Record Store Day

Im Januar tauchte auf morrissey-solo.com ein Beitrag auf, der sich mit einer in Ungarn aufgetauchten Neuveröffentlichung von The Queen Is Dead befasste. Kurz zuvor tauchten die ersten Exemplare auf Discogs auf und wechselten für knapp 100,- € den Besitzer. Der einzige Verkäufer war ein Ungar, die Tonträger kamen aus Ungarn und tauchten ebenso auf einer ungarischen Media Markt-Seite auf. Seither rätselt die Fangemeinde, ob es sich um ein Bootleg, also eine inoffizielle Veröffentlichung, oder einen regulären Tonträger handelt, der – aus welchen Gründen auch immer – in extrem geringer Stückzahl für einen extrem kurzen Zeitraum in nur einem Land der Welt auftauchte.

Bei der Betrachtung der jüngsten The Smiths-Veröffentlichung zum Record Store Day 2017, nämlich der Single zu The Boy With The Thorn In His Side fielen mir frappierende Ähnlichkeiten zu der im Januar aufgetauchten 12″ auf. Meiner Meinung nach sind die Indizien eindeutig: Die aufgetauchte 12″ ist ein offizielles Release, das wohl eines Tages in dieser oder veränderter Form das Licht der Welt erblicken wird.

Schaut man sich die Typo genauer an, sind folgende Gemeinsamkeiten auffällig: Zum einen die identische Nennung der Bandmitglieder im identischen Font Bodoni auf der Rückseite. Zum anderen die Labels, die sich extrem ähnlich sehen. Das fängt bei dem 45er-Logo an, die Fonts sind identisch und sogar die Fonts der Katalognummern sind in beiden Fällen eine Futura Bold.

Jeweils links die mysteriöse 12″ aus Ungarn, jeweils rechts die offizielle 7″ zum Record Store Day:

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Die famosen „Acoustic Hits“ der The Cure, ursprünglich als Bonus-CD zum „Greatest Hits“-Album 2001 erschienen, erfuhren im Zuge des Record Store Day 2017 eine Erstauflage auf Vinyl. Ich war am RSD selbst verhindert, konnte online aber noch jeweils eine Kopie für okaye 28,99 € ergattern. Ich bin etwas skeptisch ob der VÖ als Picture Disc, die erfahrungsgemäß nicht den besten Klang liefern. Ersten Stimmen zufolge, sollen die Platten aber recht ordentlich klingen. Ich bin gespannt, heute abend wird probegelauscht. Die Songs und ganz besonders die Akustikversionen sind jedenfalls musikalisch über jeden Zweifel erhaben. Groß!


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RSD flippers are scum!

by Torsten on 24. April 2017 · 0 comments

in Musik

Jedes Jahr das gleiche traurige Bild: Massen von Verkäufern machen Massen von Geld mit dem Verkauf von Record Store Day-Editions. Da bin ich fast schon froh, nicht am RSD unterwegs gewesen sein zu können. Die einzige Platte die mich interessiert hat (The Cure – Acoustic Hits), habe ich gerade online bei hhv.de für 28,99 € bestellt. Bei Discogs ab 60,00 € zu haben, bei eBay ab 75,00 € … 🙁 An dem Tag, an dem sich diese Scheiß Geldmacher und diese Scheiß Hipster aus unserem Hobby („Allein mit unsern Platten in den Zimmern eingesperrt…“) verpissen, mache ich zur Feier des Tages eine Pulle Pepsi-Cola auf… SCUM!!!

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Größer!

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Da isse nun. Endlich. Meine heißersehnteste Veröffentlichung des Jahres: R.E.M. Unplugged 1991 & 2001 als Vierfach-Vinyl-Box. Ich verlor vor ein paar Tagen schon einige Worte darüber. Bezahlt habe ich sportliche 55,00 EUR, was aber für eine Vierfach-LP auch in Ordnung geht. Dann lieber eine Woche bei trocken Brot und Margarine, als auf diese Box verzichten. Die Preise bei eBay steigen bereits in schwindelerregende Höhen. So macht der Record Store Day für den normalen Musikhörer und -konsumenten irgendwie keinen Sinn mehr. Alles Spekulanten, Halsabschneider und Hallodris. Ich gestehe, von der ein oder anderen Veröffentlichtung auch schon mal zwei Exemplare bestellt zu haben. Das rechnet sich besonders bei Bestellungen aus dem Ausland um die oft horrenden Portokosten wieder reinzubekommen. Besonders ehrenhaft ist es aber natürlich nicht.

Zu den Details: Es gibt angeblich 2.500 Kopien. Laut Rhino Press Release auf Clear Vinyl, meine aber sind kohlrabenschwarz. Es ist eine Standardpressung, dürften 140 g sein. Die Soundqualität ist nicht wesentlich besser als die alten, bereits legal oder halblegal erhältlichen Mitschnitte der Unplugged-Gigs. Remastered hat also offenbar niemand. Die Songs sind großartig, aber die kannte ich ohnehin alle schon. Die bisher unveröffentlichten Stücke runden das Paket ab. Alles in allem eine tolle Veröffentlichung, ich bin saufroh, eine abbekommen zu haben.


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Alle Jahre wieder, genauer am 3. Samstag eines jeden schönen Monats April heißt es wieder: RECORD STORE DAY! Der Plattenladentach findet seit 2008 oder sowas statt und wurde ursprünglich initiiert, um kleinen Plattenläden in Zeiten von Onlinehandel und Absatzproblemen der Musikindustrie ein wenig Unterstützung zu leisten. An und für sich also eine tolle Sache. Leider scheint mir persönlich die ursprüngliche Intention etwas verwässert, was aber nicht die Schuld der Begründer des RSD ist. Es ist einfach so, daß in jedem Jahr viele überteuerte Platten auf den Markt geworfen werfen, deren Veröffentlichungsgründe oft wegen mangelnder (musikhistorischer) Relevanz oder immer noch erhältlicher Altauflagen schwer nachvollziehbar sind. Außerdem wird ein Großteil der Veröffentlichung von Händlern oder Privatleuten anscheinend nur deshalb erworben, um Stunden später zu Phantasiepreisen auf eBay oder Discogs aufzutauchen.

Wie auch immer, nichtsdestotrotz bleibt der RSD eine gute Sache, treibt er doch Heerscharen von nerdigen Zuhausebleibern mal wieder in die Plattenläden. Die Liste der Veröffentlichtungen in diesem Jahr ist für meinen Geschmack wenig ergiebig. Genaugenommen reizt mich eigentlich nur eine einzige Veröffentlichung, aber die hat es in sich:

R.E.M. veröffentlichen ein Vierfach-Album, bestehend aus den MTV-Unplugged-Sessions von 1991 und 2001. Was die Veröffentlichung so besonders macht, ist die Tatsache, daß erstmals zusätzliche (alle?) Songs aus den beiden Sessions veröffentlicht werden. Die jetzt veröffentlichten Tracks waren meines Wissens nicht mal auf Bootlegs oder in omninösen Internetquellen zu finden – stellen also durchaus eine kleine Sensation dar. Auch wenn man bedenkt, daß der Mitschnitt zum ersten Mal in hoffentlich exzellenter Audioqualität zu haben sein wird. Besonders das 1991er Unplugged hat es mir hierbei angetan. Die Band in ihrer mit Abstand besten Phase, kurz nach „Out Of Time“ und kurz vor dem epochalen „Automatic For The People“. Das 91er Unplugged übt auf viele Leute da draußen und auch auf mich eine besondere Faszination aus … there’s some kind of magic going on there, wie die Angelsachsen sagen. Ich hoffe also sehr, ein Exemplar ergattern zu können und wünschen allen Musiknerds einen seligen RSD.



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Plattenladentach 2012

by Torsten on 12. April 2012 · 0 comments

in Musik

In zehn Tagen darf bestürmt werden, was dem Aussterben eben noch rechtzeitig entkommen ist: Der internationale Record Store Day steht an und gibt mit über 250 exklusiven und streng limitierten Veröffentlichungen Anlass zur heißen Hetzjagd auf den Plattenladen um die Ecke. Mit von der Partie sind beispielsweise Altherren-Größen wie Bruce Springsteen („Rocky Ground“, 7″), David Bowie („Starman“, 7″) und Metallica („Beyond Magnetic“, 12″), Aktualitäten aus dem Kreise Deichkind („LeiderGeil Remixes“, 12″), Kraftklub („Songs für Liam“, 7″) und Lana del Rey („Video Games Remixes“, 12″), sowie Morrissey (Suedehead (Mael Mix)“ & 2 Live-Versionen aus dem Royal Theatre auf 10″ Picture-Vinyl) und auch der verehrte Herr Frank Turner („I still believe“/“Somebody to love“ auf weißem 7″-Vinyl).

Mit an Bord ist natürlich auch Botschafter Thees Labertasche Uhlmann, der im offiziellen Trailer sogar von einer „Keimzelle emotionaler Veränderungen“ schwärmt. „Ihr kauft euer Obst schließlich auch Bio!“ heißt es da seitens des Hamburgers, während das Berliner Großstadtgeflüster noch einmal explizit darauf hinweist, dass man mit MP3s schließlich kein Frisbee spielen kann. „Zurück zu den Wurzeln“ lautet quasi die Devise und auch die Donots laden rechtherzlich dazu ein, endlich wieder „ein bisschen Nerd“ zu sein.

Im offiziellen Trailer wird Lust gemacht auf den Record Store Day am 21. April, an dem ihr euch neben den limitierten Releases auch auf einige Instore-Konzerte freuen dürft.

Hier gibt’s eine Liste der teilnehmenden Plattenläden. Magdeburg ist mit dem Hot Rats auch vertreten. (Quelle)

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