web analytics

The Queen is dead

Hier sollte ein länge­rer Text stehen, in dem das letzte Woche erschie­nene Box Set zum epocha­len The Queen Is Dead-Album der The Smiths aus dem Jahre 1986 gnaden­los abgefei­ert wird, aber dann kam mir laut.de mit einer treffen­den Rezen­sion zuvor. Ich weiß nicht, wie oft ich dieses Album gehört habe. Ich kann es vom ersten bis zum letzten Wort mitsin­gen. Und das trotz der Tatsa­che, dass Stran­ge­ways, here we come eigent­lich mein Lieblings­al­bum der die das The Smiths ist. Also nur eine kurze Zusam­men­fas­sung: Großar­ti­ges Remas­te­ring, großar­tige Pressung, schöne Aufma­chung des Box Sets. Die Demos (lt. aktuel­ler Wortmel­dung vom damali­gen Hauspro­du­zen­ten Stephen Street eigent­lich keine Demos, sondern „Rough Mixes“) sind eine echte Berei­che­rung und die Live-LP ein netter Bonus (auch wenn es nur 13 von 19 gespiel­ten Tracks sind). Und eine kleine Ergän­zung zum laut.de-Artikel: Das im Text erwähnte und auf dem Front­co­ver der kommen­den Morrissey-Platte prangende „Axe The Monar­chy!“ findet sich in den Runout Grooves der LPs als „Cuts? Axe The Monar­chy!“ wieder. Ein netter Finger­zeig, wie ich finde. Mit knapp 80 € in der Vinyl­ver­sion ist das Box Set alles andere als preis­wert, aber jeden Cent wert. Kaufen!

Vergrö­ßern

Vergrö­ßern

Vergrö­ßern

Vergrö­ßern


{ 0 comments }

Im Januar tauchte auf morrissey-solo.com ein Beitrag auf, der sich mit einer in Ungarn aufge­tauch­ten Neuver­öf­fent­li­chung von The Queen Is Dead befasste. Kurz zuvor tauch­ten die ersten Exemplare auf Discogs auf und wechsel­ten für knapp 100,- € den Besit­zer. Der einzige Verkäu­fer war ein Ungar, die Tonträ­ger kamen aus Ungarn und tauch­ten ebenso auf einer ungari­schen Media Markt-Seite auf. Seither rätselt die Fange­meinde, ob es sich um ein Bootleg, also eine inoffi­zi­elle Veröf­fent­li­chung, oder einen regulä­ren Tonträ­ger handelt, der – aus welchen Gründen auch immer – in extrem gerin­ger Stück­zahl für einen extrem kurzen Zeitraum in nur einem Land der Welt auftauchte.

Bei der Betrach­tung der jüngs­ten The Smiths-Veröf­fent­li­chung zum Record Store Day 2017, nämlich der Single zu The Boy With The Thorn In His Side fielen mir frappie­rende Ähnlich­kei­ten zu der im Januar aufge­tauch­ten 12″ auf. Meiner Meinung nach sind die Indizien eindeu­tig: Die aufge­tauchte 12″ ist ein offizi­el­les Release, das wohl eines Tages in dieser oder verän­der­ter Form das Licht der Welt erbli­cken wird.

Schaut man sich die Typo genauer an, sind folgende Gemein­sam­kei­ten auffäl­lig: Zum einen die identi­sche Nennung der Bandmit­glie­der im identi­schen Font Bodoni auf der Rückseite. Zum anderen die Labels, die sich extrem ähnlich sehen. Das fängt bei dem 45er-Logo an, die Fonts sind identisch und sogar die Fonts der Katalo­gnum­mern sind in beiden Fällen eine Futura Bold.

Jeweils links die myste­riöse 12″ aus Ungarn, jeweils rechts die offizi­elle 7″ zum Record Store Day:

Vergrö­ßern

Vergrö­ßern


{ 0 comments }

© Nalinee Darmrong

Ich habe vollkom­men verges­sen, der toten Königin zum 30. zu gratu­lie­ren. Deshalb hiermit nachträg­lich und ganz offizi­ell nur die besten Wünsche zum Thron­ju­bi­läum: Am 16. Juni 1986 erschien „The Queen is dead“, das Überal­bum der Smiths, da sind sich Kriti­ker und Fans einig. Nur ich tanze ein wenig aus der Reihe, denn mir persön­lich ist das Album schon beinahe zu perfekt, genau­ge­nom­men unheim­lich perfekt. Deshalb höre ich lieber „Stran­ge­ways, here we come“, möchte die tote Königin aber dennoch nicht schlecht­re­den: Ein großar­ti­ges Stück Musik(geschichte), das mich Ende der Achtziger/Anfang der Neunzi­ger unzäh­lige Stunden auf dem Walkman beglei­tet hat.


{ 0 comments }