Magdeburg

Am kommenden Dienstag, dem 9. Mai, ist der Überfall an den Elbterrassen in Magdeburg-Cracau genau 25 Jahre her. Torsten Lamprecht starb zwei Tage später an den Folgen des Angriffs.

Für mich persönlich stellt dieser Tag bis heute eine Zäsur dar. Seit dem 9. Mai 1992 ging es um Leben oder Tod, das weiß jeder, der erlebt hat, was für ein gewalttätiges und rassistisches Drecksloch das Magdeburg der 90er Jahre war. Ich möchte mich dazu nicht weiter auslassen, sondern lieber auf die Gedenkveranstaltung am Dienstag, dem 9. Mai 2016 um 16.00 Uhr hinweisen. Die Mahnwache findet am Torsten-Lamprecht Weg/Ecke Brücke am Wasserfall statt. Der Veranstaltungsort befindet sich in unmittelbarer Nähe der ehemaligen „Elbterrassen“.

Darüber hinaus findet am Mittwoch, den 17. Mai 2016 um 19.30 Uhr eine Diskussionsrunde unter dem Motto „„Torsten Lamprecht ist tot!“ – Die Stadtgesellschaft und die Erinnerungskultur an die rechte Gewalt der Neunziger Jahre“ statt. Die Veranstaltung läuft unter dem Leitsatz

1992: Angriff auf die „Elbterrassen“ und Tod von Torsten Lamprecht, 1994: „Himmelfahrtskrawalle“, 1997: tödlicher Angriff auf Frank Böttcher: Die Neunziger Jahre waren ein Jahrzehnt massiver rechter Gewalt. Wir wollen in der Veranstaltung zurückschauen auf diese Zeit zurück- und davon ausgehend auf heute schauen: Was hat sich in der Magdeburger Stadtgesellschaft im Umgang mit rechter Gewalt seitdem verändert? Was müsste noch getan werden?

und findet in der Feuerwache, Halberstädter Straße 140, statt.

Organisiert werden beide Veranstaltungen vom Bündnis gegen Rechts Magdeburg.

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Hier unser kleiner Erlebnisbericht zur Bootstour Die Strafe & Peppone am 22. Oktober in Machteburch auf der schönen Elbe: Oktober, 10 Grad, Nieselregen. Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern. Am Freitagabend schon durften wir die Herren der Die Strafe begrüßen, die sich trotz ihrer langen Anfahrt als gewohnt liebenswürdige und durchweg nette Menschen präsentierten. Am Sonnabendvormittag wurde dann das Boot beladen und an der Anlegestelle Schönebeck ging es gegen 13.00 Uhr elbabwärts in Richtung Stadtpark Magdeburg. Dort kamen wir um 14.00 Uhr an und bereiteten alles für den Empfang unserer Gäste vor. Zur Begrüßung gab’s Pfeffi und Braunen und es wurde zünftig angestoßen. Der Kahn füllte sich schneller als gedacht und Punkt 15.00 Uhr legten wir ab. Um 15.30 Uhr begann Peppone mit dem ersten Teil des Konzertes. Es wurden ein paar alte Hits zur Einstimmung gespielt. Um Punkt 16.07 enterten Die Strafe in einer Nachmittag- und Nebelaktion die Bühne und begannen mit ihrem Programm. Vor der Bühne wurde es voll und voller und die Pogomeute begann mit ihrer Arbeit. Anschließend wieder Peppone, die das neue Album „Ohne Grund“ in originaler Reihenfolge darboten. Unfaßbar und gut zu beobachten: Viele Leute sind unserer Aufforderung zum Download scheinbar gefolgt und konnten bereits die neuen Songs mitsingen. Highlights: „Das Urteil“ mit Gastgesang von Budde Strafe, der natürlich mit ran mußte, da er ja ohnehin auf dem Boot war. Weiterhin „Ohne Grund“, der Titelsong und laut Jens jetzt die „offizielle Hymne der Bördebehörde“. Danke Jens, ich kann mir keine schönere vorstellen… Dann gab’s noch „Schweigen“ und den „Herr Ober!“ mit Gastgesang von Jenny und Laura und die Euphorie des Publikums sprang langsam auch auf die Band über.

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Anschließend wieder Die Strafe, die sich mit zunehmender Dauer und Hitdichte ihres Sets förmlich in einen Rausch spielten. Knaller folgte auf Knaller und als der vielstimmige Publikumschor „Himmel hilft nicht“ mitsang, hatte ich tatsächlich Gänsehaut am ganzen Körper. Die komplette Setlist findet sich in der Galerie. Der Boden klebte irgendwann vom vielen Bier, die Scheiben waren von der Hitze komplett beschlagen und überall sah man nur noch glückliche Gesichter. Auf dem Oberdeck genossen viele die Aussicht auf das nächtliche Magdeburg und pafften, was das Zeug hielt… Die Fahrt bis zur Schleuse Niegripp verging wie im Fluge und um Punkt 21.00 Uhr kamen wir wieder an der Anlegestelle im Stadtpark an. Die Gäste wurden gebührend verabschiedet, die Bands schipperten zum Ausladen noch weiter nach Schönebeck und verließen die MS Marco Polo mit einem überglücklichen Gefühl…

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Schon merkwürdig, wenn man plötzlich mit einer Band unterwegs ist, deren erste Platte man 1995 gekauft hat und der man über die Jahre als Hörer immer treu geblieben ist… Was bleibt zu sagen… DANKE für die vielen guten Gespräche mit ausnahmslos netten Leuten, die ich an diesem Abend geführt habe… DANKE an Kai, Budde und Torsten von Die Strafe, die diesen großen Spaß mitgemacht haben. DANKE für ein großartiges Konzert und DANKE für die geschenkte Krunk-LP. DANKE an alle, die uns bei der Vorbereitung unterstützt haben. DANKE an das gesamte leidensfähige Schiffsteam und ganz besonders den Kapitän. Und natürlich ein HERZLICHES DANKESCHÖN an alle Ticketkäufer. Wir hoffen sehr, ihr behaltet diesen Abend in ebenso grandioser Erinnerung wie wir.

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Schiff Ahoi!

Das Leben geht komische Wege. Zog ich 1996 noch „Henry mit dem Spaten“-singend um die Häuser, bin ich 20 Jahre später an der Organisation eines Konzertes der „Henry-Band“ Die Strafe beteiligt. Zur Record Release Party des neuen Peppone-Albums „Ohne Grund“ spielt die Band zusammen mit Die Strafe am 22. Oktober auf der MS „Marco Polo“ im Rahmen einer Fahrt auf der guten alten Elbe. Aufgrund des begrenzten Platzes empfiehlt sich eine Reservierung, denn es wird nur 100 Tickets geben. Ein gutes Viertel davon ist nach der gestrigen Ankündigung schon weg, es ist also Eile geboten. Reservierungen unter torsten@peppone.info.


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Bin beim Googlen nach Bildern der Stadt Magdeburg vor dem 2. Weltkrieg auf dieses Bild gestoßen. Es datiert allerdings auf 1992, und somit deutlich in eine Zeit nach dem 2. Weltkrieg. An sich ist an dem Bild nichts Besonderes, wäre da nicht der Balkon in der linken oberen Ecke des Bildes. Das ist das Haus Breiter Weg 227 und dieser Balkon war einige Jahre lang der meinige. Da ich kaum Fotos aus dieser Zeit habe, habe ich mich über den Schnappschuss gefreut. Magdeburg ist sowas wie meine alte Hassliebe, eine eigentlich schöne Stadt; wären da nicht die ganzen Magdeburger… Erfreulicherweise ist der Ruf der Stadt in den letzten Jahren aber besser geworden.

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Gestern war ich mit meinem Sohn im Magdeburger Zoo. Wir haben viel gelernt. Unter anderem über den Lachenden Hans. Live gelacht hat er allerdings nicht. Das liegt wahrscheinlich daran, daß sein Zoo in Sachsen-Anhalt liegt.

Klick!


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Für alle Magdeburger und Umländer: Am 13. Oktober findet die nächste Plattenbörse statt! Veranstaltet wieder vom Hot Rats-Franz und wieder im Moritzhof Magdeburg. Man sieht sich!

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