen, fällt schwer. Wer Gelegen­heit hat, Dota solo, im Duo oder mit ihrer Band (den Stadt­pi­ra­ten) live zu erleben, sollte diese ganz sicher und unbedingt nutzen.

Ein famoser Abend.

Danke.

Die Klein­geld­prin­zes­sin – Zimmer
(Video von Daniela Reuss)


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Hier sollte eigent­lich die ultima­tive Lobhu­de­lei auf die Klein­geld­prin­zes­sin Dota Kehr & ihre Stadt­pi­ra­ten stehen. Die Klein­geld­prin­zes­sin ist laut Wikipe­dia „eine Band um die Berli­ner Sänge­rin und Lieder­ma­che­rin Dota (Dorothea) Kehr. Gemein­sam mit ihrer Band, den Stadt­pi­ra­ten, hat sie seit 2003 sechs Alben einge­spielt und im Eigen­ver­lag veröf­fent­licht. Mit ihren zeitkri­ti­schen Texten und einer von Bossa Nova und Jazz beein­fluss­ten Musik haben sich Die Klein­geld­prin­zes­sin und die Stadt­pi­ra­ten mittler­weile einen hohen Bekannt­heits­grad erspielt. Platten­ver­träge hatte die Gruppe bisher ebenso abgelehnt, wie auch die Angebote von den Grünen, der Linkspartei.PDS und der SPD vor der Bundes­tags­wahl 2005 auf Partei­ver­an­stal­tun­gen zu spielen. Mittler­weile werden die Platten über Busch­Funk vertrie­ben, aber immer noch in Eigen­re­gie herge­stellt.“

Da es aber immer jeman­den gibt, der besser lobhu­deln kann als meine Wenig­keit, sei auf die beiden folgen­den Blogs verwie­sen:

http://dziuks-kueche.de/blog/2006/11/14/dota-kehr-die-kleingeldprinzessin/

http://dermorgen.blogspot.com/2005/11/kleingeldprinzessin-1.html

Unbedingt mal antes­ten, großar­tige Musik mit noch großar­ti­ge­ren Texten. Ich habe lang nicht mehr etwas derart gutes gefun­den, jetzt schon eines der Highlights des Jahres.

Hier gibt’s noch ein tolles Video von Dota solo:

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