Pop

Jag talar inte svenska

by Torsten on 10. Mai 2017 · 0 comments

in Musik

Jag talar inte svenska – ich spreche kein Schwedisch. Bin aber trotzdem seit langem Fan des Schaffens von Annika Norlin, die mit ihren Bands Hello Saferide und Säkert! seit Jahren die schwedische Indie-Pop-Szene unsicher macht. Gerade ist mit Djäggdjur ein fantastisches neues Album von Säkert! erschienen. Dummerweise verstehe ich von den Texten so gut wie nichts, was mich aber nicht von der Einschätzung „Fantastisches Pop-Album, wie es so nur aus Skandinavien kommen kann“ abhält. Die gute alte nordische Harmonielehre – irgendwie haben die Herr- und Damschaften da oben im Norden den Pop mit der Muttermilch aufgesogen. Wer den vermeintlichen simplen und eingängigen Pop von ABBA mal in seine perfekt arrangierten Einzelteile zerlegt hat, weiß wovon ich rede.

Hiermit also wieder mal eine wärmste Hörempfehlung für Säkert!s neuestes Werk. Auch die alten Alben – es gibt eins in englischer Sprache – und alle Hello Saferide-Sachen (durchweg englisch) sind mehr als empfehlenswert.

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Man lernt bekanntlich nie aus, und so lernte ich erst am gestrigen Tage Die Caufner-Schwestern kennen und schätzen. Die Caufner-Schwestern waren ein Gesangstrio, das 1977 in der DDR gegründet wurde. Mitglieder der Gruppe waren die drei Schwestern Juliane, Isa und Irina Kaufner. Die Gruppe spielte vor allem Discomusik.

Weiterhin sagt Wikipedia: Schon als Kinder sangen die vier Schwestern Iris, Juliane, Isa und Irina Kaufner gemeinsam in Rostock mehrstimmige Sätze. Juliane und Isa erhielten von 1972 bis 1973 eine Gesangsausbildung und waren Mitglieder der „College Formation“. Die Stücke „Dein und mein“, „Als ich nachher von dir ging“ und „Vom Träumen“ mit Isa Caufner als Solosängerin wurde auf der Kompilations-LP „Examen in Musik“ 1973 veröffentlicht. 1976 gründeten die vier Schwestern das Vokalquartett „Caufner-Collection“. 1977 wurden sie in der Fernsehshow Familien-Disko vorgestellt. Iris Kaufner verließ die Gruppe. Die Band musste sich in Caufner-Schwestern umbenennen. 1978 erschien die erste Single „Komm doch“; die Nachfolge-Single „Laß dieses „he““ wurde im selben Jahr veröffentlicht. Für ihr Tourneeprogramm „Drei unterwegs“ wurden sie mit dem Förderpreis des Generaldirektors des Komitees für Unterhaltungskunst ausgezeichnet. Die Caufner-Schwestern traten in der Fernsehshow Ein Kessel Buntes auf und gaben auch im Ausland Konzerte. Juliane Albrecht und Irina Kaufner traten bis 1987 als Duo auf, Irina starb 2010 an Krebs.

Die Discografie der Damen ist überschaubar. Wir hören „Komm doch“ von ihrer ersten Single. Ein herrlich zweideutiges Stück, das mit sehr solidem Funk und allerschwerstem Disco-Einschlag zu überzeugen weiß. Mehr Internationalität war in der DDR nicht möglich und mehr D.I.S.C.O. schon gar nicht. Schönes Stück!


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Im Zuge der erneuten Recherche zum Depeche Mode-Konzert von 1988 in der Berliner Werner Seelenbinder-Halle stieß ich auf diese schöne Zeitdokument:

Eine Depeche Mode-Party 1988 im Zwickauer Jugendclub „Vaterland“. Ich wünschte, ich hätte die Frisur und die Klamotten dazu gehabt… Hier einige Hintergrundinfos zur Veranstaltung. Außerdem lesenswert: Der Bericht zum Konzert.

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F4Rekord

by Torsten on 9. Dezember 2014 · 0 comments

in Kraut und Rüben, Musik

Machmal – mit den Jahren immer öfter – gehe ich fremd und höre statt menschenverachtender Untergrundmusik immer öfter Pop, Soul, Beat und sogar HipHop. Beziehungsweise eine poppige Variante von HipHop, nämlich Die Fantastischen Vier. Das letzte Album Rekord ist wieder sehr gut geraten. Was mich neben den boliden Beats am meisten anmacht, sind die hervorragenden Texte der schwäbischen Tanzkapelle, hier seien als Anspieltipps „Heute“, „Laß sehen“ oder „Das Spiel ist aus“ genannt. Große Wortkunst! Reinhören lohnt sich!



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