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Wachturm

Ich bin ein gutmü­ti­ger Trottel. Wenn die Zeugen Jehovas an meiner Tür klingeln (was in der Vergan­gen­heit regel­mä­ßig vorkam), lasse ich mich in ein Gespräch verwi­ckeln und bleibe unver­bind­lich aber profes­sio­nell freund­lich. Den Wachturm habe ich trotz der Absur­di­tät des Inhalts immer gern „gelesen“, kündet er doch von Neuig­kei­ten aus einer Welt, die mir auf immer verschlos­sen und unver­ständ­lich bleiben wird.

In der jüngs­ten Ausgabe gibt es eine epische Abhand­lung zum Thema „Unreine Gedan­ken“. Darin wird geraten, bei Aufkom­men jegli­cher schmut­zi­ger Gedan­ken zu beten oder sich mental ander­wei­tig abzulen­ken. Ein guter Rat, wie ich finde, denn es wird ohnehin viel zu viel ans Poppen gedacht. Eßt mehr Obst, fahrt mehr Rad und schaut bei eroti­schen Bildern sofort ganz woanders hin. Und wenn nichts mehr geht, hilft beten. Maria hilft.

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