Video

Die Art - Success

von Torsten am 16. Dezember 2014 · 0 Kommentare

in Musik

Die neue Scheibe der Die Art hab ich mir nur auf Verdacht und alter Verbun­den­heit* gekauft. Irgendwo war die Rede davon, die Band würde an Funeral Enter­tain­ment anknüpfen. Da es sich dabei um mein Lieblings­album der späten Die Art handelt, war ich neugierig geworden. Skeptisch blieb ich trotzdem, ging mir doch die Zweit- und Dritt­ver­wen­dung der eigenen Songs durch die Band schon länger auf die Ketten. Die x-te Veröf­fent­li­chung von alten Hits und das Neuein­spielen aka Selbst­co­vern fand ich auch sehr überflüssig. Success liegt nun auf dem Platten­teller und dreht sich seit Tagen eifrig. Die Platte hat mich sehr positiv überrascht. Es ist ein tolles Album geworden, sogar eines der wenigen, wo die B-Seite die A-Seite um Längen schlägt. Es sind einige kleine Perlen mit an Bord, so zum Beispiel der Love Shiner. Wer sich beeilt, bekommt beim Major Label noch eine der auf 99 Exemplare limitierten und handnum­me­rierten Platten ab…

*Kassette Dry am 9. Februar 1990 von der Band nach dem Konzert in der Magde­burger Hypar­schale gekauft. 35 Mark der DDR. ;-)



{ 0 Kommentare }

Vor zwei Wochen bin ich gleich zweimal bemus­tert worden, wenn ich mich recht erinnere, kam das in den nunmehr 318 Jahren Börde­be­hörde überhaupt noch gar nicht vor. Fürs erste besten Dank an Flix Records, die mich mit einer Kopie von 6'10 Debut­album "The Humble Begin­nings Of A Rovin' Soul" ausstat­teten. Hier meine Kurzkritik:

6'10 ist die neue Bluegrass-/Folkband von Tobin Bawinkel, Frontman der Punkband Flatfood 56. Im Vergleich zu seiner punkigen Haupt­band sind die Songs von 6'10 eher melancholisch-melodische Ausflüge in Singer-Songwriter-Gefilde. Frank Turner fällt mir als erstes ein, aller­dings deutlich folkiger als selbiger. Eine beschwingte Mischung aus Folk, Rock und Country. Chuck Ragan könnte ich auch noch nennen, aller­dings geht es deutlich beschwingter zur Sache. Die Songs wurden in Bawin­kels Schlaf­zimmer aufge­nommen, was man dem Album aber gottsei­dank nicht anhört. Ganz im Gegen­teil: Die Produk­tion ist auf hohem Niveau und die Platte klingt wirklich frisch und gut. Erscheinen wird das Album am 9. Januar ganz in DIY-Manier.

Wertung: 7/10 Bördekartoffeln

6'10 auf Bandcamp, Facebook, Youtube.

{ 0 Kommentare }

Fraktus kannte ich ja schon, da hießen Kraft­werk noch Schuko-Steckdose. Hab sie auch mehrmals live gesehen, zuletzt wohl 1979 im Luxor in Köln. Die Geschichte von ihrem plötz­li­chen Wieder­auf­tau­chen von vor zwei Jahren sollte hinrei­chend bekannt sein. Hier nun Fraktus' neue Single mit gewohnt poeti­schem Text, irgendwo zwischen Rilke, Hölderlin, Aram Chatscha­turjan und Björn Borg.

{ 2 Kommentare }

F4Rekord

von Torsten am 9. Dezember 2014 · 0 Kommentare

in Kraut und Rüben, Musik

Machmal – mit den Jahren immer öfter – gehe ich fremd und höre statt menschen­ver­ach­tender Unter­grund­musik immer öfter Pop, Soul, Beat und sogar HipHop. Bezie­hungs­weise eine poppige Variante von HipHop, nämlich Die Fantas­ti­schen Vier. Das letzte Album Rekord ist wieder sehr gut geraten. Was mich neben den boliden Beats am meisten anmacht, sind die hervor­ra­genden Texte der schwä­bi­schen Tanzka­pelle, hier seien als Anspiel­tipps "Heute", "Laß sehen" oder "Das Spiel ist aus" genannt. Große Wortkunst! Reinhören lohnt sich!



{ 0 Kommentare }

Meine momen­tanen Lieblinge mit ein paar Songs von der kürzlich statt­ge­fun­denen Rockpalast-Session. Leider nicht der ganze Auftritt, der geht wohl erst in den folgenden Tagen auf der Rockpalast-Seite online. Die hier darge­bo­tenen drei Songs jeden­falls sind schon mal ein feiner Ausschnitt aus dem Schaffen der Band, oder - volks­tüm­li­cher formu­liert - einfach saugeil.

{ 0 Kommentare }

Throw me in the f*cking river

von Torsten am 17. November 2014 · 0 Kommentare

in Musik

Meine Damen, meine Herren, Zeit für das Album des Jahres: The Smith Street Band legen mit Throw Me In The River einen punkro­ckigen Super­rock­bro­cken der Extra­klasse hin. Das Album kombi­niert den Mittneun­ziger Emosound ameri­ka­ni­scher Rockfor­ma­tionen mit der kompakten Bratzig­keit gemäßigten Hardcores. Ab und an wird's leicht grungig und an einer Stelle sogar dinosau­ri­er­ju­nior­mäßig. Dabei bleibt es immer hoch melodiös und hat in fast jedem Klasse­song zwei bis weitere Klasse­songs oder Songfrag­mente versteckt. Das muß man erstmal können. Die einzige und auch bange Frage lautet: Was soll nach solch einem Album noch kommen?

Enjoyen Sie das Album nachfol­gend in hochmo­derner Strea­ming­tech­no­logie aus dem kapita­lis­ti­schen Ausland oder greifen Sie, einer alten und schönen Tradi­tion folgend, zur Scheibe aus Polyvi­nyl­chlorid.



{ 0 Kommentare }