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R.E.M.

Das wir alt gewor­den sind, merken wir nicht nur daran, daß auf den Torten kaum noch Platz für die Geburts­tags­ker­zen ist, sondern auch daran, daß „unsere“ Alben alt gewor­den sind. Automa­tic For The People ist gestern 25 gewor­den. Es ist hervor­ra­gend gealtert; es geht ihm gut und es läßt schön grüßen. Ich hab mir die CD bei Erschei­nen 1992 in London gekauft und die läuft immer noch. Eines meiner wenigen Top-Alben, das ich nicht auf Schall­platte besitze. Anfang Novem­ber jedoch gibt’s zum Geburts­tag eine Wieder­ver­öf­fent­lich­tung, da werde ich eventu­ell zuschlagen.

Bei der Vielzahl an guten Songs, weiß ich gar nicht, wo ich mit dem Loben anfan­gen soll. Drive ist einer der tolls­ten Opener aller Zeiten, Try Not To Breathe ist einfach großar­tig, Nights­wim­ming, Find The River … alles aller­größ­tes Kino. So gut waren R.E.M. auf Album­länge leider nie wieder… oder, um es kurz zu machen, der erste Youtube-Kommentar unter dem Album Stream: „One of the best albums ever made. Enough said.“ Happy Birth­day, altes Haus!


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Größer!

Größer!

Größer!

Größer!

Da isse nun. Endlich. Meine heißersehn­teste Veröf­fent­li­chung des Jahres: R.E.M. Unplug­ged 1991 & 2001 als Vierfach-Vinyl-Box. Ich verlor vor ein paar Tagen schon einige Worte darüber. Bezahlt habe ich sport­li­che 55,00 EUR, was aber für eine Vierfach-LP auch in Ordnung geht. Dann lieber eine Woche bei trocken Brot und Marga­rine, als auf diese Box verzich­ten. Die Preise bei eBay steigen bereits in schwin­del­erre­gende Höhen. So macht der Record Store Day für den norma­len Musik­hö­rer und -konsu­men­ten irgend­wie keinen Sinn mehr. Alles Speku­lan­ten, Halsab­schnei­der und Hallo­d­ris. Ich gestehe, von der ein oder anderen Veröf­fent­lich­tung auch schon mal zwei Exemplare bestellt zu haben. Das rechnet sich beson­ders bei Bestel­lun­gen aus dem Ausland um die oft horren­den Porto­kos­ten wieder reinzu­be­kom­men. Beson­ders ehren­haft ist es aber natür­lich nicht.

Zu den Details: Es gibt angeb­lich 2.500 Kopien. Laut Rhino Press Release auf Clear Vinyl, meine aber sind kohlra­ben­schwarz. Es ist eine Standard­pres­sung, dürften 140 g sein. Die Sound­qua­li­tät ist nicht wesent­lich besser als die alten, bereits legal oder halble­gal erhält­li­chen Mitschnitte der Unplugged-Gigs. Remas­te­red hat also offen­bar niemand. Die Songs sind großar­tig, aber die kannte ich ohnehin alle schon. Die bisher unver­öf­fent­lich­ten Stücke runden das Paket ab. Alles in allem eine tolle Veröf­fent­li­chung, ich bin saufroh, eine abbekom­men zu haben.


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Alle Jahre wieder, genauer am 3. Samstag eines jeden schönen Monats April heißt es wieder: RECORD STORE DAY! Der Platten­la­den­tach findet seit 2008 oder sowas statt und wurde ursprüng­lich initi­iert, um kleinen Platten­lä­den in Zeiten von Online­han­del und Absatz­pro­ble­men der Musik­in­dus­trie ein wenig Unter­stüt­zung zu leisten. An und für sich also eine tolle Sache. Leider scheint mir persön­lich die ursprüng­li­che Inten­tion etwas verwäs­sert, was aber nicht die Schuld der Begrün­der des RSD ist. Es ist einfach so, daß in jedem Jahr viele überteu­erte Platten auf den Markt gewor­fen werfen, deren Veröf­fent­li­chungs­gründe oft wegen mangeln­der (musik­his­to­ri­scher) Relevanz oder immer noch erhält­li­cher Altauf­la­gen schwer nachvoll­zieh­bar sind. Außer­dem wird ein Großteil der Veröf­fent­li­chung von Händlern oder Privat­leu­ten anschei­nend nur deshalb erwor­ben, um Stunden später zu Phanta­sie­prei­sen auf eBay oder Discogs aufzutauchen.

Wie auch immer, nichts­des­to­trotz bleibt der RSD eine gute Sache, treibt er doch Heerscha­ren von nerdi­gen Zuhau­se­blei­bern mal wieder in die Platten­lä­den. Die Liste der Veröf­fent­lich­tun­gen in diesem Jahr ist für meinen Geschmack wenig ergie­big. Genau­ge­nom­men reizt mich eigent­lich nur eine einzige Veröf­fent­li­chung, aber die hat es in sich:

R.E.M. veröf­fent­li­chen ein Vierfach-Album, bestehend aus den MTV-Unplugged-Sessions von 1991 und 2001. Was die Veröf­fent­li­chung so beson­ders macht, ist die Tatsa­che, daß erstmals zusätz­li­che (alle?) Songs aus den beiden Sessi­ons veröf­fent­licht werden. Die jetzt veröf­fent­lich­ten Tracks waren meines Wissens nicht mal auf Bootlegs oder in omnin­ö­sen Inter­net­quel­len zu finden – stellen also durch­aus eine kleine Sensa­tion dar. Auch wenn man bedenkt, daß der Mitschnitt zum ersten Mal in hoffent­lich exzel­len­ter Audio­qua­li­tät zu haben sein wird. Beson­ders das 1991er Unplug­ged hat es mir hierbei angetan. Die Band in ihrer mit Abstand besten Phase, kurz nach „Out Of Time“ und kurz vor dem epocha­len „Automa­tic For The People“. Das 91er Unplug­ged übt auf viele Leute da draußen und auch auf mich eine beson­dere Faszi­na­tion aus … there’s some kind of magic going on there, wie die Angel­sach­sen sagen. Ich hoffe also sehr, ein Exemplar ergat­tern zu können und wünschen allen Musik­nerds einen seligen RSD.



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Destination Paradise

by Torsten on 30. November 2013 · 0 comments

in Musik

Immer wieder fragen mich Menschen in Fußgän­ger­zo­nen: „Gütiger Herr Börde­ba­ron, welches ist das beste Pop-Album der frühen neunzi­ger Jahre?“ Immer wieder antworte ich dann: „‚Desti­na­tion Paradise‘ von Fischer-Z.“ Homogen, voller Hits, toll produ­ziert, ohne einen einzi­gen schwa­chen Song und tragisch unter­schätzt. Für mich neben „Automa­tic For The People“ von R.E.M. das beste Album der frühen Neunziger.



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Now playing

by Torsten on 29. Juni 2012 · 2 comments

in Musik

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Rapid Eye Movement

by Torsten on 22. September 2011 · 8 comments

in Kraut und Rüben, Musik

Bye bye und vielen Dank für alles! Aus dem Stegreif – die 10 besten R.E.M.-Songs in loser Reihen­folge: Carni­val Of Sorts (Boxcars); Wolves, Lower; Welcome To The Occupa­tion; It’s The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine); Country Feedback; Drive; Find The River; Leave; So Fast, So Numb; The One I Love. Ergän­zun­gen willkommen!

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