web analytics

Monat: November 2008

Ein Quantum Trost!

Ein Gläschen Most. Das bißchen Post. Ein Quent­chen Rost. Der Aufschwung Ost. Der Schüt­tel­frost. Ein Berg Rohkost. Richtung Nordost. Wann kommt Nacht­frost? Krieg in Nahost! Bin total lost! Glasnost, Glasnost! Wer wird liebkost? Ein Quantum Trost!

Bin ich der einzige, der den Titel des neuen Bond-Films selten­däm­lich findet?

9/11/89

Wer seine Wurzeln verleug­net, kann nicht in den Himmel wachsen.
Oder so ähnlich.

Ich war in der Ausbil­dung, hab den Mauer­fall verschla­fen und mich am folgen­den 10. Novem­ber 1989 gewun­dert, daß ich der einzige war, der zur Arbeit angetre­ten ist. Im Minuten­takt klingelte das Telefon und die Kolle­gin­nen und Kolle­gen ließen sich für den diesen Tag entschul­di­gen und machten sich auf den Weg nach Helmstedt, Braun­schweig oder gleich nach Berlin.

„Die Mauer ist offen!“ – „Echt?“

Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob auch die inner­deut­sche Grenze tatsäch­lich schon am 10. Novem­ber geöff­net war, oder ob das erst Tage später der Fall war. Ich jeden­falls war am 17. Novem­ber zum ersten Mal im Westen. Ich war nicht begeis­tert. Ich war verwirrt.

Beim zweiten oder dritten Besuch hab ich ich Helmstedt mein Begrü­ßungs­geld abgeholt. Im Nachhin­ein betrach­tet, eine umgedrehte Form eines Eintritts­gel­des: Jeder DDR-Bürger erhielt 100,- D‑Mark und dafür einen Stempel in seinen Perso­nal­aus­weis. Es mutet fast schon subver­siv an, Geld zu bekom­men, statt Geld zu bezah­len. So hätte der Kapita­lis­mus weiter­ma­chen können. 😉

Naja, immer­hin ist die Kohle zu 100 Prozent wieder in der bundes­re­pu­bli­ka­ni­schen Wirtschaft gelan­det. In meinem Fall für ein Paar Motorrad-Handschuhe und einige Langspielplatten.

Fernab jeden Deutschland- und Wiedervereinigung-Wahns muß ich – auch wenn ich mir damit nicht nur Freunde mache – feststel­len, daß ich über den Lauf der Dinge glück­lich bin. Ich ziehe ein Leben im Mirdochegal-Kapitalismus jeder­zeit einem Leben in der Duckmäuser‑, Gängelei- und Kleingeister-DDR vor.

Schönen Sonntach allseits.

Adios, ihr Torfnasen!

[Bild anklicken für die Details]

Alle Wechsel­for­ma­li­tä­ten erfolg­reich über die Bühne gebracht. Ein Riesen­an­sturm beim neuen Gasan­bie­ter, der im Jahr ca. 200 EUR günsti­ger ist. Lange genug hab ich eurer Abzocke­rei taten­los zusehen müssen, jetzt ist Schluß mit lustig. Und Schluß mit überzo­ge­nen Gasprei­sen, zumin­dest tempo­rär. Wenn der neue Anbie­ter den Preis erhöht, wechsel ich eben wieder. Das zieh ich solange durch, bis ich als „Gasbäum­chen wechsle Dich!“ bei allen Gasan­bie­tern bekannt bin. Dann geben Sie auf. Und ich bekomme mein Gas umsonst. Man wird ja wohl noch spinnen dürfen…


Grau

Wetter, Wetter, Wetter! Wetter geht immer! Wetter­frosch Frank (den ich „kleiner sprechen­der Haken der auf meiner Schul­ter sitzt“ nennen darf) meint, diese Woche wird als die „graueste Woche aller Zeiten“ in die Geschichte der Meteo­ro­lo­gie einge­hen. Da könnte er recht haben. Die Sonne ist ein selten gesehe­ner Gast, wahrschein­lich macht sie Urlaub in Afrika. Der Niesel­re­gen ist „Sieben“-konform. Nebel­krä­hen ziehen durch die Börde, man sieht sie wegen des Nebels nicht, aber man kann sie hören. Sie krähen das leise Lied der lieder­li­chen Monoto­nie. Da hilft nur noch eins: Die Zuberei­tung von Hirsch­ra­gout und das Ansehen möglichst alber­ner Youtube-Schnipsel:



Let’s make Money

Vorges­tern startete der neue Film des öster­rei­chi­schen Filme­ma­chers Erwin Wagen­ho­fer („We feed the world”) in den Kinos. „Let’s make money” heißt er und er startete genau zur richti­gen Zeit, denn er setzt sich mit den verhee­ren­den Folgen des neoli­be­ra­len Turbo­ka­pi­ta­lis­mus und der weltwei­ten Finanz­wirt­schaft auseinander.

Einige lesens­werte Kriti­ken zum Film:

Tagesspiegel.de

Filmstarts.de: „Fazit: Mit „Let’s Make Money“ ist Erwin Wagen­ho­fer eine beinahe geniale Analyse des heuti­gen neoli­be­ra­lis­ti­schen Finanz­sys­tems gelungen.“

Kino.de

Und ein inter­es­san­tes Inter­view mit dem Regis­seur in der Tages­schau: „Getrie­bene in einem unmensch­li­chen System”.

%d Bloggern gefällt das: