web analytics

Depeche Mode in der DDR

von Torsten am 13. März 2008 · 0 Kommentare

in Musik

Vor 20 Jahren: Depeche Mode in der Berli­ner Seelenbinder‐Halle.

In der Halle warten 6000 Fans. Seinen vorsorg­lich mitge­nom­me­nen FDJ‐Ausweis kann der 16‐jährige Sascha Lange stecken lassen: Nichts deutet auf eine Geburts­tags­party der FDJ hin. Statt blauer Hemden fiebern schwarz geklei­dete Depeche‐Mode‐Doubles dem Auftritt entge­gen. Die DDR ist an diesem Abend unend­lich weit weg. In Grund und Boden gebuht, verlässt die ostdeut­sche Vorband Mixed Pickles die Bühne. Um 20.08 Uhr ist es endlich so weit: Als Sänger Dave Gahan „Good evening, East Berlin“ in den Saal ruft, drückt Rocco Ganzert aufge­regt die Aufnah­me­taste seines Kasset­ten­re­kor­ders. Nicht wenigen Fans laufen Tränen über das Gesicht. „Wir raste­ten total aus“, erinnert sich Sascha Lange. „Dieses Glück, diese Freude. Depeche Mode in der DDR – und ich war dabei!“ Selbst Produk­ti­ons­lei­ter Ponesky reißt die Stimmung mit: „Es war ein Konzert, das sich mit keinem anderen verglei­chen lässt. Die Band hatte eine Aura, die einen fast gläubig werden ließ.“ Als nach einein­halb Stunden das Saallicht angeht, spüren alle Betei­lig­ten, dass sie gerade etwas ganz Beson­de­res erlebt haben.

20 Jahre später. Depeche Mode sind nach wie vor eine großar­tige Band, die DDR ist inzwi­schen Geschichte. Ich kann mich noch gut erinnern, daß mir meine Mutter damals, ein oder zwei Tage nach dem Konzert, die gesam­mel­ten Zeitun­gen mit Berich­ten über das Konzert auf den Küchen­tisch legte.

Mein Gott, was hätte ich für eine Karte gegeben.

{ 0 Kommentare… jetzt einen hinzufügen }

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend!

Ich stimme zu.

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: