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TV-Tipp

flüstern & SCHREIEN läuft mal wieder im Fernse­hen – nämlich am morgi­gen Diens­tag, ab 20.15 auf zdfkul­tur.

„Dieter Schumann und Jochen Wisotzki beglei­te­ten Bands wie „Silly“, „Feeling B“, „Chico­ree“ und „Sandow“ auf ihren Tourneen durch die DDR. Die Underground-Gruppen sind im Konzert zu sehen, im Kontakt mit ihrem Publi­kum. Im Gespräch mit den Fans erfährt Schumann von ihren Sehnsüch­ten, sich ohne Einschrän­kun­gen kleiden und bewegen zu dürfen, zu wider­spre­chen und nicht gleich als staats­feind­lich abgestem­pelt zu werden, nur weil man an die Stelle von Arbeit und politi­scher Organi­sa­tion andere Inter­es­sen stellt.

Rockmu­sik als Rebel­lion gegen ein einge­eng­tes Leben, abseits von FDJ-Liedern und blauen Blusen. Bis heute hat der Dokumen­tar­film „Flüstern und Schreien“ seine eigene Fange­meinde. Dabei war er nur durch das Genre Musik­film überhaupt geneh­mi­gungs­fä­hig. Heikle Szenen wurden hitzig disku­tiert, blieben aber im Film. Nach seiner Premiere im Oktober 1988 ging der Film dann quasi mit den Bands auf Tour und entwi­ckelte sich so zum Kulthit. Im Jahr des Mauer­falls lief er auf der Berli­nale.“

Gleich im Anschluß gibt es Schräge Zeit, auch dafür eine absolute Guck-Empfehlung.

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Ein TV-Tipp zum Wochen­ende. Den Text habe ich ausnahms­weise komplett ausge­lie­hen, weil er alles sagt, was auch ich gesagt hätte … Sonntag, 21.40 Uhr, arte!

Was soll aus einem kleinen Mädchen werden, dessen Mutter sich erhängt und dessen Vater fast sein ganzes Leben in der Psych­ia­trie verbrin­gen muss, nachdem er den eigenen Vater mit einem Nacht­topf erschla­gen hat? Antwort: ein Weltstar, der ganze Genera­tio­nen begeis­tert und zum Lachen bringt.

Dass aber Marga­ret Ruther­fords Weg zu ihrer Parade­rolle als komische Amateur­de­tek­ti­vin Miss Marple steinig und lang war, zeigt eine neue gelun­gene Doku.

Alte Klassen­bü­cher tauchen auf. Sie dokumen­tie­ren die vielen Fehlzei­ten der jungen Marga­ret, nachdem ihr Vater angekün­digt hatte, sie nach seiner Entlas­sung zu sich holen. Das geschah zwar nie, aber die stete Angst vor dem kranken Killer und vor der manischen Depres­sion, die sie von ihm geerbt haben könnte, beglei­tete Ruther­ford ihr Leben lang. Nach langen Jahren als Klavier­leh­re­rin und Laien­dar­stel­le­rin gelangte sie erst mit 33 Jahren an ein profes­sio­nel­les Theater, feierte ihren ersten Filmer­folg – „Geister­ko­mö­die“ (1945) – mit 53 und trat erstmals mit 69 als Miss Marple in Erschei­nung.

In vielen Zeitzeu­gen­in­ter­views offen­bart sich Ruther­fords großes Herz für Exzen­trik und Außen­sei­ter­tum. So hätten sie und ihr Mann Strin­ger Davis tagsüber geschla­fen, sich aber jede Nacht zu Eiern mit Speck und Wackel­pud­ding getrof­fen. Einen Mann, der sich als jorda­ni­scher Prinz vorstellte, ließen sie bei sich wohnen. Dass der sich als briti­scher Antiqui­tä­ten­hö­ker heraus­stellte, störte die beiden nicht. Die Prinzen­ge­schichte war einfach zu amüsant. „Die beiden lebten in ihrem eigenen Peter-Pan-Land“, erinnert sich eine Freun­din.

„Die Englän­der haben eine hohe Toleranz für exzen­tri­sche Leute, die werden dort regel­recht geliebt“, erklärt Andrew Davies, einer der Autoren der Doku. Scheint zu stimmen: Fünf Jahre bevor Marga­ret Ruther­ford 1972 starb, erhielt sie im Bucking­ham Palace den Titel „Dame of the British Empire“, die höchste Auszeich­nung des König­reichs. (Quelle)

Die wahre Miss Marple
SO 17.6. Arte 21.40 Uhr

Update:


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Heute, ab 20.15 Uhr ARTE einschal­ten! 20.15 Uhr: „Das Gasthaus an der Themse“; 21.45 Uhr: „German Grusel“ – Kultur­doku, 22.45 Uhr: „Der Zinker“. Letzte­rer in der deutschen Urfas­sung von 1931, die bis dato als verschol­len galt und aus zwei gefun­de­nen Kopien rekon­stru­iert wurde.

In der Dokumen­ta­tion um 21.45 Uhr erzäh­len die Schau­spie­ler Joachim Fuchs­ber­ger, Karin Dor und Karin Baal ausführ­lich über ihre „Wallace-Vergangenheit“. Neben Felix Wendlandt, dem Enkel des Erfolgs­pro­du­zen­ten Horst Wendlandt, kommt auch der Filmkom­po­nist Peter Thomas zu Wort, der unter anderem das legen­däre „Hallo, hier spricht Edgar Wallace …“ produ­ziert hat. Neben dem Filmwis­sen­schaft­ler Tim Bergfel­der erklärt der Komiker Oliver Kalkofe, der mit den „WiXXer“ -Filmen die Wallace-Filme erfolg­reich parodierte, mit viel Detail­kennt­nis, was aus heuti­ger Sicht das Beson­dere und Einzig­ar­tige an dieser Serie ist. Nachdem sich der Autor Oliver Schwehm in der Dokumen­ta­tion „Winne­tou darf nicht sterben“ (ARTE, 2007) mit dem Phäno­men der deutschen Western beschäf­tigt hatte, wendet er sich mit „German Grusel“ der zweiten großen Filmwelle des deutschen Kinos der 60er Jahre zu. (Text arte)

Einschal­ten!

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Allen Arbeits­lo­sen, Urlau­bern, Spätschicht­lern oder Total­ver­wei­ge­rern sei am morgi­gen Mittwoch, dem 11. Mai, ab 10:45 Uhr das Einschal­ten von zdfkul­tur empfoh­len:

Schräge Zeit
Dokumen­ta­tion (D, 2004)


Ost-Berlin, Anfang der 1980er Jahre: Eine Gruppe junger Leute, die den Glauben an den „real existie­ren­den Sozia­lis­mus“ verlo­ren hat, lehnt sich gegen die Unzuläng­lich­kei­ten des DDR-Systems auf. Einer von ihnen, der 1963 in Güstrow geborene und in Ost-Berlin aufge­wach­sene Jan, opponiert als Punk in der berüch­tig­ten Band „Der demokra­ti­sche Konsum“. In dieser Zeit gerät er ins Blick­feld der Stasi. Ein wildes Leben beginnt. Er und seine Freunde leben, als wäre jeder Tag der letzte, und es gelingt ihnen, sich Freiräume zu schaf­fen, die man im Alltag der Deutschen Demokra­ti­schen Republik nicht für möglich gehal­ten hätte. Dennoch ist allen bald klar, dass sie diese Republik verlas­sen müssen. Um der DDR zu entflie­hen, heira­tet Jan 1987 eine Islän­de­rin. Im Westen angekom­men, ändert er sein Leben radikal. Der Fall der Mauer versetzt ihn in Eupho­rie. Er kauft Häuser im Osten, eröff­net einen Mini-Supermarkt und macht Geschäfte mit russi­schen Solda­ten. Plötz­lich hat er alles, was er sich gewünscht hat: viel Geld und eine Familie. 1991 wird Jan die Diagnose „manisch-depressiv“ gestellt, und er verbringt einige Monate in der geschlos­se­nen Psych­ia­trie. Zehn Jahre später hat er ein kleines Schiff gekauft, auf dem er als Selbst­the­ra­pie die Sommer auf den Gewäs­sern von Berlin verbringt.

