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Monat: März 2009

Die besten Songs für einen Sonntagmorgen (16)

The Weakerthans – „Aside“



Aus Böhmen kommt die Musik (sie ist der Schlüssel zum Glück)

Neulich (also gestern) war ich in Böhmen. Eigent­lich wollte ich nur Bier und Knödel kaufen, hab dann aber total zufäl­lig drei böhmi­sche Handwer­ker getrof­fen. Den Václav Neckář, den Karel Štědrý und die Marta Kubišová. Wir haben ein Bierchen gezischt und uns unter­hal­ten. Wir kamen schnell überein, das Böhmen schön ist und Handwerk golde­nen Boden hat. Die drei legten auch gleich los: Der Václav hobelte das Holz, der Karel spielte mit den Schwei­ne­hälf­ten und die Marta webte den ganzen Nachmit­tag bunte Tücher.

Da ich nicht so doof daneben stehen wollte, hab ich mich nützlich gemacht und gleich ein Video gedreht.

Vom Text habe ich leider nicht viel verstan­den, da mein tsche­chisch über die Jahre ziemlich einge­ros­tet ist. Falls sich unter den Lesern ein tsche­chi­scher Tonin­ge­nieur befin­det, so möge er sich bitte melden und übersetzen.

Dary nesem, meine Freunde! Auf das euch die Synap­sen schmoren!



Sind wir nicht alle ein bißchen Lippi?

Erneut ein Video aus unserer Fortset­zung­se­rie „Schöner die Synap­sen nie brennen“: Schla­ger­punk aus der DDR, Wolfgang Lippert – auch bekannt als Lippi – hier in Perso­nal­union als ewig suchen­der Sucher, mantel­tra­gen­der Biertrin­ker, Jogging­an­zug­be­klei­dete Schau­fens­ter­puppe und mit 30-Mark-in-der-Tasche-Disco-Aufreißer. Damals, 1985, als Frisu­ren noch Frisu­ren waren und keine modischen Kurzhaar­schnitte! Hölle, ja!



Wie man aus Tätern Opfer macht

Heute beginnt der Prozeß im „Inzest­fall Amstet­ten“. Der Angeklagte Josef F. muss sich wegen Mord, Freiheits­be­rau­bung, Sklave­rei, Verge­wal­ti­gung und Inzest verant­wor­ten. 24 Jahre lang hat er seine Tochter und drei gemein­sam mit ihr gezeugte Kinder in einem Keller­ver­lies gefangengehalten.

So bar jeder mensch­li­chen Vorstel­lungs­kraft das Marty­rium der Opfer ist, so hanebü­chen die Argumen­ta­tion des Straf­ver­tei­di­ger Rudolf Mayer. Dazu ein Zitat aus Spiegel Online:

Im Inzest­fall von Amstet­ten hält der promo­vierte Jurist unerschüt­ter­lich an seiner „Pater Familias“-Theorie fest: Demnach sei Josef F. ein Patri­arch „mit guten und schlech­ten Seiten“, der von einer „Zweit­fa­mi­lie“ geträumt habe.

„Der Aufwand, den er betrie­ben hat, zeigt, wie emotio­nal er betei­ligt ist. Er spricht immer von der Zweit­fa­mi­lie“, wird Mayer nicht müde zu beteu­ern. „Josef F. ist ein ausge­spro­che­ner Famili­en­mensch, der unter Verlust­ängs­ten litt, deshalb kam es überhaupt so weit.“ Mehr als 15 Mal habe er lange und ausführ­lich mit dem 73-Jährigen im Vorfeld des Prozes­ses über Details seiner Vertei­di­gungs­stra­te­gie gesprochen.

Keine Behörde habe Schuld daran, dass F. 24 Jahre lang sein Umfeld narrte und ungehin­dert ein Doppel­le­ben führen konnte, sagt Mayer. „Der F. war ein Vorzei­ge­bür­ger“, sagt er und bemüht erneut die Geschichte des Lebens­ret­ters, als F. einst Menschen bei einem Brand in Sicher­heit brachte.

Was für eine hirnkranke Argumen­ta­tion, ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte. Ein erneu­ter Beweis für die Tatsa­che, daß ein „guter“ Anwalt Scheiße als Delika­tesse verkau­fen kann. Wie gewis­sen­los und medien­geil muß man sein, um einen Psycho­pa­then als treusor­gen­den Famili­en­va­ter zu verkaufen?

Zum Artikel auf Spiegel Online.

Partywissen (9)

Die durch­schnitt­li­che Austritts­ge­schwin­dig­keit von Ketchup beträgt 40 Kilome­ter im Jahr. (Voraus­ge­setzt wird eine Glasfla­sche mit einem Öffnungs­durch­mes­ser von 2 cm, eine Tempe­ra­tur von 9° Celsius sowie ein Neigungs­win­kel zum Teller von 45 Grad.) Probiert’s aus!

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