Musik

Ich hab lange nach einer Möglichkeit gesucht, meine Plattenspieler vom Dielenboden zu entkoppeln. Nach der Renovierung meines Wohnzimmers im letzten Jahr hab ich mir neue Plattenregale gekauft. Kallax von IKEA. Die Dinger sind zwar günstig, haben aber auch deutliche Nachteile: Die Zwischenbretter hängen teilweise jetzt schon durch, die Regale sind eigentlich zu tief für Platten (was das Rein- und Rausschieben zum Gefummel macht), und durch die Unmöglichkeit der Montage von Regalfüßen, sind die Regale mit der gesamten unteren Fläche mit dem Fußboden verbunden. Dadurch gab es große Probleme mit Trittschall, was ein normales Bewegen im Wohnzimmer bei laufender Platte quasi unmöglich machte. Solange man alleine lebt, geht das schon irgendwie. Genervt hat es trotzdem und bei meinen alten Möbeln war Trittschall überhaupt kein Problem.

Eine sichere Möglichkeit ist es, die Plattenspieler an der Wand zu montieren. Darauf hatte ich keine Lust und denke mir, das es dann irgendwie Scheiße aussieht. Eine zweite Möglichkeit ist die Dämmung zwischen Regal und Plattenspieler mit diversen Materialien wie Bitumen, Granit oder Kokosmatten. Da geistern diverse Anleitungen durch die einschlägigen Foren. Kam für mich auch nicht in Frage, der Aufwand ist hoch und das Ergebnis nicht vorhersehbar. Noch schräger finde ich persönlich die Montage an der Decke; ein Heidenaufwand für ein an sich kleines Problem. Und das Ergebnis sieht unter Umständen richtig doll Scheiße aus. 😀

Vor ein paar Tagen nun bin ich im Netz über die Shock Absorber von Oehlbach gestolpert. Eigentlich sind die Teile für die Entkoppelung von Boxen gedacht. Ich hab mir 8 Stück bestellt, Stückpreis günstige 2 €. Und siehe da: Es funktioniert! Stampfen und Laufen kann ich immer noch nicht, aber das lästige Springen der Nadel beim Gehen im Wohnzimmer ist komplett verschwunden!

So sehen die Teile im Einsatz aus:

Vergrößern

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Wer also Probleme mit Trittschall hat, sollte die Teile unbedingt mal ausprobieren. Kostet wenig, hilft viel!


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Sowas hatte ich auch noch nicht. 😀



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Awesome, Awesome! wie der Angelsachse sagen würde: A History of Rock in 15 minutes. 348 rockstars, 84 guitarists, 64 songs, 44 drummer, 1 mashup. Am besten im Vollbildmodus anschauen, sonst entgeht euch einiges. Gute Unterhaltung!


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Der dumme August

by Torsten on 15. März 2016 · 0 comments

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„Der dumme August“ geht auf die Antike zurück, der Centunculus („hundert Fleck“) trieb auf römischen Märkten und öffentlichen Plätzen seine derben Späße. Er trat in einem bunten Kostüm auf, Hose und Jacke waren aus vielen Fetzen zusammengeflickt, seine komische Wirkung wurde dadurch gesteigert, dass er ohne Schuhe und ohne Haare auftrat. Er besaß damit schon jenen Kahlkopf, der zu einem Erkennungsmerkmal des heutigen als „inkompetent“ bezeichneten Clowns gehört, ebenso wie die überdimensionierten absatzlosen Schuhe, die seinen komischen Gang bewirken. Die Gestik, Mimik und Körperhaltung dieser Figur ist reduziert: Seine ganze Erscheinung kündigt ein Scheitern an. (Wikipedia)

Der dumme August sind auch eine Poppunkband aus Köln. Gefunden hat sich die Band im Jahre 2012 und vier Jahre hat es bis zum selbstbetitelten Debütalbum gedauert. Und das ist recht formidabel geraten und beinhaltet Songs über die wichtigen Dinge des Lebens: Tristesse, Liebe, wie sie ist und wie sie sein könnte, Küssen, Scheitern. Der Tonfall ist dabei so lakonisch wie der musikalische Vortrag sonnig. Der dumme August nimmt sich dabei selbst nicht so wichtig – eine Eigenart, die ich an Bands seit jeher schätze. Erwähnt seien noch – für Namedropping und ungefähre Schubladisierung – vorherige Mitgliedschaften in illustren Bands wie Knochenfabrik, Supernichts, Angelika Express, Lili und Kommando Petermann.

Die Platte lohnt sich und ist hier käuflich zu erwerben. Eine kurze, aber sehr schöne Kritik gibt es beim Blueprint Fanzine, die in diesem wunderbaren Schlußsatz gipfelt: „Das Schöne dabei ist, dass die Songs zwar einerseits ein wenig wie aus der Zeit gefallen wirken, sie aber dennoch eine gewisse Wohlfühlatmosphäre erzeugen. Lieder wie „Deine beste Freundin“ oder „Hey Sven“ zu hören, fühlt sich ungefähr so an, wie im rustikalen Eichen-Ambiente einer verrauchten Eckkneipe zu sitzen und Holsten Edel aus einer Biertulpe zu trinken, während andere gegenüber in der Hipster-Kneipe an ihrem Indian Pale Ale nippen. Und das ist letztendlich das Schöne an dieser Platte: Sie versucht nicht auf Krampf modern oder spektakulär zu klingen, sondern lässt stattdessen lieber den Charme vergangener Tage aufleben. Muss ja auch mal sein.“


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II. Liga, EA80, 1981

by Torsten on 24. Februar 2016 · 0 comments

in Musik

II. Liga (auch 2. Liga) aus Mönchengladbach waren eine Punkband mit zartem Durchschnittsalter von gerade mal 12 Jahren. Aktuell gibt es eine Neuveröffentlichung mit einigen Songs. Zum einen die für Rondo im Jahre 1981 gemachten Aufnahmen, die nie offiziell erschienen sind. Zum anderen einen Großteil der Songs, die auf einer Splitkassette mit EA80 ebenfalls im Jahr 1981 aufgenommen wurden.

Das Bandinfo hab ich von der alten Rondoton-Seite geklaut:

„2. Liga waren:
Mario Bocks – Gitarre,
Marcus Hardelauf – Gesang;
Holger Zander – Bass (allerdings nicht bei den Aufnahmen);
Martin Kircher – Bass (bei den Aufnahmen und Gesang bei „Jungen und
Technik“)
und Dirk Moll – Trommel.
Gegründet haben wir uns 1980, hatten unseren ersten Auftritt beim
Unterstufenfest unserer gemeinsamen Schule NGM, auf der auch alle
Mitglieder von EA80 waren, durch die wir auch animiert wurden eine Band
zu gründen und immer als Vorband mit ihnen auftraten.
Ausnahme war der
Gig mit ÖSTRO 430 und ZK (siehe Fotos).

 Unser Durschnittsalter lag bei
12.
1983 haben wir uns wegen Perspektivlosigkeit und zu hohen Alters
aufgelöst.

Weiterhin musizieren noch:

Mario bei Kidbox,
Martin bei EA80 und The Devil in Miss Jones, und
ich bei Rooster Burns and The Stetson Revolting.
Die Suche nach weiteren Aufnahmen blieb bisher leider erfolglos.
Dirk Moll, 2008“

Die A-Seite ist voll mit Uffa-Uffta-Charme und sehr gut hörbar. Die B-Seite ist ob der miesen Soundqualität eher was für Komplettisten, allerdings auch ganz unterhaltsam… Die Platte gibt (bzw. gab es) beim umtriebigen Label Was soll das? Schallplatten.

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Da bin ich wieder mal über etwas gestolpert: Fucked Up spielen ihr Über-Album David Comes To Life „live in a round“ in New York. Das Video ist schon vom Januar 2012, aber wer hat je behauptet, daß dieser Blog aktuell wäre… ?!


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