Punkrock

Wil Wagner wirkt gehetzt

by Torsten on 19. April 2017 · 0 comments

in Musik

An dieser Stelle seit länge­rer Zeit mal wieder eine Musik­emp­feh­lung. Das neue Album der The Smith Street Band „More Scared Of You Than You Are Of Me“ ist am 7. April offizi­ell erschienen.

Ich hatte nach „Throw Me In The River“, das auch schon wieder 2 12 Jahre zurück­liegt, die höchs­ten Erwar­tun­gen und ich wurde nicht enttäuscht. Das neue Album bietet erneut eine furiose Achter­bahn­fahrt der Gefühle. Wil Wagner wird von „seiner“ Band durch das Album gehetzt; man könnte es auch anders­rum sehen. Ich bin ein schlech­ter Musik­kri­ti­ker und misera­bel im Beschrei­ben von Musik. Deshalb kann ich nur feststel­len, das ich von diesem Album ebenso geflasht bin, wie ich es vom Vorgän­ger war. Hoch-emotionaler Punkrock auf einem hervor­ra­gen­den spiel­tech­ni­schen Niveau, berüh­rend, mitrei­ßend und aufpeit­schend. Schön, daß es sowas heute überhaupt noch gibt.

Kleiner Wermuts­trop­fen: Ich konnte mich wieder nicht zurück­hal­ten und habe insge­samt drei verschie­dene Pressun­gen gekauft. Zum einen die deutsche Deluxe-Ausgabe auf Uncle M Music (limitiert auf 100 Exemplare, mit wunder­schö­nem einge­kleb­tem 16-seitigen Booklet im Vollfor­mat), die auf 150 Exemplare limitierte Pink Splat­ter UK-Version auf Specia­list Subject Records und die austra­li­sche Pressung auf Poison City Records (exklu­sive Farbe, 400 Exemplare). Alle Platten sehen toll aus und sind super aufge­macht, doch jetzt kommt das große ABER: Sie klingen scheiße und sind minder­wer­tig gepresst. Es ist ja grund­sätz­lich ein Problem, das die heutige Ferti­gungs­qua­li­tät mit der Massen­pro­duk­tion der 70er und 80er Jahre längst nicht mehr mithal­ten kann; aber was in diesem Fall abgelie­fert wurde, ist wirklich besorg­nis­er­re­gend: Alle Pressung sind „off-centre“ (also nicht exakt mittig gelocht), die Platten haben einen mehr oder weniger starken Höhen­schlag und allge­mein herrscht ein hohes Niveau an Rauschen und Neben­ge­räu­schen. Das hab ich so krass noch nicht erlebt und sollte für die Zukunft keine Schule machen. Ich bin kein audio­phi­ler Voodoo­on­kel, aber was in diesem Falle an Quali­tät abgelie­fert wurde, ist wirklich unter­ir­disch. Und sehr schade. 🙁

Nichts­des­to­trotz: Ein großar­ti­ges Album, das berührt wie nur wenig heutzu­tage. Toll, daß Punkrock im Jahr 2017 noch so begeis­tern kann.

Ein sehr schönes und inter­es­san­tes Track-By-Track-Interview gibt’s bei Uproxx..


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Schiff Ahoi!

Das Leben geht komische Wege. Zog ich 1996 noch „Henry mit dem Spaten“-singend um die Häuser, bin ich 20 Jahre später an der Organi­sa­tion eines Konzer­tes der „Henry-Band“ Die Strafe betei­ligt. Zur Record Release Party des neuen Peppone-Albums „Ohne Grund“ spielt die Band zusam­men mit Die Strafe am 22. Oktober auf der MS „Marco Polo“ im Rahmen einer Fahrt auf der guten alten Elbe. Aufgrund des begrenz­ten Platzes empfiehlt sich eine Reser­vie­rung, denn es wird nur 100 Tickets geben. Ein gutes Viertel davon ist nach der gestri­gen Ankün­di­gung schon weg, es ist also Eile geboten. Reser­vie­run­gen unter torsten@peppone.info.


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… sähen ihre Cover vielleicht so aus:


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Es ist geschafft: Endlich veröf­fent­li­chen The Smith Street Band ihren ersten Tonträ­ger in Deutsch­land. Über Uncle M gibt’s ab dem 11. April eine exklu­sive 500er Auflage von Don’t Fuck With Our Dreams auf herzblut­ro­tem Vinyl, verpackt in einem schicken Siebdruck­co­ver. Da mach ich doch gerne mal Werbung für und wieder­hole mich noch gerner: Kauft Platten von der Schmidtschen Straßen­combo und die Welt wird ein besse­rer Ort! Ich hab mir fast alle ihre Werke in Austra­lien bestellt und dort mit dem Fahrrad abgeholt. Nur die Erstauf­lage der 7″ fehlt mir noch … wenn die jemand übrig hat … immer her damit!



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Myanmar zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die AIDS-Zuwachsraten sind hoch, der Bildungs­grad ist niedrig. Seit 1962 herrscht in Birma, das 1989 offizi­ell in Myanmar unbenannt wurde, eine Militär­dik­ta­tur. Dass das Regime im Dezem­ber 2010 offizi­ell freie Wahlen veran­stal­tete, änderte für die Bewoh­ner nichts.

Die deutschen Filme­ma­cher Alexan­der Dluzak und Carsten Piefke reisten 2011 als Touris­ten ins Land und drehten under­co­ver eine Dokumen­ta­tion über die Punkszene der Millionen-Metropole Rangun.

Für junge Burme­sen ist Punk ein Weg, der verhass­ten Regie­rung etwas entge­gen­zu­set­zen. In ihren Songs kriti­sie­ren sie die katastro­pha­len Lebens­um­stände in Myanmar und fordern Freiheit und Menschen­rechte. Die Mehrheit der Birma­nen hat von der Bewegung noch nie gehört.

Ledig­lich 200 Gleich­ge­sinnte leben in Rangun, einer Stadt mit fünf Millio­nen Einwoh­nern. Punks wie Darko, dessen Band Side Effekt mit Hilfe kanadi­scher Musiker endlich ein Album heraus­ge­bracht hat. Oder Scum, den Star unter den Punks in Rangun, der für seine Lebens­weise mehrfach im Knast saß. Allen ist eines gemein­sam: ein wilder und lauter Kampf für die Freiheit. Ein Leben zwischen Frust, Drogen und Musik. Ein Leben als Punk in einer Diktatur.

Hier die Doku in ganzer Länge in der ZDF-Mediathek:

Direkt­link

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Seit langem mal wieder ein Musik­vi­deo, das mir den Atem verschla­gen hat.

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