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Monat: Mai 2009

Die besten Songs für einen Sonntagmorgen (24)

Poems For Laila – „Time Away“

Herrlich kitschi­ges Video in wunder­ba­rer End-Achtziger/Früh-Neunziger-Stimmung und ‑Optik. Vom empfeh­lens­wer­ten Debüt­al­bum „Another Poem For The 20th Century“. 

Alle Sonntamorgen-Songs als kosten­lo­ser on-demand-Free-Filesharing-Hokuspokus zum unver­bind­li­chen Reinhö­ren, Reinschauen und Reinset­zen hier!


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Die Vorher-Nachher-Show

Als ich nicht hier war, war ich auf’m Sonnen­deck. Von wegen! Ich war renovie­ren! Für alle Leser, die augen­blick­lich nicht bei meiner Flurein­wei­hungs­ge­burts­tags­party sind, hier exklu­sive neue Einbli­cke in das Innen­le­ben der Behörde. Beson­dere Grüße an Jule und Marcus, wir essen ein paar Wurscht für euch mit.



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Jupiter Jones – Urlaub in Oberursel

Neulich hat sich ein Leser bei mir beschwert, in der Behörde würde zuviel lobge­prie­sen. Man solle doch bitte mal miese Platten bespre­chen, zumin­dest gelegent­lich. Kein Thema – bitte­schön, alles für die Zielgruppe!

Jupiter Jones – das sind fünf Hanswürschte aus irgend­ei­ner verges­se­nen Provinz (inter­es­siert mich gerade nicht, wo die Herren herkom­men). Die Band fiel bereits mit dem mehr als bemüh­ten und jedem Textflow ins Gesicht spucken­den Titel „Entwe­der geht diese scheuß­li­che Tapete – oder ich“ ihres vorletz­ten Albums negativ auf. Klarer Fall von Wir-suchen-einen-coolen-Albumtitel-uns-fehlt-aber-der-Geist-dazu. Das können andere besser.

Doch nun zum aktuel­len Werk - „Holiday in Catato­nia“: Da glaubt man, der Deutsch­rock von Western­ha­gen, Maffay & Co. hätte sich vollkom­men zu Recht in die ewigen Jagdgründe verab­schie­det. Puste­ku­chen! Jupiter Jones schaf­fen es tatsäch­lich, den alten Zombie mit ihrem neuen Album zu reakti­vie­ren. Da steht er nun, der alte Zombie, schlen­kert mit den Armen und hat es inzwi­schen schon vom Fried­hof aus bis in die Fußgän­ger­zone der Innen­stadt geschafft. Mit Glitzer­tuch um den Hals, zu engen Hosen und Chucks. Da steht er nun, im Kreise seiner Verwand­ten: Den künfti­gen Sozialamts-Sachbearbeiterinnen und Verwal­tungs­fach­an­ge­stell­ten. Alle anders, alle gleich. Er fiedelt und gniedelt ein paar Soli auf seiner Leadgi­tarre und knödelt dazu wie Wolf Maahn in seinen besten Zeiten: schön­klin­gende Texte, deren Inhalts­wert bei ziemlich genau NULL liegt. Ein Trauer­spiel sonder­glei­chen, das mich merkwür­di­ger­weise aggres­siv macht. Wir sehen uns in irgend­ei­ner Arena vor 50.000 Goldkehl­chen zum Hartmut Engler-Gedächtnisabend. Bis dahin!

Kleine Kostprobe nachfol­gend. Wem das noch nicht gruse­lig genug ist, der sollte sich das neue Unplugged-Album der Sport­freunde Stiller reinzie­hen. Das ist mindes­tens genauso übel.



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Über den Brezelverkauf

Guten Tag, liebe Leser! Mein Name ist Gunnar Roß. Ich bin 42 Jahre alt und Frührent­ner. Das Schrei­ben ist seit langer Zeit mein Lieblings­hobby. Ich werde das Team der Behörde in Zukunft verstär­ken und wünsche Ihnen jetzt schon gute Unter­hal­tung und kurzwei­li­ges Lesever­gnü­gen! Mit freund­li­chen Grüßen, Ihr Gunnar Roß


Meine lieben Leserin­nen und Leser,

mein Name ist Roß, und ich möchte Ihnen gern erklä­ren, wie man am besten Brezeln verkauft.

Zuerst wird man sie backen müssen. Bewährt hat sich die hessi­sche Vollbre­zel, der Geschmack erinnert aller­dings an Spülmit­tel. Gern genom­men wird heute auch die Hollän­der­bre­zel, bekannt auch unter dem Namen Ommen­kra­cher. Ihre Teig besteht zu einem Teil aus Mehl und zu zwei Teilen aus vergo­re­nem Matjes.

Als nächs­tes brauchen wir einen Korb. Relativ geschmacks­neu­tral ist gebeiz­ter Flach­bast. Weniger bekannt, aber auch gut: die Federn der Dalma­ti­ne­rente. Wir sollten uns an einen erfah­re­nen Korbma­cher wenden, denn Brezeln wollen gut liegen.
Man muß aber Geld mitneh­men, wenn man den Korb kauft, denn den gibt es nicht umsonst. Inwie­weit Kredit­kar­ten angenom­men werden, läßt sich schwer sagen. Ich habe es erlebt, daß mancher Korbma­cher es nicht so gerne sieht. Wenn Sie aber einen Korbher­stel­ler Ihres Vertrau­ens haben: Glück gehabt! Nichts ist so wichtig wie ein guter Körber.

Wenn Sie Brezeln verkau­fen wollen, tun Sie das vor Ihrer Haustür oder auf dem Markt. Schlechte Erfah­run­gen werden leider immer noch mit Klein­tier­hand­lun­gen gemacht.

Viele Städte verlan­gen eine Stand­miete. Das muß man beach­ten. Man sollte vorher zum Rathaus gehen. Wo sich Ihr Rathaus befin­det, kann Ihnen sicher ein netter Nachbar sagen. Vielleicht mal einen Kaffee spendie­ren, kommt immer gut an! Ich habe übrigens mal Brezeln auf einem Flugha­fen verkauft; es zog aber sehr.

Sie sollten das Brezel­ver­kau­fen NICHT zu Ihrem Beruf machen, wenn Sie weniger als ein Exemplar im Monat verkaufen.

Natür­lich, Brezeln bleiben nicht ewig frisch. Aber eine Weile schon. Wenn das Backgut wirklich schon zu alt ist, schen­ken Sie es lieben Verwand­ten oder Ihrer Gattin, denn nichts kommt besser an als ein selbst­ge­mach­tes Stück! Alte Brezeln – so man genügend davon hat – lassen sich übrigens prima zu Koffern verar­bei­ten, aber die halten nicht viel aus.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit,
Ihr Gunnar Roß

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Partywissen (14)

Wolfgang Amadeus Mozart hat einen dreistim­mi­gen Kanon namens „Leck mir den Arsch fein recht schön sauber“ komponiert.

Seine Entste­hung lässt sich auf das Jahr 1782 datie­ren. Zu Lebzei­ten des Kompo­nis­ten blieb das Werk ungedruckt, erst seine Witwe Constanze Mozart überließ es dem Leipzi­ger Verlag Breit­kopf & Härtel zur Publi­ka­tion. Dort wurde aller­dings die erste Zeile des Textes in „Lasst froh uns sein“ abgeän­dert. Der Kanon erhielt die Köchelverzeichnis-Nummer 231. Seit der dritten Auflage von 1937 trägt er dort die Nummer 382c und wurde so in einer Gruppe mit mehre­ren Kanons und kleine­ren Gelegen­heits­wer­ken, darun­ter auch „Leck mir den Arsch fein recht schön sauber“ KV 382d, zusammengefasst.

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