Im Mittel­punkt des Dokumen­tar­films „Schräge Zeit“ steht eine außer­ge­wöhn­li­che deutsch-deutsche Biogra­fie, die eng mit der turbu­len­ten Geschichte Berlins der letzten 20 Jahre verbun­den ist. Anhand von Inter­views, Fotos und Archiv­ma­te­rial erzählt der islän­di­sche Autor Ólafur Sveins­son, der seit vielen Jahren in Berlin lebt und arbei­tet, Jans Lebens­ge­schichte. (Quelle)

Rezen­sion auf taz.de

Vielen Dank an TH für den freund­li­chen Hinweis!


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Seit Sonntag läuft auf Arte die sechs­tei­lige Doku „Monty Python – Fast die ganze Wahrheit!“ auf arte. Bislang waren/sind vier davon im TV und online zu sehen, die restli­chen beiden laufen am morgi­gen Donners­tag. Oben der erste Teil und hier die Links zu den weite­ren Folgen: 1 2 3 4 5 6. Die Folgen sind nur sieben Tage online – also ansehen!

(via Nerdcore)

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Wir sitzen am Kamin, das Feuer knackt als wär‘ es echt.
Wir reden über alles, was uns inter­es­siert.
Wir sehen fern, wir essen eine Kleinig­keit,
und weil alles getan ist, trinken wir ein Bier.
Und dann fragst du mich: Was schaust du am liebs­ten an?
Und ich sage Natur­filme, weil man da sehen kann,
wie schön die Welt ist, und was die Tiere tun,
wohin die Vögel ziehn, wenn es kalt wird in Berlin.

(Funny van Dannen – „Natur­filme“)

Flüsse, Flüsse, Flüsse. Wer kennt sie nicht, diese kleinen nassen Dinger die sich durchs ganze Land – ja die ganze Welt! – schlän­geln. Flüsse sind super, Flüsse sind prima, Flüsse sind sympa­thi­sche Zeitge­nos­sen. Sie machen nicht viel Aufhe­bens um ihr Wohlerge­hen, sie fließen einfach nur dahin. Das ist nicht nur mir aufge­fal­len, sondern auch dem Fernseh­sen­der arte. Selbi­ger zeigt von heute an bis zum 3. August jeden Abend ab 19.30 Uhr in der Reihe „Flüsse der Welt“ einen Fluß im Fernse­hen:

Quell des Lebens, Verkehrs­weg, geteil­tes oder umkämpf­tes Kultur­erbe, wilde Natur und großzü­gi­ger Quell von Elektri­zi­tät: kein Fluss gleicht dem anderen. Die sieben­tei­lige Dokumen­ta­ti­ons­reihe „Flüsse der Welt“ porträ­tiert die großen Ströme der Erde in ihrer beein­dru­cken­den Einzig­ar­tig­keit.
In großar­ti­gen HD-Aufnahmen werden die Flüsse an ihren schöns­ten Stellen gezeigt, von der kleinen Quelle über die reißen­den Strom­schnel­len zum breiten Fluss oder stillen See über die Wasser­fälle bis zum Delta. Dabei sind die gezeig­ten Wasser­wege nicht immer die bekann­tes­ten Flüsse.
An ihren Ufern siedeln seit Jahrtau­sen­den Menschen, deren Leben und reiche Kultur nur durch die großen Ströme möglich war und ist. Die Dokumen­ta­ti­ons­reihe zeigt die Menschen, die heute dort leben und die untrenn­bar mit den Flüssen verbun­den sind. (Quelle)

Man beginnt also heute mit dem schönen Colorado River und läßt dann Niger, Okavango, Urubamba, Nil, Orinoko und Mekong folgen. Wer Inter­esse an grandio­sen Natur­auf­nah­men hat oder ganz allge­mein auch mal Flüsse loben möchte (wie Rainald Grebe das so gern tut), der sollte heute abend einschal­ten!

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